Tarifwechsel prüfen

Hallesche Versicherung erhöht PKV Beiträge 2026

Jetzt teilen via
Anja Glorius
10. Oktober 2025
Hallesche Versicherung: Das müssen Sie über die PKV Beitragserhöhung wissen

Die Hallesche private Krankenversicherung informiert früher als die meisten anderen über Beitragsanpassungen. Welche voraussichtlichen Daten für das PKV-Neugeschäft und für bestehende Verträge z. B. alte Bisex-Tarife bisher vorliegen, geben wir hier bekannt. Außerdem lesen Sie hier, welche guten Spar-Optionen Sie jetzt haben, um Ihre PKV-Beiträge trotzdem stabil zu halten.

Diese Hallesche-Tarife im PKV-Neugeschäft werden 2026 teurer

Hinweis: Für eine erste Orientierung können wir hier Durchschnittswerte der Hallesche zeigen, mit allen bisher ausgegebenen Informationen zur Beitragsanpassung 2026. Die individuelle Prämienhöhe kann davon abweichen, weil Alter, Eintrittsjahr und der gewählte Leistungsumfang immer mitkalkuliert werden. Konkrete Prozentwerte je Alterskohorte geben wir bekannt, sobald sie bekannt werden.

Hallesche BAP 2026 (Vollkostenverischerung - Angestellte, Selbstständige, Freiberufler & Mediziner)

TarifKinderJugendlicheErwachsene

KS.1

0 %19 %0 %

KS.2

0 %20 %0 %

KS.3

0 %20 %0 %

KS.Bonus

0 %15 %0 %

NK.1

19 %20 %10 %

NK.2

19 %20 %10 %

NK.3

19 %21 %11 %

NK.4

19 %20 %10-11 %

NK.Bonus

14 %16 %9 %

NK.select L 1200

19 %20 %9 %

NK.select L 3000

21 %16 %9 %

NK.select L 600

19 %21 %9 %

NK.select L Bonus

15 %17 %7-8 %

NK.select S 1200

40 %29 %9-22 %

NK.select S 3000

43 %37 %2-22 %

NK.select S 600

41 %33 %9-21 %

NK.select S Bonus

28 %22 %7-14 %

NK.select XL 1200

19 %20 %9-10 %

NK.select XL 3000

21 %17 %9 %

NK.select XL 600

19 %21 %9-10 %

NK.select XL Bonus

16 %17 %8 %

PRIMO.Bonus Z

21 %21 %0 %

PRIMO.Bonus Z plus

21 %22 %0 %

PRIMO.SB 1 Z

25 %26 %0 %

PRIMO.SB 1 Z plus

25 %26 %0 %

PRIMO.SB 2 Z

25 %25 %0 %

PRIMO.SB 2 Z plus

25 %26 %0 %

PRIMO.SB 3 Z

25 %25 %0 %

PRIMO.SB 3 Z plus

25 %26 %0 %

MAS.1

0 %0 %15-16 %

MAS.2

0 %0 %25 %

MAS.3

0 %0 %25-26 %

MAS.Bonus

0 %0 %14 %

Stand: 11.2025

Warum erhöht die Hallesche 2026 die PKV-Beiträge?

Als wichtigsten Grund geben die Versicherungen und auch der PKV-Verband deutlich gestiegene Kosten für die medizinische Versorgung an. 2024 stiegen die Kosten für die ambulante Arztbehandlung im Vergleich zu 2023 um über 8 Prozent und die allgemeine Krankenhausbehandlung sogar um gut 10 Prozent. Die Pflegekosten machten mit einem Zuwachs von 18 Prozent einen besonderen Anteil davon aus.

