Tarifwechsel prüfen

Hanse Merkur Versicherung erhöht PKV Beiträge 2026

Jetzt teilen via
Anja Glorius
11. Oktober 2025
Das müssen Sie über die PKV Beitragserhöhung der Hanse Merkur wissen

Einer gesetzlich vorgegebenen Routine zur Folge wird es für einige Versicherte bei der Hanse Merkur private Krankenversicherung ab dem 1. Januar 2026 teurer. Dann steigen in bestimmten Tarifen die PKV-Beiträge. Für das PKV-Neugeschäft wurden bereits Beitragsanpassungen bekanntgegeben, mögliche Änderungen für bestehende Verträge in alten Bestands- und Bisex-Tarifen folgen erfahrungsgemäß in Kürze. Welche PKV-Tarife bei der Hanse Merkur 2026 voraussichtlich mehr kosten und wie Sie Ihre Beiträge dennoch mindestens stabil halten oder nachhaltig spürbar sparen können, erfahren Sie hier.

Diese Hanse Merkur-Tarife im PKV-Neugeschäft werden 2026 teurer

Hinweis: Die Übersicht gibt Durchschnittswerte wieder. Die Höhe der individuellen Beitragsanpassung kann davon abweichen, weil sie sich immer nach Faktoren wie Alter, Eintrittsjahr und dem gewähltem Leistungsumfang richtet. Hier finden Sie alle bisher von der Hanse Merkur vorgelegten Daten zur Beitragsanpassung 2026. Sobald offiziell bekannt, ergänzen wir konkrete Prozentwerte je Alterskohorte.

HanseMerkur BAP 2026 Neugeschäft (Vollkostenversicherung - Angestellte, Selbstständige & Freiberufler)

TarifKinderJugendlicheErwachsene
KVP (BRE)13 %13 %0 %

KVP
(Beitragsstundung)

13 %13 %0 %

KVS1

13 %13 %16-17 %

KVS3

13 %13 %12-13 %

KVT1000

20 %40 %11-15 %

KVT500

20 %40 %10 %

PS3
(Mehrbett)

6 %22 %17-26 %

PSV
(1-/2-Bett → Mehrbett)

-13 %-8 %-7 bis -6 %

Stand: 11.2025

Warum erhöht die Hanse Merkur 2026 die PKV-Beiträge?

Beitragsanpassungen stehen in engem Zusammenhang mit den sogenannten „auslösenden Faktoren“. Dahinter verbergen sich gesetzlich vorgegebene Schwellenwerte zu Sterblichkeit und Leistungsausgaben, die jedes Jahr geprüft werden. Die privaten Krankenversicherer wie die Hanse Merkur sind verpflichtet, all ihre Tarife jährlich zu überprüfen, ob es bei diesen beiden Faktoren größere Abweichungen gibt. Abhängig davon, ob und um wie viel die Grenzen jeweils übertroffen wurden, muss die Hanse Merkur die Beiträge in den bestimmten Tarifen ggf. anpassen.

Die privaten Krankenversicherungen sind also gesetzlich zu Beitragsanpassungen verpflichtet. Lediglich bei der Höhe der Abweichung, bei dem Beitragsanpassungen möglich sind, können sie mitentscheiden. Der Standard sind 10 Prozent. Das heißt, liegen z. B. die fürs Jahr und den Tarif berechneten Leistungsausgaben stabil um mehr als 10 Prozent höher, müssen die Versicherungen die Beiträge in dem betreffenden Tarif anpassen. Ab 5 % Abweichung können die Versicherer entscheiden ob sie erhöhen. Der Vorteil: Entscheidet die PKV schon bei 5-Prozent-Schwelle, ist es wahrscheinlicher, dass Beitragserhöhungen vergleichsweise niedrig ausfallen, da früher auf Abweichungen reagiert wird.

