Gothaer Krankenversicherung plant PKV-Beitragserhöhung für 2019

Die Gothaer Krankenversicherung gehört mit aktuell rund 145.000 Vollversicherten zu den größten PKV-Anbietern in Deutschland. Ausgerechnet die beliebtesten PKV-Tarife erhalten voraussichtlich zum Jahreswechsel eine Beitragserhöhung. Die ersten Informationen zur Gothaer Beitragsanpassung 2019.

 

Welche Tarife bei der Gothaer sind nach aktuellem Stand betroffen?

Bisher sind voraussichtlich die Unisextarife MAX1, MediVita250 und Medivita500 betroffen. Zusätzlich der Basistarif BTN0U. Die Tarifreihen MAX2 und MediStart sind voraussichtlich nicht betroffen. Die Ankündigung einer Beitragserhöhung ist noch nicht vom Treuhänder genehmigt. Deshalb kann auch nicht zuverlässig gesagt werden, wie die einzelnen Altersgruppen angepasst werden. Der MAX1 und der Medivita500 werden für Kinder und Jugendliche ca. 3% bis 5% teurer.  Für Erwachsene werden die Neugeschäftsbeiträge um ca. 10% bis 13% angehoben. Für Bisexkunden und Bestandskunden gibt es noch keine Werte. Nehmen wir eine durchschnittliche Inflation von 1,7% jährlich an, kann sich die Beitragsentwicklung sehen lassen:

Beitragsentwicklung Neukundenkonditionen
Beitragsentwicklung Neukundenkonditionen

 

Wann wird die Gothaer zur Beitragserhöhungen informieren?

In der Regel werden die Schreiben zur Beitragserhöhungen Anfang November versendet. Zu diesem Zeitpunkt wird die Beitragserhöhung vom Treuhänder genehmigt sein.

 

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Warum entstehen Beitragserhöhungen?

Die privaten Versicherer kalkulieren PKV-Tarife nach festen Vorgaben. Ändern sich die geplanten Annahmen, steigen (oder sinken) die Beiträge. Die Inflation, die Niedrigzinsphase, die steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen und die längere Lebenserwartung lassen die Beiträge steigen. Steigende Beiträge sind immer ärgerlich. Allerdings sind diese vier Gründe für die meisten von uns auch vorteilhaft. Die Inflation senkt die Verschuldung, beispielsweise aus einer Hausfinanzierung. Die Niedrigzinsphase ermöglicht günstige Kredite. Die bessere medizinische Versorgung verlängert das Leben. Licht und Schatten stehen gemeinsam vor der Tür. 

 

Können Sie aktiv Beitragserhöhungen verhindern oder abfedern?

Eigentlich nicht. Eigentlich doch. Wenn Sie als PKV-Kunde eine Arztpraxis betreten, sehen viele Ärzte in Ihnen eine Art Selbstbedienungsladen. Wenn möglich, beschäftigen Sie sich mit den Arztrechnungen. Wurden tatsächlich alle Behandlungen durchgeführt? Als PKV-Kunde können Sie Rechnungen prüfen und Widerspruch einlegen, wenn Leistungen nicht erbracht wurden. Muss Ihr Versicherer weniger Leistungen erstatten, steigen die Beiträge langsamer.

 

Warum helfen die Alterungsrückstellungen nicht?

Primär dienen die Rückstellungen dazu, keine Beitragserhöhungen aufgrund der normalen Alterung durchzuführen. Wenn wir als Kunde altern, steigt das Risiko, dass hohe Kosten für die medizinische Versorgung anfallen. Deswegen hat der Versicherer diese Alterung einkalkuliert. Alterungsrückstellungen, oder auch Altersrückstellungen, sind ein kalkulatorisches Mittel, um die steigenden Kosten der medizinischen Versorgung durch Alterung abzufedern. Die genannten Gründe der Beitragserhöhung haben nichts mit der Alterung an sich zu tun und können nur schwer zuverlässig einkalkuliert werden

 

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