Beitragserhöhung PKV Ottonova 2021

Die private Krankenversicherung Ottonova ist 2017 gestartet, um die Versicherungswelt aufzuwirbeln. Dabei setzte sie vor allem auf digitale Prozesse. Genau genommen ist Ottonova die erste deutsche PKV, die ausschließlich digital agiert. Die Kommunikation und Verwaltung über Apps, mit denen die Rechnungen eingereicht werden können, Online-Terminplaner für Arzttermine, ein Belohnungsprogramm sowie die elektronische Patientenakte sind ein guter Weg, um den Versicherten eine ansprechende Convenience zu bieten, auch indem die Kosten gering gehalten werden. Doch auch eine so junge und dynamische Versicherung wie die Ottonova Krankenversicherung ist vor Beitragsanpassungen nicht gefeit. Ob die Ottonova anpasst und wenn ja, in welchen Tarifen und was man tun kann, um die Beiträge zur PKV zu reduzieren zeigen wir Ihnen in folgendem Artikel.

Beitragsanpassung in der PKV – Was tun?

Im Falle von Beitragsanpassungen haben Sie ganz allgemein betrachtet drei Optionen: höhere Beiträge hinnehmen, kündigen oder in einen anderen, günstigeren Tarif bei der Ottonova wechseln. Fällt die Beitragserhöhung Ihrer Krankenversicherung für Sie im Rahmen aus – zum Vergleich: der Branchendurchschnitt liegt bei rund 3 Prozent – können Sie mit einem Schulterzucken reagieren und sich sagen, dass alles teurer wird. Treffen Sie die höheren PKV-Beiträge finanziell unerwartet und härter, können Sie entweder mit dem Wechsel zu anderen Krankenversicherern reagieren und kündigen oder Sie können Ihr Tarifwechselrecht wahrnehmen.

Ist eine Kündigung der PKV bei Beitragserhöhung sinnvoll?

Änderungen bei der privaten Krankenversicherung sind immer am Einzelfall zu beleuchten und zu entscheiden. Die individuelle Situation und die Bedürfnisse sowie Ansprüche an den eigenen Gesundheitsschutz haben andere Schwerpunkte und brauchen andere Leistungen und Tarife. Eine Faustregel besagt, dass gerade Versicherte, die länger als sieben Jahre bei ihrem Versicherer versichert sind, häufig mit finanziellen Nachteilen aus einer Kündigung und dem Neuvertrag gehen. Schuld daran sind vor allem die Altersrückstellungen, die teilweise oder vollständig mit der Kündigung verlorengehen. Dann verlangt der neue Versicherer im Normalfall eine erneute Gesundheits- bzw. Risikoprüfung, die neue (chronische) Beschwerden und Krankheiten dann mitberücksichtigt, was zu Zuschlägen, Leistungsausschlüssen und im Extremfall sogar zu einer Ablehnung führen kann. Daher ist eine Kündigung trotz einfachem Sonderkündigungsrecht, was Sie mit Beitragssteigerungen automatisch erwerben, sorgfältig abzuwägen. Auch, weil es mit dem Wechsel des Tarifs und dem Verbleiben bei Ihrer Krankenversicherung häufig eine viel naheliegendere Lösung gibt, um Ihre Beiträge gering zu halten.

Welche Tarife von Ottonova werden voraussichtlich teurer ab Januar 2021?

Nicht nur aufgrund ihrer erst kurzen Zeit am Markt, sondern auch für ein Mehr an Transparenz und Übersicht bietet die Ottonova in ihrem Portfolio für die Versicherten ein Tarifsystem aus wenigen Tarifen. Angestellte, Selbstständige, Expats, Beamte und Anwärter können hier klar differenzierte und bedarfsgerechte Tarife finden – auch für die private Zusatzversicherung für Zahnzusatz oder stationäre Behandlung.

Die Ottonova hat in der Pressemitteilung 11.2020 verbindlich erklärt, dass alle Tarife beitragsstabil bleiben im kommenden Jahr. Daher werden folgende Tarife nicht erhöht:

Mehr zu den Tarifen der Ottonova Krankenversicherung:

https://kvoptimal.de/blog/private-krankenversicherung/ottonova-20-tarifbewertung-der-neuen-tarife

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Hilft bei einer Beitragserhöhung der PKV-Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft?

Die klare Antwort lautet: Sehr wahrscheinlich. Der Wechsel des Tarifs innerhalb Ihrer Krankenversicherung PKV ist die aktuell beste Möglichkeit, um auf eine Beitragserhöhung effektiv zu reagieren. Ihr Tarifwechselrecht können Sie in § 204 VVG nachlesen - es gilt bei allen privaten Krankenversicherern. Zunächst gilt es zu prüfen, ob Ihre Versicherung geeignete Tarife zum Wechseln bereithält. Dafür werden die eigenen Wünsche und Vorstellungen berücksichtigt, der bisherige Tarif mit anderen in den Leistungen verglichen. Das können Sie allein bewerkstelligen oder sich angesichts von häufig sehr komplexen Tarifbedingungen Rat vom Profi holen.

Die Versicherungsexperten von KVoptimal.de stellen für Sie fest und rechnen durch, ob sich ein interner PKV Tarifwechsel für Sie lohnt. Nicht selten profitieren Sie hierbei nicht nur von niedrigeren PKV-Beiträgen, sondern auch von umfangreicheren Leistungen, die jüngere Tarife angepasst an den aktuellen medizinischen Stand häufig bieten. Diese besseren Leistungen erkennen allerdings Laien nicht auf den ersten Blick, weshalb es empfehglenswert ist, professionellen Rat einzuholen.

Übrigens ist Ihr Recht auf einen Tarifwechsel nicht daran gebunden, dass Sie mit einer Anpassung konfrontiert werden – sondern gänzlich unabhängig davon. Grundsätzlich empfehlen wir, den eigenen PKV-Vertrag alle fünf Jahre von unabhängigen Versicherungsexperten überprüfen zu lassen.

Die Vorteile eines PKV Tarifwechsels liegen klar auf der Hand: Sie entgehen damit der zunehmenden Überalterung in alten, geschlossenen Tarifen. Sie verlieren keine bisher angesparten Altersrückstellungen oder sonstig erworbenen Rechte, die sonst teilweise oder vollständig an das Tarifkollektiv im alten Tarif gehen – und Sie bleiben bei Ihrem gewohnten Versicherer und vertrauen beim unkomplizierten internen Wechsel auf Profis, die den gesamten Wechselprozess begleiten und Sie individuell beraten. Schließlich erhöhen Sie die Chance auf geringere Beiträge.

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