Barmenia Beitragserhöhung 2023 Beitragsanpassung PKV

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Anja Glorius
31. August 2022
Barmenia Beitragserhöhung 2023 Beitragsanpassung PKV
Barmenia Beitragserhöhung 2023 Beitragsanpassung PKV

Auch die Barmenia kommt wohl nicht umhin, auch im kommenden Jahr 2023 bei einigen ihrer Tarife an der Beitragsschraube zu drehen. Für die Versicherten sind PKV Beitragserhöhungen sicherlich immer ärgerlich. Vielfach hilft es schon, sich über die Mechanismen, die hinter einer Barmenia Beitragsanpassung stehen, klar zu werden. Richtig interessant wird es dann, wenn man noch einen Schritt weiter geht und genau weiß, welche Optionen man bei einer Ankündigung der Tariferhöhung hat und wie sich der Beitrag in vielen Fällen mit wenig Aufwand – und der richtigen Beratung – senken lässt.

Inhalt

PKV Beitragserhöhung bei der Barmenia: Welche PKV-Tarife werden 2023 voraussichtlich erhöht?

Die angekündigten Beitragsanpassungen 2023 bei der Barmenia betreffen zunächst die Neukunden. Erfahrungsgemäß liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die sogenannten Bestandskunden der Barmenia in den betroffenen Tarifen mit einer ähnlichen Tariferhöhung rechnen müssen. Folgende Tarife sind zum 1. Januar 2023 sehr wahrscheinlich von einer PKV Tariferhöhung betroffen:

Auch für diese Tarife für Mediziner und Auszubildende bei der Barmenia kann ab 2023 ein höherer PKV-Beitrag fällig werden:

Ausbildungstarife (B)VHV1+, (B)VHV2+, (B)VHV3+

Tarife für Mediziner VHV1A+, VHV1C+, VHV1D+, VHV1E+, VHV2A+, VHV2C+, VHV2D+, VHV2E+, VHV3A+, VHV3C+, VHV3D+, VHV3E+, VZK1A+, VZK1C+, VZK1D+, VZK1E+, VZK2A+, VZK2C+, VZK12D+, VZK2E+, VZK3A+, VZK3C+, VZK13D+, VZK3E+

Auch die folgenden geschlossenen Tarife mehr- und langjährig Barmenia-Versicherter könnten in 2023 von einer PKV Beitragserhöhung betroffen sein:

Ambulante Tarife

Stationäre Tarife

Zahntarife

Zum Vergleich: Die Beitragserhöhungen der Barmenia der letzten Jahre

Barmenia PKV Beitragserhöhung 2020/2021 (kvoptimal.de)

PKV Beitragserhöhung der Barmenia 2022 (kvoptimal.de)

Kleiner Marktüberblick gefällig? Die Tariferhöhungen 2022 in der PKV

Mit einem Klick gelangen Sie hier zu unserem „kleinen Marktüberblick“ mit umfangreichen Informationen zu den Beitragserhöhungen der wichtigsten PKV-Anbieter in Deutschland

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2023 schon wieder höhere Beiträge! Was tun bei einer PKV Beitragserhöhung bei der Barmenia?

Wenn man das bloße Hinnehmen einer Beitragserhöhung für sich ausschließen kann, haben Sie bei einer Beitragserhöhung bei der Barmenia im Wesentlichen drei Optionen: 1. Kündigung und Wechsel des Versicherers, 2. Wechsel in einen anderen Tarif bei der Barmenia (= interner Tarifwechsel) sowie 3. den Tarif anpassen.

Wenn also die Tariferhöhung nicht im erwartbaren Rahmen blieb und die letzte Beitragsanpassung nur 1, 2 Jahre zurückliegt – und wenn Sie das Gefühl haben, sich Ihre PKV Beiträge nicht mehr leisten zu wollen oder zu können, werden Sie am besten Aktiv:

1. Operation Tarifsenkung: Der interne PKV-Tarifwechsel bei der Barmenia

Diese Option steht nicht zufällig ganz oben. Der PKV Tarifwechsel ist quasi DIE Geheimwaffe für niedrige Beiträge und in vielen Kundenberatungen erfolgreich. Kein Wunder: Tarifeinsparungen von bis zu 42 Prozent sind möglich.

