Tarifwechsel prüfen

Alte Oldenburger Versicherung erhöht PKV Beiträge 2026

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Anja Glorius
13. Oktober 2025
Alte Oldenburger: Das müssen Sie über die PKV Beitragserhöhung wissen

Obwohl die Alte Oldenburger Krankenversicherungsgruppe 2024 mit ordentlicher Bilanz und solidem Wachstum abgeschlossen hatte und weiterhin als stabiles Unternehmen gilt, haben sie für 2026 Beitragsanpassungen angekündigt. Bereits jetzt liegen einige Daten der Alte Oldenburger private Krankenversicherung für das PKV-Neugeschäft vor. Änderungen für bestehende Verträge, z. B. in alten Bestands- und Bisex-Tarifen, folgen erfahrungsgemäß später. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche PKV-Tarife bei der Alte Oldenburger PKV 2026 voraussichtlich mehr kosten und wie Sie Ihre Beiträge dennoch senken können, lesen Sie gern weiter.

Diese Alte Oldenburger-Tarife im PKV-Neugeschäft werden 2026 teurer

Hinweis: Die Tarifübersicht enthält zur ersten Orientierung Durchschnittswerte. Die Höhe der individuellen Beitragsanpassung kann davon abweichen, weil diese sich nach Alter, Eintrittsjahr und dem gewählten Leistungsumfang richtet. Sobald bekannt, ergänzen wir konkrete Prozentwerte je Alterskohorte.

Vollkostenversicherung private Krankenversicherung

TarifKinderJugendlicheErwachsene

A106

18 %25 %10-11 %

A112

13 %19 %8-9 %

A118

19 %26 %16-18 %

A80/100

6 %2 %3-17 %

A90/100

14 %9 %3-16 %

K20

0 %0 %8-10 %

Z100/80

8 %8 %8-10 %

Z80/60

8 %8 %7-10 %

Stand: 18.11.2025

Warum erhöht die Alte Oldenburger 2026 die PKV-Beiträge?

Für Beitragsanpassungen muss einiges zusammenkommen. Letztlich sind sie eine Folge davon, wenn sogenannte „auslösende Faktoren“ wirken. Mit anderen Worten: Weichen die Kosten im Gesundheitssektor oder die Altersstruktur um bestimmte Werte vom Vorjahr ab, müssen die Beiträge angepasst werden.

Um Leistungen auch in Zukunft zu sichern, sind Beitragsanpassungen regelmäßig notwendig.

Die privaten Krankenversicherungen orientieren sich bei Beitragssteigerungen an gesetzlich vorgegebenen Schwellenwerten zu Sterblichkeit, Leistungsausgaben etc., die jedes Jahr neu festgelegt werden. Jährlich müssen die Versicherer auch alle Tarife prüfen, ob es bei den Faktoren größere Abweichungen gibt. Die Versicherer dürfen entscheiden, ob sie als Schwelle die 10 Prozent als Standard oder die 5 Prozent als reduzierten Grenzwert bei einem Tarif vereinbaren. Der Vorteil der niedrigeren Schwelle ist, dass Beitragsanpassungen in der Regel geringer ausfallen, da schneller auf Abweichungen reagiert werden kann.

Darum kommt es zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung:

  • konstant steigende Lebenserwartung und damit längere Versicherungs- und Leistungsdauern
  • medizinische Inflation (neue Medikamente, innovative Therapien und Forschung)
  • allgemeine Inflation (zum Vergleich: 2024 lagen die Verbraucherpreise um 19,9 % höher als 2019!)
  • niedriges Zinsniveau bzw. Rechnungszins bewirken folglich geringere Kapitalerträge aus den Alterungsrückstellungen

Die folgende Grafik zeigt die Beitragsentwicklung bei der Alte Oldenburger PKV in den letzten Jahren. Man sieht: Die Beiträge steigen zwar kontinuierlich – aber im Vergleich zur GKV nicht so stark. Laut PKV-Verband legten die PKV-Beiträge seit 2005 um durchschnittlich 3,1 Prozent im Jahr zu, während sie bei den gesetzlichen Krankenkassen um 3,8 Prozent stiegen.

Quelle: psponline

Die Auswertung (männlich, Eintrittsalter 39) stellt zwei gängige Kombinationswelten gegenüber: A90/100 + K/S + K20 + K30 + Z100/80 sowie A118 + K30 + Z80/60. Beide Kurven zeigen über mehr als ein Jahrzehnt eine ruhige, überwiegend stetige Entwicklung mit moderaten Stufen; der Anstieg 2025 ist sichtbar, 2026 liegen noch keine Erhöhungsdaten vor.