Darum kommt es zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung

  • medizinische Inflation (neue Medikamente, innovative Therapien und Forschung)
  • allgemeine Inflation (zum Vergleich: 2024 lagen die Verbraucherpreise um 19,9 % höher als 2019!)
  • niedriges Zinsniveau bzw. Rechnungszins bewirken folglich geringere Kapitalerträge aus den Altersrückstellungen
  • konstant steigende Lebenserwartung und damit längere Versicherungs- und Leistungsdauer

Wie groß die Herausforderung demografischer Wandel für Sozialversicherungen wie die PKV ist, veranschaulicht folgende Statistik: Laut dem Statistischen Bundesamt stieg die durchschnittliche Lebenserwartung von 1949/1951 bis 2020/2021 für Männer um 13,9 Jahre und für Frauen um 14,9 Jahre. Einer aktuellen Prognose für das Jahr 2070 zur Folge, könnte die Lebenserwartung noch deutlich steigen: bei Frauen auf 88,2 Jahre (2024: 83,5 Jahre) und bei Männern auf 84,6 Jahre (2024: 78,9 Jahre).

Die Grafik mit der Beitragsentwicklung bei der Hanse Merkur für die letzten Jahre zeigt, dass die Beiträge zur privaten Krankenversicherung – wie allgemein in der Branche – kontinuierlich steigen. Dass immer einige Versicherte bei der Hanse Merkur 2026 eine Beitragserhöhung erwarten müssen, ist also keine Ausnahme, sondern beständige Regel:

Beitragshistorie Hanse Merkur von psponline

Warum kommt es zu Beitragssprüngen bzw. wie funktioniert der Bündelungseffekt?

  • Zum Bündelungseffekt kommt es dann, wenn die 5- oder 10-Prozent- Schwellenwerte knapp verpasst werden. Dann dürfen die Beiträge nicht angepasst werden. Geschieht das über mehrere Jahre in Folge, bis die Grenze im nächsten Jahr erst übertroffen wird, muss die vorgeschriebene Anpassung die in den Vorjahren „vermiedene“ Steigerung ausgleichen. Durch diesen Bündelungseffekt kann eine Erhöhung nicht selten zweistellig ausfallen.
  • Ein Beispiel: 4 % + 4 % + 6 % ergeben kumuliert rund +14 %.

Wann besteht eine Pflicht zur Beitragsanpassung?

  • Liegt der Anpassungsbedarf höher als 10 Prozent (Standard), muss die Hanse Merkur die Beiträge in diesem Tarif erhöhen. 

Was können Hanse Merkur-Versicherte jetzt tun?

Beitragserhöhungen müssen nicht einfach akzeptiert werden – es gibt verschiedene Strategien, mit denen sich PKV-Beiträge stabilisieren oder sogar dauerhaft senken lassen. Je nach gewähltem Tarif und Versicherungsunternehmen stehen Ihnen dabei unterschiedliche Optionen zur Verfügung.

1) Interner PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG

Der interne PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG ist aus unserer Sicht der größte Hebel für nachhaltig günstigere PKV-Beiträge. Durch den Wechsel in einen anderen Tarif bei der Hanse Merkur ergeben sich wichtige Kontinuitätsvorteile:

  • die gesammelten Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten 
  • eine Gesundheitsprüfung ist nur im Falle von verbesserten Leistungen erforderlich
  • er funktioniert unkompliziert ohne Kündigung – und die Versicherung darf den Antrag nicht ablehnen.
  • die Versicherungsdauer besteht weiterhin, damit bleiben bereits erworbene leistungsfreie Jahre bzw. vertragliche Rechte bestehen

Vor allem der Umgang mit diesen beiden Aspekten macht den internen Tarifwechsel so interessant: die Altersrückstellungen und die Gesundheitsprüfung.

Altersrückstellungen sind wertvoll für das Alter. Alle Versicherten sparen sie über die Jahre an, um damit ihre Beiträge im Alter zu reduzieren. Bei einem internen Tarifwechsel werden die Altersrückstellungen vollständig mitgenommen.

Wenn der neue Tarif gleichwertige Leistungen bietet, verzichtet der Versicherer normalerweise auf eine Gesundheitsprüfung bzw. wird diese nur für Mehrleistungen nötig. 

Wichtig: Insofern der neue Tarif ein Leistungsupgrade beinhaltet, kann eine Gesundheitsprüfung (für diese Mehrleistungen) nötig werden, die zu Risikozuschlägen (für die mit den Jahren hinzugekommenen neuen Gesundheitsrisiken) führen kann. Alternativ können Mehrleistungen meist auch ausgeschlossen werden, wobei Leistungskürzungen auch Nachteile mit sich bringen können. Wer vorab nach Must-have- und Nice-to-have-Leistungen priorisiert, hat eine gute Entscheidungshilfe.