2026 werden voraussichtlich etwa 60 Prozent der Privatversicherten von einer Erhöhung betroffen sein. Für sie steigt der Beitrag im Schnitt um rund 13 Prozent. (Quelle: PKV-Verband)

Höhere Leistungsausgaben und die steigende Lebenserwartung gehören zu den sogenannten auslösenden Faktoren. Werden in einem Tarif also beispielsweise eine höhere Lebenserwartung oder über mehrere Jahre in Folge höhere Ausgaben für medizinische Leistungen festgestellt, hat das Folgen. Konkret müssen Abweichungen von 5 oder 10 Prozent vorliegen, damit die Hallesche Beitragsanpassungen prüfen oder vornehmen kann. Bei Abweichungen über 5 Prozent kann sie die Beiträge anheben, ab 10 Prozent ist die Beitragsanhebung Pflicht.

Damit Leistungen auch in Zukunft gesichert bleiben, sind Beitragsanpassungen regelmäßig notwendig.

Darum kommt es zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung:

  • wegen gestiegener Fallzahlen und höherer Behandlungskosten (2024 stiegen die Versicherungsleistungen der Branche um 10,5 % auf 39,4 Millionen)
  • wegen der medizinischen Inflation (neue Medikamente, innovative Therapien und Forschung)
  • wegen einer konstant steigenden Lebenserwartung und damit längeren Versicherungs- und Leistungsdauer (Die Sterbetafeln werden jährlich aktualisiert)
  • wegen der allgemeinen Inflation (zum Vergleich: 2024 lagen die Verbraucherpreise um 19,9 % höher als 2019!) 
  • wegen des niedrigen Zinsniveau bzw. Rechnungszins, die geringere Kapitalerträge aus den Alterungsrückstellungen bewirken

Die Grafik zeigt die Beitragsentwicklung bei der Hallesche in den letzten Jahren mit kontinuierlich steigenden PKV-Beiträgen, wie sie allgemein in der Branche zu beobachten sind.

Quelle: psponline

Die Darstellung zeigt drei Produktwelten im Vergleich: KS.2, PRIMO.SB3 Z sowie die neu gestalteten Produkte NK select L Bonus und NK select XL Bonus. Ab 2020 ist – besonders in KS.2 und PRIMO – eine stringente Aufwärtsbewegung zu sehen; die markanten Stufen 2024/2025 sind typisch für den Bündelungseffekt: über Jahre aufgelaufene Kosten- und Zinsänderungen werden gesammelt nachgezogen, statt jährlich in kleinen Schritten.

Die NK-select-Tarife starteten 2021 auf höherem Niveau, blieben zunächst stabil (2021–2023) und wurden dann 2024/2025 sichtbar angepasst. 2026 ist noch nicht preislich eingebunden.

Fazit: Langfristig moderat, kurzfristig mit starken Erhöhungen. Hinweis: Gezeigt sind Neugeschäftsbeiträge; Bestandsverläufe können abweichen.

Warum kommt es zu Beitragssprüngen bzw. wie funktioniert der Bündelungseffekt?

  • Der Bündelungseffekt bewirkt, dass PKV-Beiträge sprunghaft steigen. Beiträge dürfen nur steigen, wenn die 5- oder 10-Prozent-Schwelle als gesetzlich definierte Abweichung übertroffen wurde. Immer wenn die 5- oder 10-Prozent-Schwelle über mehrere Jahre in Folge knapp verpasst wird, folgt eine größere, sprunghafte Anpassung. Dann müssen nämlich frühere „ausgelassene“ Erhöhungsrunden aufgeholt werden.
  • Beispiel Bündelungseffekt PKV: 4 % + 4 % + 6 % ergeben kumuliert rund +14 % Beitragssteigerung im dritten Jahr.

Wann besteht eine Pflicht zur Beitragsanpassung?

  • Liegt der Anpassungsbedarf wegen Abweichungen bei Lebenserwartung oder Leistungsausgaben höher als 10 Prozent (Standard), MUSS die Hallesche die Beiträge in diesem Tarif erhöhen. Liegt der Anpassungsbedarf über dem 5-Prozent-Trigger, DARF die Hallesche die Beiträge anpassen. 

Was können Hallesche-Versicherte jetzt tun?