Der interne Tarifwechsel nach § 204 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) ist seit 2009 gesetzlich geregelt und ermöglicht es allen privat Krankenversicherten, jederzeit in einen günstigeren Tarif bei Ihrem Versicherer zu wechseln. Ganz unkompliziert – und ohne die bisher gesammelten Altersrückstellungen oder sonstigen Rechte z. B. im Hinblick auf Wartezeiten für Zahnversicherungen zu verlieren oder Leistungseinbußen hinzunehmen. Außerdem entfällt eine erneute Gesundheitsprüfung, sofern der neue Tarif vergleichbare Leistungen enthält. Sieht der neue Tarif eine Leistungsverbesserung vor, wird eine Gesundheitsprüfung nur für die entsprechenden Mehrleistungen fällig.

Ein interner PKV Tarifwechsel ist bei der Barmenia immer ohne Angaben von Gründen zum 1. des Folgemonats möglich. Die Erfahrung beweist, dass gerade die langjährig Versicherten bei der Barmenia davon profitieren können. Häufig stecken diese nämlich in einem alten, geschlossenen Tarif regelrecht fest, der aufgrund des immer (durch Wechsel oder Tod) kleiner werdenden Tarifkollektivs überdurchschnittlich teurer wird. Andererseits entwickelt die Barmenia für neue Kunden immer wieder neue attraktive Tarife mit Leistungsverbesserungen angepasst an den medizinischen Fortschritt, die auch für die älteren Versicherten interessant – und erreichbar sind.

Ohne großes Brimborium können Versicherte bei einer PKV Tariferhöhung auch immer in den Standard- oder Basistarif der Barmenia wechseln. Diese beiden Tarife werden von allen privaten Krankenversicherungen angeboten, die eine Krankenvollversicherung anbieten. Der Leistungsumfang in den beiden Tarifen ist mit dem in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) vergleichbar. Auch der Beitrag orientiert sich an der GKV und ist auf die Höhe des GKV-Höchstbeitrags begrenzt. Durch die Anrechnung der bisher erworbenen Alterungsrückstellungen liegen die Beiträge für den Standardtarif bei langjährig Versicherten meist um einiges darunter. Der Zugang zu Standard- und Basistarif ist jeweils durch unterschiedliche Kriterien begrenzt.

2. Der wohlüberlegte Wechsel in eine andere private Krankenversicherung

Mit dem automatischen Sonderkündigungsrecht, das mit einer bevorstehenden Beitragserhöhung verknüpft ist, können Sie problemlos in eine andere Krankenversicherung wechseln. Während für Versicherte, die nur wenige Jahre bei der Barmenia „auf dem Buckel“ haben und von ständigen Beitragsanpassungen genervt sind, ein Wechsel leichter fällt, sollten langjährig Versicherte diesen Schritt nicht übereilen.

Eine Kündigung der PKV und der Neuanfang bei einer anderen Versicherung haben fast immer erhebliche finanzielle Nachteile zur Folge. Die wertvollen Altersrückstellungen, die die Beiträge im Alter reduzieren sollen, sowie Ihre sonstig erworbenen Rechte gehen bei der Kündigung teilweise oder gänzlich verloren. Wechseln Sie den Versicherer, wird im Allgemeinen eine neue Gesundheitsprüfung erforderlich, die nicht selten zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen bzw. im Extremfall sogar zu einer Ablehnung führen kann.

Was passt zu mir und meiner Gesundheit? Checkliste: Interner Tarifwechsel vs. Wechsel der PKV Versicherung

Unsere Checkliste soll Ihnen dabei helfen, zu entscheiden, welche Option mehr Vorteile bringt: ein interner Tarifwechsel oder ein Wechsel des Anbieters. Beides kann sinnvoll sein, denn es hängt immer vom konkreten Einzelfall ab. Da beide Wechsel einen guten Überblick über die verfügbaren Tarife voraussetzen, geht es meist nicht ohne eine fachkundigen Beratung und Analyse, wenn Sie den wirklich besten und passendsten Tarif finden möchten.

Tarifwechsel innerhalb der Barmenia Neuabschluss und Wechsel der PKV-Versicherung
Altersrückstellungen und erworbene Rechte wie Leistungsfreiheit und die Versicherungsdauer bleiben vollständig erhalten. Aber:
Ohne professionelle Beratung: Verloren
Teilweise deutlich günstiger Preis als bei der Barmenia.
Durch das Courtage-/Provisionsmodell verdient der Vermittler (mit bestimmten Versicherungen) viel Geld, was ihn bei Neuabschlüssen ggf. in eine Abhängigkeit bringt
Keine vollständig neue Gesundheitsprüfung (i. d. R. nur für etwaige ergänzte Leistungen)Mehr Leistungen, da Tarif aktueller
Keine vollständig neue Gesundheitsprüfung (i. d. R. nur für etwaige ergänzte Leistungen)Die vorher gebildeten Altersrückstellungen der Barmenia gehen ganz oder teilweise verloren
Lange Bearbeitungsdauer und eine Verzögerungstaktik der Barmenia sind möglichNeue Gesundheitsprüfung erforderlich (und damit Risikozuschläge möglich)
Die Barmenia kann die Leistungsverbesserungen beim Tarifwechsel wegen Krankheit verweigernOhne professionelle Hilfe erhält man keinen wirklich guten Marktüberblick, um auch alle relevanten Inhalte zu überblicken und entscheiden zu können