Im Mehrleistungs-Setup (A90/100-Kombination) liegt das Beitragsniveau erwartungsgemäß höher, verhält sich aber ähnlich stabil wie die günstigere A118-Variante. Über den Zeitraum 2013–2026 ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Veränderung von rund 1,72 % bzw. 1,56 %.

Hinweis: Die Darstellung zeigt Neugeschäftsbeiträge; maßgeblich für das Startjahr ist der Beginn des ersten Tarifs in der Kombination. Bestandsbeiträge können abweichen.

Warum kommt es zu Beitragssprüngen bzw. wie funktioniert der Bündelungseffekt?

  • Der Bündelungseffekt sorgt dafür, dass Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung seltener, aber dann sprunghaft ausfallen können. Beiträge steigen also nicht jedes Jahr ein bisschen, sondern auf einen Schlag deutlich. Das liegt vor allem daran, dass Erhöhungen erst ab bestimmten Schwellenwerten (auslösenden Faktoren) möglich sind und Kostensteigerungen sich über Jahre bündeln, wenn die 5- oder 10-Prozent- Schwellenwerte über mehrere Jahre in Folge knapp verpasst werden.
  • Beispiel Bündelungseffekt PKV: 4 % + 4 % + 6 % ergeben kumuliert rund +14 % Beitragssteigerung im dritten Jahr.

Wann besteht eine Pflicht zur Beitragsanpassung?

  • Liegt der Anpassungsbedarf höher als 10 Prozent (Standard), muss die Alte Oldenburger die Beiträge im betroffenen Tarif erhöhen. Gilt der reduzierte 5-Prozent-Trigger, muss die Alte Oldenburger entsprechend früher Beitragsanpassungen vornehmen, sofern die Abweichungen nicht nur vorübergehend bestehen.

Was können Versicherte bei der Alte Oldenburger PKV jetzt tun?

Steigen die PKV-Beiträge, ist das häufig ein Schock – aber kein Grund zur Panik. Denn: Versicherte haben einige Optionen, wie den Tarif zu wechseln oder zu optimieren oder Leistungen anzupassen. Oft lässt sich so spürbar sparen, ohne auf wichtige Leistungen zu verzichten. Jetzt heißt es: aktiv werden statt zahlen! Abhängig vom gewählten Tarif und dem Versicherer stehen Ihnen dabei unterschiedliche Strategien zur Verfügung.

1) Interner PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG

43 %! So viel sparen Versicherte im Durchschnitt an Beitragskosten, wenn sie sich von KVoptimal.de beraten lassen. Der meist wirksamste Hebel für Beitragseinsparungen ist der interne PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG. Versicherte wechseln dabei einfach in einen anderen Tarif bei der Alte Oldenburger PKV. Beim PKV-Tarifwechsel ergeben sich folgende wichtige Kontinuitätsvorteile:

  • die gesammelten Altersrückstellungen bleiben zu 100 % erhalten
  • eine Gesundheitsprüfung ist nur für mögliche Mehrleistungen erforderlich
  • die Versicherungsdauer besteht weiterhin. Damit bleiben bereits erworbene leistungsfreie Jahre bzw. vertragliche Rechte bestehen
  • für den internen Wechsel ist keine Kündigung nötig – und die Versicherung darf den Antrag nicht einfach ablehnen.

Zwei Fakten sind hier besonders wichtig: Die Altersrückstellungen und die Gesundheitsprüfung. Während die Altersrückstellungen die Beiträge im Alter reduzieren und beim internen Tarifwechsel vollständig mitgenommen werden, verzichten die Versicherer auf eine Wiederholung der Gesundheitsprüfung. Nur bei einem Leistungsupgrade können für Mehrleistungen Zuschläge auferlegt werden.

Wichtig: Um Zuschläge zu vermeiden, können Mehrleistungen meist auch ausgeschlossen werden. Da Leistungskürzungen auch Nachteile haben können, sollte vorab unbedingt nach Must-have- und Nice-to-have-Leistungen priorisiert werden.

