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Die Württembergische Versicherung erhöht PKV Beiträge 2026

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Anja Glorius
10. November 2025
Württembergische Krankenversicherung: Das müssen Sie über die PKV Beitragserhöhung wissen

Der Krankenhausbereich sowie Arzneimittel sind wichtige Posten, die die Ausgaben für die medizinische Versorgung in Deutschland aktuell immer teurer werden lassen. Die Folge: Der Gesundheitsschutz und die Krankenversicherung kosten mehr. 2026 werden mehr als die Hälfte der Privatversicherten (rund 60 Prozent) mit höheren Beiträgen rechnen müssen. Durchschnittlich zahlen sie ab Januar um 13 Prozent höhere Beiträge. Was Versicherte der Württembergische private Krankenversicherung hinsichtlich Beitragssteigerungen 2026 erwartet, lesen Sie hier. Wenn Sie noch etwas weiter lesen, erfahren Sie auch, welche guten Spar-Optionen Sie jetzt haben.

Diese Württembergische-Tarife im PKV-Neugeschäft werden 2026 teurer

Hinweis: Die fortlaufend aktualisierte Tarifübersicht soll es Ihnen erleichtern, die aktuelle Beitragserhöhung bei der Württembergische besser einzuordnen. Ihre individuelle Prämienhöhe kann von den Durchschnittswerten abweichen, da Ihr Alter, Eintrittsjahr und der gewählte Leistungsumfang Einfluss nehmen. 

Die Württembergische BAP 2026 Neugeschäft (Vollkostenversicherung - Angestellte, Selbstständige & Freiberufler)

TarifKindJugendl.Erwachsene

A1H_0

15 %15 %10 %
10 %11 %4-5 %
14 %14 %8-9 %
12 %12 %6-7 %
15 %15 %11 %
10 %10 %6-7 %
14 %14 %9-10 %
12 %12 %7-8 %
15 %15 %13-15 %
5 %5 %-2 bis +2 %
11 %11 %7-10 %
8 %8 %2-5 %
15 %15 %13-16 %
5 %5 %-1 bis +2 %
12 %12 %8-11 %
8 %8 %2-6 %
GU 1200
0 %0 %13-16 %
GU 600
0 %0 %11-14 %
0 %0 %9 %
0 %0 %12 %
0 %0 %12-13 %
15 %15 %0-4 %
14 %14 %2-6 %

Tarif mit A sind ambulant, mit S stationär und Z dental.
Stand: 07.11.2025

Warum erhöht die Württembergische 2026 die PKV-Beiträge?

Beitragsanpassungen bei der privaten Krankenversicherung folgen nicht aus reinen Gewinninteressen der Unternehmen. Wenn Beiträge steigen, ist die Einnahmen-Ausgaben-Situation in den betreffenden Tarifen nicht mehr ausreichend ausbalanciert. Das kommt dann vor, wenn die Lebenserwartung sich stärker verändert – die Versicherten also deutlich älter werden – und auch dann, wenn Leistungsausgaben für die medizinische Versorgung unvorhersehbar stark steigen. Da diese beiden Faktoren so entscheidend sind, werden sie auch als auslösende Faktoren bezeichnet.

PKV-Beiträge können nur erhöht werden, wenn die Ausgaben dauerhaft von den Einnahmen bzw. die Lebenserwartung in bestimmtem Maße von der ursprünglichen Kalkulation abweichen.

Zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung kommt es …

  • … wegen gestiegener Fallzahlen und höherer Behandlungskosten (2024 stiegen die Krankenversicherungsleistungen um 10,5 % auf 39,4 Millionen!).
  • … wegen einer konstant steigenden Lebenserwartung (und damit längeren Versicherungs- und Leistungsdauern).
  • … wegen der medizinischen Inflation (neue Medikamente, innovative Therapien, Investitionen in Forschung etc.).
  • … wegen der allgemeinen Inflation (zum Vergleich: 2024 lagen die Verbraucherpreise um 19,9 % höher als noch 2019!).
  • … wegen des niedrigen Zinsniveaus bzw. Rechnungszinses, die zu geringeren Kapitalerträgen aus den Alterungsrückstellungen führen.