3. Strategie ganz ohne Wechsel: höherer Selbstbehalt & Beitragsrückerstattung bei der Barmenia

Der kürzeste Weg zu niedrigeren Prämien – ganz ohne Wechselmanöver – ist die Anpassung des bestehenden Tarifs. Anpassen lassen sich beispielsweise die vereinbarten Leistungen. Verzichten Sie auf das, was Sie nicht beanspruchen und schließen Sie es aus. Dazu gehört zum Beispiel die Unterbringung im Einbettzimmer bei Klinikaufenthalten. Oder aber Sie verändern die Staffelung des Krankentagegeldes, was je nach Ausgangslage eine Einsparung von bis zu 25 Prozent bedeuten kann.

In der Praxis vielfach realisiert ist die Erhöhung der Selbstbeteiligung. Hierbei zahlen die Versicherten die Rechnungen bis zur Höhe des vereinbarten Selbstbehalts selbst und reichen erst dann alle weiteren Rechnungen bei der Krankenversicherung ein, die darüber hinausgehen. Hier sollte man vorab sorgfältig kalkulieren, ob sich die Beitragsersparnis im Verhältnis zu dem Risiko möglicher Mehrkosten tatsächlich lohnt. Zu beachten ist auch, dass einmal ausgeschlossene Leistungen nicht ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeiten wieder aufgenommen werden können. Angesichts der Gefahr von Risikozuschlägen sollten Leistungsausschlüsse und Selbstbehalte immer gut überlegt werden.

Bitte vermeiden! Die typischen Fehler nach einer PKV Beitragserhöhung

Bloß nicht! Frustkündigung Ihres Vertrages bei der Barmenia

Wie oben beschrieben, ist eine Kündigung am ehesten für nur sehr kurz bei der Barmenia Versicherte eine Option. Diejenigen Versicherten, die bereits mehr als zehn Jahre bei der Barmenia versichert sind, sollten sehr genau überlegen und die Rauchwolken verziehen lassen. Denn klar ist: Für langjährig Versicherte ist eine Kündigung meist nicht empfehlenswert. Stichworte: (Teilweiser) Verlust der Altersrückstellungen als Spareinlage für die Beiträge im Alter, Wartezeiten bei Zahnstaffeln sowie leistungsfreie Jahre für die Beitragsrückerstattung starten von vorn und schließlich wird die erneute Gesundheitsprüfung nicht selten mit Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen belegt. Unterm Strich wird es für die meisten teurer, auch wenn Lockangebote mit niedrigen Einstiegstarifen erst einmal locken …

Besser nicht! Das erstbeste Tarifwechselangebot der Barmenia annehmen

Versicherte ab dem 55. Lebensjahr erhalten bei PKV Beitragserhöhungen automatisch ein Schreiben mit konkreten Tarifalternativen von ihrem Versicherer. Was auf den ersten Blick nach einer großartigen Serviceleistung aussieht, ist zum einen gesetzlich vorgeschrieben und zum anderen meist nur halbherzig ausgeführt. Denn diese angebotenen Tarifvorschläge enthalten in aller Regel nicht die wirklich besten Tarife für den einzelnen Versicherten. Vielfach wird einfach auf den Standard- oder Basistarif verwiesen oder auf Tarife, die nur durch ungünstige Leistungsausschlüsse so preiswert erscheinen. In dieser unzulänglichen Auswahl wird dann der Interessenskonflikt der Versicherer beim Thema interner Tarifwechsel ganz deutlich.

Auf gar keinen Fall! Den Versicherer auf Rückzahlung verklagen

In der Presse ist zwar zu lesen von „unwirksamen Beitragserhöhungen“ der verschiedensten privaten Krankenversicherungen, aber eine Klagewelle gegen die PKV blieb dennoch aus. Warum? In den meisten Fällen wurden nur formale Fehler in den Schreiben moniert, welche die Versicherer als Information zur PKV Beitragserhöhung an die betroffenen Versicherten herausgaben. Grundsätzlich sind die privaten Krankenversicherer nach strengen Vorgaben dazu berechtigt bzw. sogar dazu verpflichtet, Beitragsanpassungen vorzunehmen. Ein Widerspruch ist aus unserer Erfahrung auch deshalb wenig erfolgversprechend, weil die versicherungsinternen Berechnungen zusätzlich von einem mathematischen Treuhänder und der BaFin als zuständiger Behörde sorgfältig geprüft werden.