Beitragserhöhungen dürfen gern positiv als Chance begriffen werden, um Sparpotentiale zu erkennen – und zu nutzen! Im Klartext heißt das: Höhere PKV-Beiträge müssen nicht einfach hingenommen werden. Es gibt verschiedene gute Strategien, um Beiträge mindestens stabil zu halten oder sogar spürbar zu reduzieren. Inwiefern sich Beiträge sparen lassen, hängt vom gewählten Tarif und dem Versicherer – und oft auch von einer guten Beratung – ab.

1) Interner PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG

Wer mit wenig Einsatz viel erreichen möchte, ist mit dem internen Wechsel in einen anderen Tarif bei der Hallesche bestens beraten. Der interne PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG ist zugleich auch die Option mit dem größten Einsparpotential. Er lohnt daher, weil die Hallesche regelmäßig neue Tarife auf den Markt bringt und auch alte geschlossene Tarife für einen Tarifwechsel mit besseren Konditionen wählbar sind.

Beim PKV-Tarifwechsel ergeben sich folgende Kontinuitätsvorteile:

  • die gesammelten Altersrückstellungen bleiben zu 100 % erhalten
  • eine Gesundheitsprüfung ist nur für mögliche Mehrleistungen erforderlich
  • die Versicherungsdauer besteht weiterhin, damit bleiben bereits erworbene leistungsfreie Jahre bzw. vertragliche Rechte bestehen
  • für den internen Wechsel ist keine Kündigung nötig – und die Versicherung darf den Antrag nicht einfach ablehnen.

Wichtig: Sollte der neue Tarif Mehrleistungen bieten, kann eine Gesundheitsprüfung für diesen Teil nötig werden. Wer diese vermeiden möchte, kann das Leistungsupgrade von Vornherein ausschließen. Bei Leistungskürzungen ist zu beachten, dass später doch benötigte Leistungen zur Kostenfalle werden können. Wer vorab selbst nach Must-have- und Nice-to-have-Leistungen priorisiert oder professionellen Rat einholt, hat eine gute Entscheidungshilfe.

Die Vorteile des internen PKV-Tarifwechsels im Überblick

  • Ein Wechsel ist jederzeit zum Monatsersten des Folgemonats möglich
  • Die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten, die Versicherungsdauer und Rechte bestehen weiter wie bisher
  • Bei gleichwertigen Leistungen im neuen Tarif entfällt die Gesundheitsprüfung (bei Mehrleistungen wird auch nur für diese geprüft)
  • Die Beiträge können durchschnittlich um 43 % gesenkt werden – ohne Anbieterwechsel und ohne neue Abschlusskosten 
  • Feines Leistungs-Tuning möglich in den Bereichen stationär, ambulant, Zahn, Selbstbehalt etc.
  • Zugang zu allen Tarifserien, auch zu geschlossenen alten (Bisex-)Tarifen
  • Versicherte können meist aus allen Tarifserien wählen, also auch aus alten geschlossenen Tarifen
  • Bei einem Wechsel mit KVOptimal.de: Volle Transparenz durch saubere Gegenüberstellung „Alt vs. Neu“ mit klarer Netto-Ersparnis

Ein PKV-Tarifwechsel innerhalb der Hallesche ist häufig die beste Option, um Beiträge nachhaltig zu senken und Leistungen sinnvoll zu ordnen.

2) Selbstbehalt anpassen

Auch mit einem höheren Selbstbehalt lassen sich Beiträge durch gewährte Rabatte unkompliziert senken. Das wird auch vielfach genutzt. Der Selbstbehalt lässt sich auf maximal 5.000 Euro erhöhen. Wer selten krank ist und nur wenige medizinische Leistungen beansprucht, kann mit dieser Strategie mehrere hundert Euro und mehr im Jahr sparen. 

Ein Selbstbehalt lohnt, wenn die zu erwartenden Eigenkosten unterhalb der jährlichen Beitragsersparnis bleiben.

Wichtig: Ein höherer Selbstbehalt senkt nicht nur den PKV-Beitrag, sondern auch den Arbeitgeberzuschuss (die Selbstbehalte werden nicht bezuschusst). Das kann steuerlich wichtig werden, wenn die absetzbaren Kosten dadurch geschmälert werden. Der Selbstbehalt ist in der Regel auch nicht absetzbar.