Wie haben sich die PKV-Beiträge bei der Württembergische in den letzten Jahren entwickelt? Analog zur gesamten Branche steigen die Beiträge auch bei Die Württembergische weitgehend linear an. Dabei liegt laut PKV-Verband die Steigerungsrate seit 2005 bei den privaten Krankenversicherungen um einiges niedriger (3,1 %) als bei den gesetzlichen (3,8 %).

Quelle: psponline

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Neugeschäftsbeiträge der Württembergischen über die Jahre 2021 bis 2026 – bezogen auf zwei Tarifkombinationen und ein Eintrittsalter von 40 Jahren (männlich). Wir haben einmal eine Kombination von Hochleistungstarifen für Angestellte und Unternehmer mit einem hohen Anspruch an Leistungen und einmal einen Grundtarif mit hoher Selbstbeteiligung für Selbstständige, denen der günstige Preis wichtig ist, dargestellt.

Wie bei den meisten PKV-Versicherern entwickelte sich der Hochleistungstarif stabiler, ist aber auch doppelt so teuer. Der Einsteigerschutz hat zwar eine höhere Anpassung in % erhalten, die Ersparnis gegenüber dem Tarif mit TOP-Leistungen ist jedoch in der Schau ähnlich hoch.

Die dargestellten Werte sind Neugeschäftsbeiträge, geben aber eine gute Orientierung, wie sich die Tarife im Marktumfeld entwickeln und wie stabil die Kalkulation der Gesellschaft ist. Für Bestandskunden bedeutet das: Auch dort sind ähnliche Trends zu erwarten, jedoch immer abhängig vom jeweiligen Tarifjahrgang.

Warum kommt es zu Beitragssprüngen bzw. wie funktioniert der Bündelungseffekt?

  • Besonders hart trifft es viele dann, wenn die Beitragssteigerung deutlich im zweistelligen Bereich ausfällt. Im Durchschnitt steigen die Beiträge 2026 immerhin um 13 Prozent – teilweise höher. Solche Beitragssprünge treten dann auf, wenn die Anpassung mehrere Jahre verschoben wurde. Versicherungen dürfen ihre Beiträge nicht immer anpassen, sondern nur, wenn bestimmte Schwellenwerte übertroffen werden. Nur, wenn die Lebenserwartung oder die Leistungsausgaben (= auslösende Faktoren) um mehr als 10 Prozent ansteigen, müssen Versicherer reagieren und die Beiträge in den betreffenden Tarifen erhöhen. Liegt die Anpassungshöhe knapp darunter, also bei 7, 8  oder 9 Prozent, darf der Versicherer die Erhöhungsrunde aussetzen. Werden dann diese „ausgefallenen“ Jahre irgendwann gebündelt nachgeholt, kommt es zu Beitragssprüngen.
  • Beispiel Bündelungseffekt PKV: 

7 % + 9 % + 11 % (Kostensteigerung oder Abweichung von der Sterbewahrscheinlichkeit) = +27 % Beitragssteigerung im dritten Jahr

Wann besteht eine Pflicht zur Beitragsanpassung?

Hier gibt es zwei Grenzen zu beachten. Werden die tatsächlichen Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeiten dauerhaft um mehr als den gesetzlich festgelegten Schwellenwert von 10 Prozent übertroffen, müssen die Beiträge erhöht werden. Die Württembergische kann allerdings auch den reduzierten 5-%-Trigger anwenden und früher auf Abweichungen reagieren. Das hat den Vorteil, dass Beitragssprünge eher vermieden werden können. Nachteilig kann sich auswirken, dass häufigere Beitragsanpassungen wahrscheinlich sind.

Was können Württembergische-Versicherte jetzt tun?

Beitragserhöhungen sind nervig, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Um aktiv zu werden, bieten sich gleich mehrere Strategien an.