Wie läuft eine Beitragsanpassung in der PKV ab?

Es ist ja immer gut, Hintergründe zu kennen. Insbesondere, wenn es um das eigene Portemonnaie geht, das wieder etwas erleichtert wird. Vorweg: Tariferhöhungen und Beitragsanpassungen in der PKV sind keine Frage von Willkür, obwohl man manchmal den Eindruck bekommt. Vielmehr werden die privaten Krankenversicherungen bei diesem Thema streng reguliert. So sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, regelmäßig zu überprüfen, ob die kalkulierten Beiträge in einem Tarif noch mit den tatsächlichen Ausgaben für die Gesundheitsleistungen übereinstimmen.

Für eine Kostenerhöhung gibt der Gesetzgeber klare Schwellenwerte vor. Werden diese überschritten, zieht das eine Prüfung und ggf. Beitragsanpassungen – nach oben und unten – nach sich. Konkret verhält es sich aktuell so: Liegt der Erhöhungsbedarf unter 5 Prozent, darf ein Versicherer die Beiträge zur privaten Krankenversicherung nicht erhöhen. Hat der Bedarf der Erhöhung der Kosten einen Wert zwischen 5 und 10 Prozent, kann die Versicherung die Beiträge erhöhen, muss aber nicht. Erst bei einem Anpassungsbedarf von über 10 Prozent ist der Versicherer dazu verpflichtet, die Beiträge zu erhöhen. Eine Besonderheit gibt es bei der Sterblichkeit, bei der eine Beitragsanpassung bereits ab einer Abweichung von 5 Prozent verpflichtend ist.

Das System mit diesen Schwellenwerten wird durchaus kritisch unter den Krankenversicherern gesehen, weil sie – so gewählt – unweigerlich zu Beitragssprüngen, z. B. Beitragsanpassungen im zweistelligen Bereich führen können. Diese „saftigen“ Tariferhöhungen seien den Versicherten nur schwer zu vermitteln und überstrahlen dann die vielen Jahre ohne Beitragssteigerungen, weshalb sie für niedrigere Werte mit in der Folge niedrigeren Beitragsschritten plädieren.

Für die Versicherten bedeutet dies, dass ein heftiger Beitragsanstieg für eine realistische Einschätzung immer im Schnitt der letzten Jahre betrachtet werden sollte.

Übrigens: Erwirtschaften die Versicherer „Gewinne“ bzw. gibt es überschüssige Einnahmen, müssen diese zugunsten der Versicherten z. B als (eher seltene) Beitragssenkungen verwendet werden.

Die 4 Hauptursachen für steigende PKV Beiträge bei Barmenia & Co.

Für Beitragssteigerungen bei Krankenvollversicherungen sind gleich mehrere Gründe verantwortlich.

Inflation

Die Inflation könnte auch die Überschrift erhalten: Alles wird teurer. Gerade das aktuelle Jahr 2022 verlangt von allen durch die kriegs- und energiepreisbedingt stark angezogene Inflationsrate einen tieferen Griff in die Tasche. Die ursprünglich kalkulierten PKV Beiträge reichen vielfach einfach nicht mehr aus, um die vereinbarten Leistungen zu finanzieren. Die Schwellenwerte für die Beitragserhöhung werden schneller erreicht.

Veränderte Zinsbedingungen (anhaltender Niedrigzins)

Der Niedrigzins zwingt auch die privaten Krankenkassen immer mehr in die Knie, wenn sie statt wie noch vor zehn Jahren mit einer 3,5-Prozent-Verzinsung eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften, angesichts eines anhaltenden Zinsverfalls immer häufiger auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen. Konkreter ausgedrückt sieht es so aus: Pro 0,1 Prozent weniger Verzinsung wird etwa 10 EUR mehr PKV-Beitrag fällig.

Höhere Gesundheitskosten und medizinischer Fortschritt

Was einerseits erfreulich ist, sorgt an anderer Stelle für Unbehagen. Die Erforschung und Entwicklung von neuen Medikamenten, innovativen (Diagnose)Verfahren und High-End medizinischen Geräten rettet Leben. Finanziert werden diese medizinischen Meilensteine, die zu steigenden Gesundheitskosten führen, durch Beitragserhöhungen.