Vorteile bei der Erhöhung des Selbstbehalts

  • sofortige Beitragssenkung 
  • steuerlich ggf. begünstigt
  • einfache Umsetzung

Unser Tipp: Bevor Sie den Selbstbehalt erhöhen, ist es lohnend, sich ein, zwei Szenarien durchrechnen zu lassen – mit und ohne das Einreichen von Rechnungen.

3) Leistungen gezielt justieren (Tarifoptimierung)

Die Rechnung ist einfach: Wer Leistungen streicht, zahlt auch weniger. Für viele sind Leistungen wie freie Arztwahl, Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Heilpraktikerleistungen verzichtbar.

Wichtig: Leistungskürzungen sollten mit Augenmaß vorgenommen werden! Bestimmte Basis-Leistungen wie Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussheilbehandlung, implantologische Leistungen beim Zahnersatz, Hospiz- und Palliativleistungen, aber auch Leistungen für individuelle Risiken sind unentbehrlich und sollten unbedingt erhalten bleiben.

4) Beitragsentlastungstarif (BET) nutzen

Der Beitragsentlastungstarif (BET) wirkt nicht sofort, dafür aber im Alter. Hier lässt sich mit dem Zusatzbeitrag, der über die Jahre (ähnlich wie die Altersrückstellungen) angespart wird, die monatliche Ruhestandsprämie garantiert reduzieren. Das bringt planbare Entlastung und nimmt die Sorgen vor zu hohen PKV‑Beiträgen im Alter. Für Beschäftigte ist der Beitragsentlastungstarif besonders interessant, da der BET-Beitrag normalerweise wie der PKV-Beitrag vom Arbeitgeber bis zur Höchstgrenze hälftig bezuschusst wird und außerdem steuerlich absetzbar ist. 

Vorteile des Zusatzbeitrags BET

  • garantierte Entlastung im Rentenalter
  • AG-Zuschuss möglich
  • steuerlich begünstigt

Wichtig: Die BET-Beitragshöhe sollte so gewählt werden, dass Sie sie bequem leisten können. Ein guter BET-Vertrag sieht zudem flexible Regeln bei Anpassung und Beendigung sowie ggf. beim Thema Beitragsbefreiung  vor.

Unser Tipp: Zur Orientierung können Sie mehrere Angebote für einen BET-Tarif inklusive Zuschuss und Steuern einholen und mit verschiedenen Ruhestandsprämien durchrechnen lassen.

5) Den Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung sorgfältig prüfen

Für die deutliche Mehrheit keine echte Option ist die Kündigung und der Wechsel der PKV. Die finanziellen Nachteile durch den (teilweisen) Verlust der wertvollen Altersrückstellungen zusammen mit dem Risiko einer erneuten Gesundheitsprüfung (Stichwort Risikozuschläge) wiegen zu schwer und machen es in aller Regel unrentabel.

Unser Tipp: Schöpfen Sie zunächst andere (naheliegendere) Optionen wie einen Tarifwechsel oder die Erhöhung des Selbstbehalts aus! Vor einem Anbieterwechsel sollten unbedingt mehrere Angebote verglichen werden. Gute Vergleichswerte zur Orientierung sind die Netto-Gesamtkosten, die Übertragungswerte (Altersrückstellungen), die Leistungsdetails und die Stabilität. Ungebundene Versicherungsexperten können anonyme Anfragen bei verschiedenen Versicherungen stellen, um konkrete Beitragshöhen für einen Vergleich zu erhalten.

Möchten Sie Ihre PKV kündigen? Hier ein Musterschreiben 

Risiken bei einer Kündigung und Wechsel der PKV

  • eine Gesundheitsprüfung kann zu Zuschlägen und Leistungsausschlüssen führen
  • Altersrückstellungen können nur teilweise oder gar nicht mitgenommen werden

6) Erhöhung formal prüfen

Die Versicherungsbranche hat ihre eigene Sprache und ist für Laien häufig schwer verständlich. Das komplexe Tarifgeflecht aus bis zu mehreren hundert Optionen macht es kaum möglich, selbst einzuschätzen, ob man im passenden Tarif versichert ist. Ähnlich schwer wird es bei der Frage, ob mit der aktuellen Beitragserhöhung alles korrekt ist. Es gab Fälle, bei denen Beitragserhöhungen nach Formfehlern unwirksam wurden und Versicherte Nachberechnungen und Rückerstattungen erstritten.