1) Interner PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG

Der interne PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG hat das größte Sparpotential, ist verbraucherfreundlich geregelt – und immer noch kennen ihn zu wenig Versicherte. Für einen PKV-Tarifwechsel sucht man nach einer passenden, günstigeren Alternative bei Die Württembergische. Das hat durchaus Aussicht auf Erfolg, da private Krankenversicherungen immer wieder neue Tarife auf den Markt bringen. Ein Wechsel ist in der Regel zum Folgemonat möglich – ohne, großen Verwaltungsaufwand, ohne Verlust der Altersrückstellungen und ohne, dass Sie auf gewohnte Leistungen verzichten müssen.

Beim PKV-Tarifwechsel ergeben sich folgende Kontinuitätsvorteile:

  • die wertvollen Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten
  • eine Gesundheitsprüfung entfällt bzw. kann für zusätzliche Leistungen erforderlich sein, die der neue Tarif ggf. bietet
  • bereits erworbene leistungsfreie Jahre bzw. vertragliche Rechte (z. B. Wartezeiten) gelten weiterhin
  • es ist keine Kündigung nötig – und der Versicherer darf den Antrag nicht einfach ablehnen. 

Wichtig: Das Risiko einer Gesundheitsprüfung besteht darin, dass diese teure Zuschläge für mittlerweile erworbene Erkrankungen ergeben kann. Diese Kosten lassen sich unter Umständen vermeiden, wenn bestimmte Mehrleistungen, die verzichtbar sind, von vornherein ausgeschlossen werden. Hilfreich ist es, hier für sich zu priorisieren, welche Leistungen must-have und welche nice-to-have sind. Eine fachliche Beratung unterstützt Sie bei Ihrer Entscheidung und einem optimalen Ergebnis. 

Die Vorteile des internen PKV-Tarifwechsels im Überblick

  • Die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten, die Versicherungsdauer und Rechte bestehen im Regelfall wie bisher
  • Bei gleichwertigen Leistungen im neuen Tarif entfällt die Gesundheitsprüfung (bei Mehrleistungen wird auch nur für diese geprüft)
  • Versicherte können meist aus allen Tarifserien wählen, also auch aus alten, geschlossenen Tarifen
  • Die PKV-Beiträge können durchschnittlich um 43 % gesenkt werden – ohne Anbieterwechsel und ohne neue Abschlusskosten 
  • Ein Wechsel ist jederzeit zum Ersten des Folgemonats möglich
  • Es ist feines Leistungs-Tuning möglich in den Bereichen stationär, ambulant, Zahn, aber auch beim Selbstbehalt etc.
  • Bei einem internen Wechsel mit KVoptimal.de: Volle Transparenz mit klarer Netto-Ersparnis durch saubere Gegenüberstellung „Alt vs. Neu“ 

Ein PKV-Tarifwechsel innerhalb von Die Württembergische bietet das größte Einsparpotential. Nutzen Sie die Chance, bei dieser Gelegenheit, Ihre Leistungen sinnvoll zu ordnen.

2) Selbstbehalt anpassen

Wer bereit und finanziell entsprechend aufgestellt ist, einen höheren Eigenanteil zu zahlen, kann auf diese Weise PKV-Beiträge einsparen. Die Erhöhung des Selbstbehalts eignet sich vor allem für Versicherte, die bisher nur selten medizinische Leistungen in Anspruch genommen haben. 

Ein Selbstbehalt lohnt sich immer dann, wenn die Summe der zu erwartenden Eigenkosten die jährliche Beitragsersparnis nicht übertrifft.

Wichtig: Die neue Selbstbehaltshöhe sollte auch im Krankheitsfall stets leistbar sein. Außerdem müssen Sie beachten, dass Selbstbehalte mit den Beitragsrabatten auch die individuell steuerlich absetzbaren Beitragskosten senken. Und schließlich: Der Selbstbehalt selbst kann weder steuerlich angebracht werden noch beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten. 

Vorteile bei der Erhöhung des Selbstbehalts

  • einfache Umsetzung meist zum Ende des Versicherungsjahres, u. U. auch unterjährig
  • sofortige Beitragssenkung 

Unser Tipp: Holen Sie immer mehrere Angebote mit verschiedenen Selbstbehaltvarianten ein – mit und ohne das Einreichen von Rechnungen!