Ein weiterer Vorteil vom PKV-Tarifwechsel innerhalb der Hanse Merkur: Versicherte können meist aus allen Tarifserien der Hanse Merkur wählen, also auch aus alten geschlossenen Tarifen, die Neukundinnen und -kunden nicht mehr offenstehen.

Die Vorteile des internen PKV-Tarifwechsels im Überblick

  • Die Beiträge werden durchschnittlich um 43 % gesenkt – ohne Anbieterwechsel und ohne neue Abschlusskosten 
  • Die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten, die Versicherungsdauer und Rechte bestehen weiter wie bisher
  • Bei gleichwertigen Leistungen im neuen Tarif entfällt die Gesundheitsprüfung (bei Mehrleistungen wird auch nur für diese geprüft)
  • Häufig feines Leistungs-Tuning möglich in den Bereichen stationär, ambulant, Zahn, Selbstbehalt etc. aufgrund einer Tarifdichte von bis zu 180 Kombinationsmöglichkeiten 
  • Zugang zu allen Tarifserien, auch zu geschlossenen Alt-Tarifen wenn man bereits in Tarifen vor dem 01.01.2008 versichert ist
  • Ein Wechsel ist jederzeit zum Monatsersten des Folgemonats möglich
  • Bei einem Wechsel mit KVoptimal.de: Volle Transparenz durch saubere Gegenüberstellung „Alt vs. Neu“ mit klarer Netto-Ersparnis

Ein PKV-Tarifwechsel innerhalb der Hanse Merkur ist häufig der beste Weg, um Beiträge zu senken und Leistungen sinnvoll zu ordnen.

2) Selbstbehalt anpassen

Bei der Erhöhung des Selbstbehalts zahlen Versicherte freiwillig einen höheren Eigenbetrag für medizinische Leistungen aus eigener Tasche. Im Gegenzug erhalten sie oft einen günstigeren Monatsbeitrag. Wer gesund ist bzw. kleinere Arztrechnungen problemlos selbst zahlen kann, ist der Selbstbehalt eine gute Option. Ob und in welcher Höhe der Selbstbehalt sich konkret rechnet, hängt dann allerdings von den zu erwartenden Eigenkosten ab, die unter der jährlichen Beitragsersparnis müssen, um im Plus zu bleiben.

Wichtig: Ein höherer Selbstbehalt senkt nicht nur den PKV-Beitrag, sondern auch den Arbeitgeberzuschuss. Beachtet werden sollte außerdem, dass Selbstbehalte nicht bezuschusst werden und im Unterschied zu den PKV-Beiträgen steuerlich meist nicht absetzbar sind. 

Vorteile bei der Erhöhung des Selbstbehalts

  • sofortige Beitragssenkung 
  • einfache Umsetzung

Unser Tipp: Lassen Sie sich 1 bis 2 Szenarien durchrechnen – mit und ohne Einreichen von Rechnungen – bevor Sie über eine Erhöhung des Selbstbehalts entscheiden, denn gerade der Steuernachteil ist nicht zu unterschätzen. Bei Arbeitnehmenden macht es in den wenigsten Fällen Sinn, da diese die Ersparnis mit dem Arbeitgeber teilen, die Selbstbeteiligung jedoch selber tragen.

3) Leistungen gezielt justieren (Tarifoptimierung)

Neben dem Selbstbehalt gibt es eine weitere Option zur Tarifoptimierung. So sind Beitragseinsparungen auch möglich, wenn verzichtbare Leistungen aus dem Vertrag gekürzt werden. Wenn also der Versicherungsschutz eng am „Nutzungsprofil“ ausgerichtet wird. Manche können auf Leistungen wie freie Arztwahl, Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Heilpraktikerleistungen gut verzichten – und dadurch PKV-Beiträge einsparen. Wie der Ausschluss von Mehrleistungen beim internen Tarifwechsel sollten Leistungskürzungen immer mit dem vollen Kostenüberblick getroffen werden und auch daran orientiert werden was man in späteren Jahren als Leistungen benötigt. Leistungen wie implantologische Leistungen beim Zahnersatz, Hospiz- und Palliativleistungen, Rehabilitationsmaßnahmen, die Anschlussheilbehandlung etc. sollten unbedingt erhalten bleiben.