Darauf können Sie achten:

  • Die Beitragserhöhung muss durch die Krankenversicherung förmlich und inhaltlich korrekt begründet sein
  • Wurden alle Fristen eingehalten?
  • Für den Rechtsweg sollte unbedingt eine juristische Vertretung beauftragt werden, um eine berechtigte Rückforderung einzufordern. Da die Kosten eines Prozesses erheblich sein können, ist jedoch sorgfältig zu prüfen, ob sie dem Streitwert gerecht werden.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen vollständig prüfen!

Kostenloser Quick-Check Ihrer privaten Krankenversicherung zur Hallesche-Beitragserhöhung

Die angekündigten PKV-Beitragsanpassungen bei der Hallesche sorgen bei den betroffenen Versicherten für Ärger, Frust – und nicht selten für echte Geldsorgen: Soll ich es einfach hinnehmen, intern wechseln, den Selbstbehalt oder Leistungsumfang anpassen oder doch kündigen?

Als Entscheidungshilfe nutzen Sie gern unsere kompakte Checkliste zur Hallesche Beitragserhöhung.

So verwenden Sie die PKV-Checkliste

  1. Oben Name, Beitrag (EUR/Monat), Versicherungsdauer (Jahre), Alter eintragen.
  2. Die 9 Aussagen mit Ja/Nein abhaken – bei Bedarf kurze Notizen ergänzen.
  3. Ergebnis prüfen: ≥ 3× „Ja“ → Formular absenden.

Was passiert danach?

  • Wir prüfen Ihre Situation individuell:
    • interne Tarifalternativen (inkl. geschlossener Alt-Tarife),
    • sinnvolle Selbstbehalts-/Leistungsanpassungen,
    • Beitragsentlastungstarif,
    • ggf. externe Angebote (mit Übertragungswert)
    • und die formale Wirksamkeit der Erhöhung.
  • Sie erhalten eine klare Handlungsempfehlung mit Zahlen, Fristen und dem nächsten Schritt.

Unser Tipp: Laden Sie zusätzlich das Erhöhungsschreiben und die letzte Beitragsübersicht Ihrer Krankenversicherung hoch. Das beschleunigt die Prüfung.

FAQ – Hallesche Beitragserhöhung 2026

Kommt 2026 eine Beitragserhöhung bei der Hallesche?

Ja, auch einige Versicherte bei der Hallesche werden 2026 mehr für ihre PKV zahlen. Der PKV-Verband erwartet, dass branchenweit ungefähr 60 Prozent aller Privatversicherten betroffen sein werden. In bestimmten Umfang informieren die Versicherer vorab über geplante Beitragserhöhungen. Konkrete Informationen erhalten Versicherte in den Änderungsbescheiden, die spätestens bis Mitte November versendet werden. Betroffene können jetzt für stabile Beiträge aktiv werden und z. B. einen internen Tarifwechsel, eine Erhöhung des Selbstbehalts oder eine bedarfsgerechte Feinjustierung bei den Leistungen (mit Hilfe von Versicherungsexperten) umsetzen.

Unterscheiden sich Neugeschäft und Bestand bei den Anpassungen?

Ja. Neugeschäft und Bestand nutzen unterschiedliche Kalkulationsgrundlagen. Während Neutarife auf aktuellen Daten (z. B. einem niedrigeren Rechnungszins) basieren und daher tendenziell teurer, aber vielfach auch stabiler sind, werden Bestandstarife oft noch mit älteren, günstigeren Annahmen kalkuliert. Aus diesem Grund kommt es hier häufiger zu sprunghaften Beitragserhöhungen (Bündelungseffekt).