3) Leistungen gezielt justieren (Tarifoptimierung)

Versicherungsverträge enthalten oft Leistungen, auf die man weniger Wert legt und die eigentlich verzichtbar sind. Wer bereit ist, ausgewählte und leicht verschmerzbare Leistungen zu streichen, kann Beitragskosten sparen. Vorstellbar wäre das beispielsweise bei Leistungen wie Einzelzimmer, Chefarztbehandlung, freier Arztwahl oder Heilpraktikerleistungen

Wichtig: Objektiv jedoch nicht verzichtbar sind Basisleistungen in den Bereichen Rehabilitation, Anschlussheilbehandlung, Hospiz, Palliativpflege, Psychotherapie oder Zahnersatz. Diese besonders teuren Leistungen können im Krankheitsfall zur Kostenfalle werden. 

4) Beitragsentlastungstarif (BET) nutzen

Der Beitragsentlastungstarif (BET) ist eine interessante Option für planbare und stabile PKV-Beiträge im Alter. Ganz ähnlich wie bei den Altersrückstellungen bilden Versicherte darin bis zur Rente einen gewissen Kapitalstock, der später als fester monatlicher Zuschuss die PKV-Beiträge garantiert senkt. Das Beste: Sowohl Arbeitgeber als auch der Staat beteiligen sich: erstere mit einem hälftigen Zuschuss und das Finanzamt mit der Anerkennung als absetzbare Kosten.

Vorteile des Zusatzbeitrags BET

  • garantierte Entlastung im Rentenalter
  • steuerlich begünstigt
  • AG-Zuschuss möglich

Wichtig: Zeitgemäße Tarifbedingungen sehen beim Beitragsentlastungstarif bei den Themen Anpassung und Beendigung sowie bei der Beitragsbefreiung flexible Regelungen vor.

Unser Tipp: Holen Sie immer mehrere Angebote mit unterschiedlichen Ruhestandsprämien ein, die jeweils Zuschüsse und Steuern berücksichtigen.

5) Den Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung sorgfältig prüfen

Dann eben kündigen und woanders günstiger versichern! Was im ersten Moment vielleicht etwas Zufriedenheit bringt, zahlt sich in den meisten Fällen tatsächlich nicht aus – im Gegenteil. Die Kündigung der PKV wirkt sich fast immer finanziell negativ aus. Zum einen, weil die Versicherten mindestens einen Teil ihrer Altersrückstellungen verlieren. Zum anderen, weil sie das Risiko einer erneuten Gesundheitsprüfung eingehen. Stellt der neue Versicherer altersbedingt nun mehr gesundheitliche Risikofaktoren fest, die es zu versichern gibt, kann es teurer statt günstiger werden.

Hinweis: Es gilt die Kündigung zu vermeiden und unbedingt erst alle Alternativen zu prüfen: ein interner Tarifwechsel oder eine Tarifoptimierung sind verlässlichere Optionen, um Beitragskosten stabil zu halten oder zu senken. Ansonsten ist es bei der Suche nach einem neuen Anbieter ratsam, mehrere Tarifangebote einzuholen. Als hilfreiche Kennzahlen zum Vergleich bieten sich die Leistungsmerkmale, Netto-Gesamtkosten, der Übertragungswert (Altersrückstellungen) und die wirtschaftliche Stabilität des Versicherungsunternehmens an.

Möchten Sie Ihre PKV kündigen? Hier ein Musterschreiben

Risiken bei Kündigung und Wechsel der PKV

  • Altersrückstellungen bleiben nur anteilig erhalten oder können im schlechtesten Fall (bei älteren Verträgen) gar nicht mitgenommen werden
  • die zwingende Wiederholung der Gesundheitsprüfung kann zu teuren Zuschlägen und Leistungsausschlüssen führen

6) Erhöhung formal prüfen

Es kann sich lohnen, den Änderungsbescheid mit der neuen Beitragshöhe zu prüfen. Fehler bei Fristen, Begründungspflichten, Formulierungen und sonstige Unstimmigkeiten können Bescheide unwirksam machen. Die Unterstützung von Versicherungsprofis bringt Klarheit und kann Basis sein, um rechtliche Mittel gegen den Beitragsbescheid zu prüfen bzw. einzuleiten.

