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Debeka Beitragserhöhung 2023 Beitragsanpassung PKV

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Björn Kotzan
19. September 2022
Debeka Beitragserhöhung 2023 Beitragsanpassung PKV
Debeka Beitragserhöhung 2023 Beitragsanpassung PKV

Die Debeka gilt auf dem Markt der Krankenversicherer nicht nur als einer der größten Anbieter Deutschlands. Die über 4 Millionen Versicherten genießen auch ein überdurchschnittliches Maß an Beitragsstabilität. Dennoch muss die Krankenversicherung wie alle Versicherer auf die wirtschaftlichen und globalen Entwicklungen reagieren. Denn steigende Kosten und eine zu niedrige Verzinsung belasten die Gesundheitssysteme. Dadurch kann es 2023 wieder zu Beitragserhöhungen bei der Debeka PKV kommen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Tarife betroffen sind und wie Sie auf eine Tariferhöhung reagieren können.

Inhalt

Welche Tarife bekommen bei der Debeka PKV 2023 eine Beitragsanpassung, Beitragserhöhung oder Tariferhöhung?

Tendenziell betreffen Beitragsanpassungen die für den Verkauf geschlossenen Tarife der Debeka. Damit erhalten in erster Linie Bestandskunden eine Erhöhung. Möglich ist eine Tarifanpassung des gesamten Vertrages, wenn es sich um einen Kompakttarif handelt. Aber auch einzelne Leistungsbausteine können eine Anpassung erhalten.

Geschlossene Kompakttarife der Debeka PKV

Doch nicht nur geschlossene Tarife können eine Beitragserhöhung 2023 von der Debeka bekommen. Auch offene Tarife, in denen Neukunden versichert sind, werden unter Umständen angepasst.

Wie sicher ist die private Krankenversicherung noch?

Mit den jährlichen Beitragserhöhungen sinkt das Vertrauen gegenüber der privaten Krankenversicherung. Doch auch wenn Privatversicherte in den letzten Jahren höhere Anpassungen tolerieren mussten, können wir sie beruhigen. Denn Tariferhöhungen sind in der PKV völlig normal. Es gibt immer wieder Jahre, in denen höhere Anpassungen notwendig sind. So wie zuletzt. Darauf folgen aber auch Jahre, in denen die Beiträge stabil bleiben oder eine vergleichsweise geringe Erhöhung erhalten. Entscheidend ist, sich die Tarifanpassungen über einen längeren Zeitraum anzusehen. Beträgt die durchschnittliche Beitragserhöhung etwa 3,5%, entspricht sie auch dem allgemeinen Durchschnitt. Und die PKV entwickelt sich wie erwartet.

Auch wird die private Krankenversicherung durch verschiedene Sicherungsmechanismen gestützt, die im Alter finanziell Abhilfe schaffen und bei steigenden Beiträgen genutzt werden können:

Unser Fazit: Auf Jahre mit hohen Beitragsanpassungen folgen in der Regel Jahre, in denen die Prämien stabil bleiben oder nur leicht erhöht werden. Liegt die durchschnittliche Anpassung bei etwa 3,5% im Jahr (über eine lange Laufzeit), entwickelt sich die PKV wie erwartet und es besteht kein Grund zur Sorge. Darüber hinaus wird die private Krankenversicherung von verschiedenen Sicherungsmechanismen getragen, die Ihnen im Alter oder bei steigenden Beiträgen zugutekommen.

Haben Sie noch Fragen?

Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern. Jetzt kostenfrei informieren.

Wieso kommt es zu Tarifanpassungen bei der Debeka?

Wie alle Versicherer auf dem Markt steht auch die Debeka den Problemen der Gesundheitssysteme gegenüber:

  • Mit der guten medizinischen Versorgung, der sozialen Entwicklung und den verbesserten Arbeitsbedingungen werden die Menschen in Deutschland immer älter. Folglich nehmen sie länger Leistungen in Anspruch.
  • Die Kosten für die Gesundheitsversorgung steigen aufgrund von explodierenden Energiepreisen, höheren Aufwendungen für Materialien und Equipment sowie der Notwendigkeit, Löhne anzuheben, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
  • Moderne und innovative Behandlungsmethoden können viele Leiden heilen. Doch gehen damit auch erhebliche Mehrkosten einher.
  • Altersrückstellungen wurden früher mit 3,5% verzinst. Heute erhalten die Versicherer nur noch 1% Zinsen.

Diese Faktoren wirken sich maßgeblich auf die Prämienerhöhungen aus. Denn die privaten Krankenversicherer müssen jedes Jahr unter den neuen Gegebenheiten ihre Beiträge kalkulieren. Ergibt sich dabei eine Abweichung von mehr als 10%, sind sie seitens des Gesetzgebers zu Beitragserhöhungen verpflichtet.