Steigende Lebenserwartung

Der demografische Wandel ist längst Realität und nicht auch zuletzt ein veränderlicher Faktor für die Kalkulation der PKV-Beiträge. Je älter man wird, je kränker ist man und verursacht mehr Kosten für medizinische Leistungen. Während 2001/2003 die Lebenserwartung bei Männern 75,6 Jahre und bei Frauen 81,3 Jahre betrug, lag sie 2019/2021 bereits bei erstaunlichen 78,5 Jahren (Männer) und 83,4 Jahren (Frauen). Die Lebenserwartung hat sich innerhalb von etwa 20 Jahren also um mehr als zwei bis drei Jahre erhöht. Diese Daten werden in Form von regelmäßig aktualisierten Sterbetafeln einzelner Jahrgänge erhoben und von den privaten Krankenversicherern für die Kalkulation der Beiträge herangezogen.

Praxisfall – Barmenia Tarifwechsel!

Kurz vor dem Weihnachtsfest meldete sich Herr Lietz* bei uns. Seit vielen Jahren ist er Versicherter der Barmenia Krankenversicherung. Bis zur magischen 1.000-EUR-Grenze pro Monat ist es bei ihm nicht mehr weit.

Als gut verdienender, beruflich erfolgreicher Manager ist dies für ihn zwar aktuell kein finanzielles Problem. Er machte sich durch die Erhöhungen der letzten Jahre aber schon sorgen, ob er bei der Barmenia gut aufgehoben sei und ob das hier mit rechten Dingen zuginge. Verständlich.

Nach der Beauftragung konnten wir noch vor Jahreswechsel drei passende Tarifalternativen für Herrn Lietz recherchieren. Da die Barmenia immerhin mehr als 200 Tarifkombinationen hat, war das also eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit viel Engagement und Fachwissen hat sich unser Team aus langjährigen Spezialisten mit den heutigen Leistungen des Herrn Lietz auseinandergesetzt und schnell festgestellt, dass eklatante Leistungen fehlten:

  • Keine Leistungen für Anschlussheilbehandlung
  • Keine Leistung für Rehabilitationsmaßnahmen
  • Keine häusliche Krankenpflege
  • Zahnersatz und Implantate nur zu 75 % bis zu 5.200 EUR und im Anschluss 50 %
  • Keine Regelung für Privatkliniken
  • Ambulante Transportkosten nur bei einem Notfall
  • Geschlossener Hilfsmittelkatalog

Um diese Defizite auszugleichen wären einige Änderungen nötig gewesen. Nur die Tarife in der neuen Welt (Unisex) würden diese ausgleichen. Dafür ist aber auch eine Gesundheitsprüfung für den hinzukommenden Teil nötig bei der Barmenia Krankenversicherung. Da Herr Leitz auch mit 64 Jahren noch über eine gute Gesundheit verfügte, entschied er sich für bessere Leistungen. Er wollte es versuchen. So konnten wir im neuen Jahr direkt den „Papierkram“ für ihn vorbereiten und die Tarifoptimierung für ihn abschließen. Das Ergebnis: Nach einigen Verhandlungen realisierten wir für ihn deutlich bessere Leistungen und er sparte auch noch fast 330 EUR.

Unser Fazit:

  • Bessere Leistungen
    • Offener Hilfsmittelkatalog
    • Ambulante Transportkosten auch bei Unfall, Dialyse, Chemotherapie, Strahlentherapie, Gehunfähigkeit und ambulanter Operation
    • Häusliche Krankenpflege
    • Privatklinik mitversichert
    • 80 % Leistungen bei Zahnersatz und Implantaten – aber auf 15.000 EUR pro Jahr begrenzt beim Rechnungsbetrag
    • 100 % für Kuren, Reha und AHB
  • Maximale Ersparnis
    • Alter Beitrag 929,81 EUR
    • Neuer Beitrag 593,34 EUR
    • Ersparnis 336,47 EUR

Herr Leitz hat durch unsere langjährige Erfahrung 4.037,64 EUR im Jahr gespart.

Es geht um Ihr Geld, aber auch um Ihre Gesundheit. Nach einer Beitragserhöhung möchte man günstig und gut versichert bleiben. Um den günstigsten Tarif mit einem vergleichbaren oder sogar besseren Leistungsniveau zu finden, sollten Sie daher Hilfe von Versicherungsexperten in Anspruch nehmen. Wir hören uns Ihre Wünsche und Bedarfe an und beraten Sie unabhängig darüber, wie Sie Ihren PKV-Tarif optimieren können und dabei sparen, ohne dabei auf Leistungen verzichten zu müssen.

Kostenfrei Tarifwechsel prüfen

*Der Name des Kunden wurde zum Schutz seiner Persönlichkeit von der Redaktion pseudonymisiert.

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