Darauf können Sie achten:

  • Wurden alle Fristen eingehalten? 
  • Die Beitragserhöhung muss durch die PKV förmlich und inhaltlich korrekt begründet sein
  • Für den Rechtsweg sollte unbedingt eine juristische Vertretung beauftragt werden, um eine berechtigte Rückforderung einzufordern. 

Hinweis: Der Rechtsweg ist teuer und sollte in einem guten Verhältnis zur angestrebten Rückerstattung stehen.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen von ungebundener, fachlicher Seite vollständig prüfen!

Kostenloser Quick-Check Ihrer privaten Krankenversicherung zur Württembergische-Beitragserhöhung

Die angekündigte PKV-Beitragsanpassung für Januar 2026 bei Die Württembergische betrifft – und verunsichert – viele: Soll ich die höheren Beiträge einfach hinnehmen, intern wechseln, den Selbstbehalt oder Leistungsumfang anpassen oder doch schnell kündigen?

Als gute Entscheidungshilfe nutzen Sie gern unsere Checkliste zur Württembergische Beitragserhöhung 2026.

Checkliste: Württembergische-Beitragserhöhung – Ihr persönlicher PKV-Quick-Check

So verwenden Sie die PKV-Checkliste

  1. Oben Name, Beitrag (EUR/Monat), Versicherungsdauer (Jahre), Alter eintragen.
  2. Die 9 Aussagen mit Ja/Nein abhaken – bei Bedarf kurze Notizen ergänzen.
  3. Ergebnis prüfen: ≥ 3× „Ja“ → Formular absenden.

Was passiert danach?

  • Wir prüfen Ihre Situation individuell:
    • interne Tarifalternativen (inkl. geschlossener Alt-Tarife),
    • sinnvolle Selbstbehalts-/Leistungsanpassungen,
    • Beitragsentlastungstarif,
    • ggf. externe Angebote (mit Übertragungswert)
    • und die formale Wirksamkeit der Erhöhung.
  • Sie erhalten eine klare Handlungsempfehlung mit Zahlen, Fristen und dem nächsten Schritt.

Unser Tipp: Laden Sie zusätzlich das aktuelle Erhöhungsschreiben und die letzte Beitragsübersicht Ihrer privaten Krankenversicherung hoch. Das beschleunigt die Prüfung.

FAQ Württembergische Beitragserhöhung 2026 

Kann ich intern wechseln – auch ohne Gesundheitsprüfung?

Die privaten Krankenversicherungen verzichten beim internen Tarifwechsel § 204 VVG in der Regel auf eine Gesundheitsprüfung, wenn der neue Tarif keine zusätzlichen Leistungen bietet.

Wie wirken sich Anpassungen bei allen Beihilfeberechtigten aus?

Beitragsanpassungen beim PKV-Tarif wirken sich nicht auf die Höhe des Beihilfesatzes aus – die Fürsorgeleistung des Dienstherren übernimmt weiterhin den festen prozentualen Kostenzuschuss zu anfallenden Krankheitskosten. Steigt der PKV-Beitrag beispielsweise um 10 Prozent, erhöht sich nur die PKV-Prämie entsprechend, die die Beihilfeberechtigten sowieso allein tragen. Die Höhe des Beihilfeanteils bleibt unverändert.

Bleibt der Arbeitgeberzuschuss nach einem Tarifwechsel erhalten?

Der Arbeitgeberzuschuss zu den PKV-Beiträgen bleibt auch nach einem internen Tarifwechsel erhalten. Voraussichtlich ist der neue Beitrag niedriger, weshalb auch der Zuschuss entsprechend sinken wird. Sollte die PKV-Prämie nach einiger Zeit steigen, erhöht sich der Arbeitgeberzuschuss. Nach oben ist er auf den Höchstzuschuss gedeckelt, der 2026 auf 496,97 Euro pro Monat steigt.

Welche Leistungen sollte ich trotz Sparwunsch nicht antasten (Must-haves)?