Die Vorteile des internen PKV-Tarifwechsels im Überblick

  • Die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten, die Versicherungsdauer und Rechte bestehen weiter wie bisher
  • Ein Wechsel ist jederzeit zum Monatsersten des Folgemonats möglich
  • Bei gleichwertigen Leistungen im neuen Tarif entfällt die Gesundheitsprüfung (bei Mehrleistungen wird auch nur für diese geprüft)
  • Feines Leistungs-Tuning möglich in den Bereichen stationär, ambulant, Zahn, Selbstbehalt etc.
  • Die Beiträge können durchschnittlich um 43 % gesenkt werden – ohne Anbieterwechsel und ohne neue Abschlusskosten 
  • Zugang zu allen Tarifserien, auch zu geschlossenen Alt-Tarifen
  • Versicherte können meist aus allen Tarifserien wählen, also auch aus alten geschlossenen Tarifen
  • Bei einem Wechsel mit KVoptimal.de: Volle Transparenz durch saubere Gegenüberstellung „Alt vs. Neu“ mit klarer Netto-Ersparnis

Ein PKV-Tarifwechsel innerhalb der Alte Oldenburger ist häufig der beste Weg, um Beiträge zu senken und Leistungen sinnvoll zu ordnen.

2) Selbstbehalt anpassen

Auch die Erhöhung des Selbstbehalts ist ein wirksames Mittel, PKV-Beiträge spürbar zu senken. Es funktioniert so, dass Sie zukünftig einen höheren festen Betrag der jährlichen Behandlungskosten selbst zahlen – zum Beispiel 1.000 Euro oder sogar 2.500 Euro. Dafür räumt Ihnen die Versicherung Rabatte auf die Monatsbeiträge ein. Einsparungen in Höhe von bis zu mehreren hundert Euro im Jahr sind möglich. Die neue Höhe des Selbstbehalts sollte so gewählt werden, dass die zu erwartenden Eigenkosten unter der jährlichen Beitragsersparnis liegen – und dass sie stets, also z. B. auch im Krankheitsfall, gut tragbar bleibt.

Wichtig: Ein steigender Selbstbehalt wirkt sich verschieden aus. Zum einen senkt er den PKV-Beitrag und Arbeitgeberzuschuss. Zum anderen werden Selbstbehalte nicht bezuschusst und sind auch – anders als PKV-Beiträge – steuerlich meist nicht absetzbar. 

Vorteile bei der Erhöhung des Selbstbehalts

  • sofortige Beitragssenkung 
  • steuerlich ggf. begünstigt
  • einfache Umsetzung

Unser Tipp: Bevor Sie über die Erhöhung des Selbstbehalts entscheiden:
Lassen Sie sich einfach ein, zwei Szenarien – mit und ohne das Einreichen von Rechnungen – durchrechnen.

3) Leistungen gezielt justieren (Tarifoptimierung)

Viele wissen gar nicht, dass sie beim Leistungsumfang ihrer PKV eine Menge Stellschrauben haben. Leistungen dazu- und abzuwählen, ist ein starker USP der privaten Krankenversicherung. Und er lässt sich einfach nutzen, um Geld zu sparen. Etwa, indem der Versicherungsschutz eng am „Nutzungsprofil“ ausgerichtet wird und verzichtbare Leistungen aus dem Vertrag gekürzt werden. Wer beispielsweise auf die freie Arztwahl, das Einbettzimmer, die Chefarztbehandlung oder Leistungen vom Heilpraktiker gut verzichten kann, reduziert damit die Beiträge. 

Wichtig: Leistungskürzungen ja, aber mit Augenmaß! Bei bestimmten Basics wie Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussheilbehandlung, implantologischen Leistungen beim Zahnersatz, Hospiz- und Palliativleistungen etc. sollte nicht gekürzt werden.

4) Beitragsentlastungstarif (BET) nutzen

Garantiert niedrigere und besser planbare PKV-Beiträge im Alter! Dafür zahlen Versicherte Altersrückstellungen. Ergänzend dazu können sie mit einem Beitragsentlastungstarif (BET) einen weiteren Zusatzbeitrag ansparen, aus dem dann – ähnlich wie bei einer privaten Rücklage – ab einem festgelegten Alter (z. B. ab 65 oder 67) ein monatlicher Zuschuss zur eigentlichen PKV gezahlt wird.

Da BET-Beiträge wie PKV-Beiträge vom Arbeitgeber bis zur Höchstgrenze hälftig bezuschusst werden und sie obendrauf steuerlich absetzbar sind, sind sie für abhängig Beschäftigte besonders lohnend, aber auch für selbstständig Tätige eine gute Option, privat vorzusorgen.