Davon raten wir Ihnen bei einer Tariferhöhung ab!

Eine Beitragserhöhung ist ärgerlich. Dennoch sollten Sie aufgrund dessen keine übereilten Entscheidungen treffen. Denn viele Privatversicherte neigen dazu, eine unüberlegte Frustkündigung gegenüber ihrer PKV auszusprechen. Was im ersten Moment richtig erscheinen mag, kann für Sie finanziell fatale Folgen haben.

Denn kündigen Sie Ihre private Krankenversicherung, verlieren Sie nicht nur einen Großteil der Altersrückstellungen, was die Prämie im Alter teurer macht. Sie müssen bei Neuabschluss auch Gesundheitsfragen beantworten. Leiden Sie an schweren Vorerkrankungen, darf Ihr neuer Versicherer einen teuren Risikozuschlag verlangen. Oder sogar Leistungen ausschließen bis hin zur Ablehnung der Antrags. Letzteres führt dazu, dass Sie den gewünschten Versicherungsschutz nicht bekommen.

Haben Sie Ihre PKV bei der Debeka gekündigt, gehen Ihre versicherten Leistungen unwiderruflich verloren. Und damit all die Vorzüge der privaten Krankenversicherung. Nimmt der neue Versicherer den Antrag nicht wie erhofft an, riskieren Sie einen schlechteren Versicherungsschutz. Daher sollten Sie eine Kündigung erst dann aussprechen, wenn ein anderer Versicherer den Vertrag zu den von Ihnen vorgesehenen Konditionen angenommen hat. Und auch dann nur unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie sind nicht älter als 50 Jahre
  • Ihr Vertrag bei der Debeka besteht seit maximal 10 Jahren
  • Ein Tarifwechsel bringt nicht den gewünschten Erfolg

Neben der Frustkündigung raten wir Ihnen auch davon ab, den fadenscheinigen Angeboten von Anwälten aus dem Internet zu vertrauen und Ihren Krankenversicherer auf Beitragsrückzahlung zu verklagen. Die meisten dieser Klagen laufen ins Leere, sind dabei aber äußerst kosten- und zeitintensiv.

Diese Möglichkeiten haben Sie, wenn Ihre PKV die Beiträge erhöht

Die Kündigung Ihrer PKV ist nicht die einzige Möglichkeit, um auf eine Beitragsanpassung bei der Debeka für 2023 zu reagieren. Sie haben immer die Option, Leistungen auszuschließen oder den Selbstbehalt zu erhöhen, um die Prämie zu senken. Letzteres kann vor allem für Selbstständige sinnvoll sein, die sowieso die Beitragsrückerstattungen des Versicherers nutzen und Rechnungen selbst bezahlen.

Die meist beste Möglichkeit ist aber der interne Tarifwechsel. Dieser Schritt steht Ihnen nicht nur trotz Vorerkrankungen offen. Sie können sogar den Beitrag deutlich senken und Ihr Leistungsniveau dabei erhalten! Darüber hinaus bleiben Ihre Altersrückstellungen bestehen. Ein PKV-Tarifwechsel nach §204 VVG punktet mit vielen Vorteilen:

  • Keine Gesundheitsprüfung, wenn der neue Vertrag keine Leistungsverbesserung beinhaltet
  • Altersrückstellungen gehen nicht verloren
  • Beitragssenkung um bis zu 42% möglich
  • Leistungsniveau lässt sich erhalten

Wir empfehlen unseren Kunden vor einer Kündigung immer zuerst den internen Tarifwechsel zu prüfen, der im direkten Vergleich mit einem Neuabschluss überzeugt:

Kündigung der PKV und Neuabschluss Tarifwechsel bei der Debeka
Potenziell günstigere PrämieVerzicht auf Gesundheitsprüfung und Erhalt der Altersrückstellungen
Aktuellerer Vertrag kann bessere Leistungen beinhaltenKeine Wartezeiten und keine Leistungseinschränkungen bei gleichbleibendem Versicherungsschutz
Altersrückstellungen gehen verloren – Prämie wird im Alter teurerBeratung durch einen Experten notwendig, um die passende Alternative zu finden
Wartezeiten, Leistungseinschränkungen sowie Gesundheitsprüfung bei NeuabschlussUnter Umständen lange Bearbeitungszeit durch Verzögerungstaktik der Versicherungsgesellschaften

Beitragsanpassungen bei der Debeka Krankenversicherung in den letzten Jahren:

Debeka mit PKV Beitragserhöhungen 2020 (kvoptimal.de)

Beitragserhöhung Debeka PKV 2021 (kvoptimal.de)

PKV Beitragserhöhung Debeka 2022 (kvoptimal.de)

Versicherer Beitragserhöhung zum Typ und Bezug KVoptimal.de informiert
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