Moderate Leistungskürzungen sind ein probates Mittel, um die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zu reduzieren bzw. stabil zu halten. Es gibt jedoch Grenzen beim Sparwunsch. Bei bestimmten Basisleistungen wie Zahnersatz, Rücktransporten im Krankheitsfall bei Auslandsreisen, Hospiz- und Palliativleistungen, Rehabilitationsmaßnahmen, Psychotherapie sowie Anschlussheilbehandlungen sollte nicht gekürzt werden. 

Muss ich mein Krankentagegeld (KT) überprüfen oder anpassen?

Wer das Krankentagegeld nicht regelmäßig an das Gehalt oder einen geänderten Lebensstandard anpasst, dem bzw. der droht eine Unterversicherung. Dazu gehört auch, zu prüfen, ob das Krankentagegeld mit der aktuellen Beitragsanpassung bei der privaten Krankenversicherung noch Schritt hält. Eine Beitragserhöhung kann nämlich dazu führen, dass Ihr Krankentagegeld nicht mehr ausreicht, um Ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Am einfachsten können Sie das gewährleisten, wenn der Krankentagegeldtarif bereits eine Beitragsdynamik einschließt. Diese sieht automatisch eine regelmäßige Anpassung an die allgemeine Einkommensentwicklung vor.

Was ist der schnellste Hebel zur Nettosenkung meines Beitrags?

Der interne Tarifwechsel und die Erhöhung des Selbstbehalts bieten die größten Einsparpotentiale. Der PKV-Tarifwechsel ist immer zum Ersten des Folgemonats möglich, eine Änderung des Selbstbehalts ist in der Regel immer zum Ende des Versicherungsjahres bzw. flexibler mit einem internen Tarifwechsel machbar.

Gibt es eine Frist oder ein Zeitfenster speziell für den internen Tarifwechsel?

Der interne PKV-Tarifwechsel ist immer zum Ersten des Folgemonats realisierbar.

Wie gehe ich konkret vor, damit bei der Reaktion auf die PKV-Erhöhung nichts schiefgeht?

1. Fristen prüfen (Sonderkündigungsrecht)
2. Schreiben formal prüfen (Formfehler?) und ggf. rechtliche Mittel wählen
3. Wege prüfen, um Beiträge zu senken: interner Tarifwechsel, Selbstbehalt erhöhen, Tarifoptimierung etc.
4. optional: professionelle Beratung einholen, um die geeignete Strategie zu finden

Wie ist das steuerlich – welche Beiträge kann ich absetzen?

Sie können Ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen. Absetzbar sind Leistungen, die der Basisabsicherung entsprechen, also weitgehend den Leistungen, die auch die gesetzliche Krankenversicherung bietet. Versicherte Bereiche wie Chefarztbehandlung, Heilpraktikerleistungen oder das Einbettzimmer sind beispielsweise nicht enthalten. weshalb dieser Teil der Versicherung entsprechend nicht angebracht werden kann. Sie müssen allerdings nicht groß rechnen: Die Württembergische stellt Ihnen eine Jahresbescheinigung aus, aus der ersichtlich wird, welche Teile der Beiträge steuerlich geltend gemacht werden können.

Was passiert mit meinen Alterungsrückstellungen bei internem bzw. externem Wechsel?

Die Altersrückstellungen sind wertvoll. Wie wertvoll, zeigt sich oft erst, wenn Versicherte überlegen, ihre PKV zu kündigen und die Anbieterin zu wechseln. Während Versicherte beim internen Tarifwechsel ihre Altersrückstellungen vollständig mitnehmen, folgt der Versicherungswechsel anderen Spielregeln: Wer kündigt, muss damit rechnen, dass mindestens ein Teil der Altersrückstellungen beim alten Versicherer bleibt. 

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Wir prüfen gern Ihre Württembergische-Beitragserhöhung und zeigen Ihnen konkrete und nachhaltige Tarifalternativen für einen Wechsel ohne Verlust Ihrer Alterungsrückstellungen in einen Tarif mit mindestens gleichwertigem Leistungsniveau und spürbarerer finanzieller Entlastung. Jetzt Unterlagen hochladen und Rückruftermin vereinbaren!

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