Vorteile des Zusatzbeitrags BET

  • garantierte Entlastung im Rentenalter
  • AG-Zuschuss möglich
  • steuerlich begünstigt als Vorsorgeaufwand

Wichtig: Wählen Sie die BET-Beitragshöhe nicht zu hoch, sondern so, dass sie bequem leistbar ist. Der BET-Vertrag sollte zudem flexible Regeln für Anpassung und Beendigung sowie beim Thema Beitragsbefreiung im Falle von bestimmten Ereignissen vorsehen.

Unser Tipp: Lassen Sie sich als Orientierung einen BET-Tarif inklusive Zuschuss und Steuern im Vergleich zur erwarteten Ruhestandsprämie durchrechnen.

5) Den Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung sorgfältig prüfen

Kündigen und in eine andere PKV wechseln ist auch eine Option – meist aber keine glänzende. Verantwortlich dafür sind der mindestens teilweise Verlust von Altersrückstellungen und die Risiken von Zuschlägen durch die zwingend notwendige vollständige Wiederholung der Gesundheitsprüfung. Die Kündigung der PKV ist – wenn überhaupt – nur für Versicherte mit kurzer Versicherungsdauer denkbar.

Unser Tipp: Bevor Sie kündigen, prüfen Sie zuerst alle Alternativen wie einen internen Tarifwechsel oder die Erhöhung des Selbstbehalts. Bleibt die Kündigung eine Option, sollten Sie unbedingt mindestens zwei bis drei Angebote vergleichen, die auch die Netto-Gesamtkosten, übertragbaren Altersrückstellungen, den Leistungsumfang und die Beitragsstabilität enthalten. Unabhängige Versicherungsexperten können dabei helfen, anonyme Anfragen bei verschiedenen Versicherern zu stellen, um realistische und vergleichbare Beitragshöhen zu ermitteln. 

Möchten Sie Ihre PKV kündigen? Hier ein Musterschreiben

Risiken bei einer Kündigung und einem Wechsel der PKV

  • eine Gesundheitsprüfung kann zu Zuschlägen und Leistungsausschlüssen führen
  • Altersrückstellungen können nur teilweise oder gar nicht mitgenommen werden

6) Beitragserhöhung formal prüfen (lassen)

Die eigenen Versicherungen ausreichend zu kennen, ist gut – sie regelmäßig zu überprüfen, noch besser. Spätestens der Änderungsbescheid mit einer angekündigten Beitragserhöhung sollte ein Anlass sein, den eigenen Versicherungsschutz genau unter die Lupe zu nehmen. Denn: Auch Versicherer machen Fehler. Formfehler können dazu führen, dass Beitragserhöhungen unwirksam sind – mitunter sind Rückerstattungen oder Nachberechnungen möglich. 

Darauf können Sie achten:

  • Die Beitragserhöhung muss durch die Krankenversicherung förmlich und inhaltlich korrekt begründet sein
  • Wurden alle Fristen eingehalten? 
  • Für den Rechtsweg sollte unbedingt eine juristische Vertretung beauftragt werden, um eine berechtigte Rückforderung einzufordern. Da die Kosten eines Prozesses erheblich sein können, ist jedoch sorgfältig zu prüfen, ob sie dem Streitwert gerecht werden.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen vollständig anwaltlich prüfen!

Kostenloser Quick-Check Ihrer privaten Krankenversicherung zur Alte Oldenburger-Beitragserhöhung

Die angekündigten PKV-Beitragsanpassungen bei der Alte Oldenburger sorgen unter den betroffenen Versicherten für Unmut, Frust – und nicht selten zu echten finanziellen Sorgen: Soll ich es hinnehmen, den Tarif wechseln, den Selbstbehalt anpassen oder doch kündigen?

Als Entscheidungshilfe nutzen Sie gern unsere kompakte Checkliste zur Alte Oldenburger Beitragserhöhung.

Checkliste: Alte Oldenburger-Beitragserhöhung – Ihr persönlicher PKV-Quick-Check

So verwenden Sie die PKV-Checkliste

  1. Oben Name, Beitrag (EUR/Monat), Versicherungsdauer (Jahre), Alter eintragen.
  2. Die 9 Aussagen mit Ja/Nein abhaken – bei Bedarf kurze Notizen ergänzen.
  3. Ergebnis prüfen: ≥ 3× „Ja“ → Formular absenden.

Was passiert danach?