Lohnt es sich, für die Beitragsrückerstattung (BRE) keine Rechnungen einzureichen?

Die Option Beitragsrückerstattung kann sich lohnen. Entscheidend ist, dass der Beitragsrabatt unter den selbst gezahlten Ausgaben für medizinische Leistungen bleibt. Für die Rechnung muss zudem beachtet werden, dass die Rückzahlung von den steuerlich absetzbaren Krankenversicherungsbeiträgen abgezogen wird.

Gilt die Erhöhung auch für die Pflegepflichtversicherung (PPV)?

Die Beiträge für die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung werden separat kalkuliert. Da ähnliche Faktoren auf die Beitragsentwicklung wirken, kann eine Erhöhung zeitlich zusammenfallen, muss aber nicht. Bei der Pflege führen häufig politische gesteuerte Reformen zu Anhebungen.

Was passiert mit Optionen wie dem Bonusprogramm, wenn ich intern wechsle?

Ob ein Versicherer die leistungsfreie Zeit nach einem internen Tarifwechsel anerkennt, passiert auf der Basis von Kulanz. Es kann sein, dass die Vorlaufzeit, also die Monate im alten Tarif, im neuen Tarif angerechnet werden. Im neuen Tarif können dann auch andere Regelungen für die Beitragsrückerstattung hinsichtlich Höhe, Staffel, Voraussetzungen gelten. Es kann aber auch sein, dass der Versicherer den PKV-Tarifwechsel als Neubeginn für die Leistungsfreiheit sieht. Wechsel zum 1. Januar sind unproblematisch, da auch hier meist das Versicherungsjahr startet.

Kann ich intern wechseln – auch ohne Gesundheitsprüfung?

Ja, sofern der Tarif einen vergleichbaren Leistungsumfang bietet, entfällt die Gesundheitsprüfung, Nur bei Mehrleistungen kann die Versicherung für diesen Teil Gesundheitsfragen stellen.

Habe ich bei einer Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht – und welche Fristen gelten?

Ja, Beitragserhöhungen sind immer mit einem Sonderkündigungsrecht verbunden. Versicherte können innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt der Mitteilung über die Beitragserhöhung kündigen. Das frühestmögliche Wechseldatum ist das Datum der Beitragsänderung, also in der Regel der 1.1.2026. Für einen reibungslosen Wechsel muss eine nahtlose Weiterversicherung nachgewiesen werden, da eine allgemeine Versicherungspflicht in Deutschland besteht.

Können bestehende Risikozuschläge später reduziert oder gestrichen werden?

Ja, wenn sich der Gesundheitszustand nachweislich verbessert oder die ursprüngliche Erkrankung dauerhaft ausgeheilt ist, können Versicherte einen Risikozuschlag auf Antrag streichen oder reduzieren lassen. Denkbar ist dies beispielsweise bei Übergewicht, Bluthochdruck oder therapierten Rückenleiden etc. 

Gibt es eine Frist oder ein Zeitfenster speziell für den internen Tarifwechsel?

Ja, ein interner Tarifwechsel ist in der Regel immer zum Ersten des Folgemonats möglich.

Kann ich den Selbstbehalt mitten im Jahr anpassen?

Hier kommt es auf die Versicherung bzw. den gewählten Tarif an. Einige Anbieter ermöglichen es, sowohl den Selbstbehalt flexibel zu vereinbaren als auch jederzeit anzupassen. Dabei ist eine Erhöhung immer unkomplizierter als eine Senkung, für die eine Gesundheitsprüfung nötig werden kann.

PKV-Beitragserhöhung kostenfrei prüfen lassen

Wir prüfen gern Ihre Hallesche-Beitragserhöhung und zeigen Ihnen konkrete und nachhaltige Tarifalternativen für einen Wechsel ohne Verlust Ihrer Alterungsrückstellungen zu einem mindestens gleichwertigen Leistungsniveau. Jetzt Unterlagen hochladen und Rückruftermin vereinbaren!

Weitere interessante Beiträge

Weitere interessante Inhalte