  • Wir prüfen Ihre Situation individuell:
    • interne Tarifalternativen (inkl. geschlossener Alt-Tarife),
    • sinnvolle Selbstbehalts-/Leistungsanpassungen,
    • Beitragsentlastungstarif,
    • ggf. externe Angebote (mit Übertragungswert)
    • und die formale Wirksamkeit der Erhöhung.
  • Sie erhalten eine klare Handlungsempfehlung mit Zahlen, Fristen und dem nächsten Schritt.

Unser Tipp: Laden Sie zusätzlich das Erhöhungsschreiben und die letzte Beitragsübersicht Ihrer Krankenversicherung hoch. Das beschleunigt die Prüfung.

FAQ – Alte Oldenburger Beitragserhöhung 2026

Was ist der schnellste Hebel zur Nettosenkung meines Beitrags?

Der interne Tarifwechsel und die Erhöhung des Selbstbehalts sind gute und meist umgehend umsetzbare Strategien, um die PKV-Beiträge zu senken – oder stabil zu halten.

Habe ich bei einer Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht – und welche Fristen gelten?

Ja, bei einer Beitragserhöhung gilt ein Sonderkündigungsrecht. Die Kündigungsfrist beträgt nur zwei Monate ab Bekanntwerden der Änderung – statt der regulären Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres. Die Kündigung wird jedoch nur dann rechtskräftig, wenn eine nahtlose Weiterversicherung nachgewiesen werden kann.

Kann ich prüfen (lassen), ob die Erhöhung formal korrekt ist?

Ja, Formfehler können dazu führen, dass Beitragsanpassungen unwirksam sind. Für die Versicherten heißt es, dass sie Nachberechnungen und Rückerstattungen erwirken können. Dazu lässt man am besten zunächst alle Unterlagen von Fachleuten prüfen. Werden dabei Unstimmigkeiten festgestellt, können weitere Maßnahmen folgen. Ein Rechtsweg ist jedoch meist teuer und die Kosten unverhältnismäßig.

Was kann ich tun, wenn ich die höhere Prämie kurzfristig nicht zahlen kann?

Die Erhöhung des Selbstbehalts, der interne Tarifwechsel oder der Ausschluss von verzichtbaren Leistungen sind gute Strategien, damit die PKV-Beiträge umgehend sinken.  Möglich ist es auch immer, den Versicherer nach einer Stundung der Beiträge zu fragen. Bei größerem Zahlungsrückstand wird auch die PKV reagieren und Versicherte vorübergehend im günstigen Notlagentarif versichern. 

Was bedeutet der Notlagentarif konkret und wie komme ich da wieder raus?

Der Notlagentarif gehört zu den Sozialtarifen, die jede PKV anbieten muss. Die Beiträge sind gering, dafür wird nur eine Art Notversorgung für akute Erkrankungen und Schmerzzustände geboten. Geraten Versicherte in akuten Zahlungsrückstand, werden sie in den Notlagentarif „gesteckt“, bis alle offenen Beitragsrückstände, Säumniszuschläge und Mahnkosten beglichen wurden. 

Muss ich mein Krankentagegeld (KT) überprüfen oder anpassen?

Um eine Unterversicherung zu vermeiden, sollte auch das Krankentagegeld nach einer Beitragsanpassung ggf. angepasst werden.

Gilt die Erhöhung auch für die Pflegepflichtversicherung (PPV)?

Nein. Obwohl ähnliche Ereignisse zu Beitragserhöhungen bei privater Krankenversicherung und Pflegeversicherung führen, wird über mögliche Anpassungen von unterschiedlichen Stellen entschieden.

Reicht es, den Selbstbehalt zu erhöhen – und wann rechnet sich das?

Das ist möglich. Ob jedoch die Erhöhung des Selbstbehalts im individuellen Fall die richtige Strategie ist – und ab welchem Betrag er sich jeweils rechnet, muss immer im Einzelfall betrachtet werden. 

Gibt es Wartezeiten oder Ausschlüsse beim internen Tarifwechsel?

Da beim PKV-Tarifwechsel der Vertrag an sich bestehen bleibt und sich nur Vertragsteile ändern, ändern sich Wartezeiten und bestehende Ausschlüsse nicht. Ausgenommen, die Gesundheitsprüfung, die nur hinsichtlich der zusätzlichen Leistungen im neuen Tarif prüft, ergibt Risikozuschläge, die sich ausschließen lassen. 

Können bestehende Risikozuschläge später reduziert oder gestrichen werden?

Ja, es ist – auf Antrag – ggf. möglich, bestehende Risikozuschläge zu reduzieren oder vollständig zu streichen. Das ist beispielsweise bei überstandenen Rückenleiden vorstellbar.

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