4) Beitragsentlastungstarif (BET) nutzen

Bei wem Ärger und Kostendruck nach der Ankündigung von Beitragserhöhungen sich noch in Grenzen halten, kann dennoch jetzt für bezahlbare Beiträge im Alter vorsorgen. Dazu kann man zusätzlich zu den Altersrückstellungen einen weiteren Zusatzbeitrag ansparen, um die Beitragshöhe im Ruhestand garantiert zu reduzieren. Diese Tarife heißen Beitragsentlastungstarife (BET).

Da der BET-Beitrag in der Regel inkl. des PKV-Beitrags bis zur Höchstgrenze vom Arbeitgeber hälftig bezuschusst wird und steuerlich absetzbar ist, ist ein Beitragsentlastungstarif für abhängig Beschäftigte besonders attraktiv. 

Vorteile des Zusatzbeitrags BET

  • garantierte Entlastung im Rentenalter
  • Arbeitgeberzuschussfähig
  • steuerlich begünstigt wie die gewählte PKV 

Wichtig: Die BET-Beitragshöhe sollte problemlos leistbar sein. Optimal ist es, wenn der BET-Vertrag flexible Regeln bei Anpassung und Beendigung sowie ggf. beim Thema Beitragsbefreiung bei bestimmten Ereignissen vorsieht.

Unser Tipp: Lassen Sie sich das Szenario mit BET-Tarif inklusive Zuschuss und Steuern im Vergleich zur erwarteten Prämie im Ruhestand durchrechnen.

5) Den Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung sorgfältig prüfen

So verlockend sie als erste Frustreaktion auch ist, die Kündigung und der Wechsel der PKV sind finanziell meist nachteilig. Eine Kündigung der PKV ist erfahrungsgemäß nur für Versicherte mit kurzer Versicherungsdauer denkbar, weil sie erst geringe Altersrückstellungen angespart haben, die sie bei einer Kündigung mindestens teilweise verlieren würden. Der Mehrheit muss man von einer Kündigung abraten, weil sie neben dem Verlust der Altersrückstellungen auch mit einer erneuten Gesundheitsprüfung rechnen müssen, die nicht selten teure Risikozuschläge als Ergebnis hat.

Unser Tipp: Schöpfen Sie zunächst andere Optionen wie Tarifwechsel oder eine Erhöhung des Selbstbehalts aus. Bleibt es bei dem Kündigungsvorhaben, sollten von ungebundener Seite zwei bis drei Angebote eingeholt und mit dem Fokus auf Netto-Gesamtkosten, Übertragungswerten (Altersrückstellungen), Leistungsdetails und Stabilität verglichen werden.

Möchten Sie Ihre PKV kündigen? Hier ein Musterschreiben

Risiken bei einer Kündigung und Wechsel der PKV

  • eine Gesundheitsprüfung kann zu Zuschlägen und Leistungsausschlüssen führen
  • Altersrückstellungen können nur teilweise oder gar nicht mitgenommen werden

6) Erhöhung formal prüfen lassen

Über die eigenen Versicherungen einen Überblick zu haben, ist vorbildlich. Diese regelmäßig zu überprüfen, top. Für viele ist es bereits Routine, die Vertragsunterlagen und Änderungsbescheide wie die Beitragserhöhung zu prüfen. Denn: Fehler können überall passieren. Tatsächlich gab es in den letzten Jahren einige (überschaubare) Fälle, bei denen eine Beitragserhöhung unwirksam war bzw. Nachberechnungen und Rückerstattungen erfolgten. Meistens jedoch wegen kleinerer formaler Fehler, sodass der Erstattungsanspruch niedrig ist. Falsch berechnet waren PKV‑Beiträge schon lange nicht mehr.

Darauf können Sie achten:

  • Die Beitragserhöhung muss durch die Krankenversicherung förmlich und inhaltlich korrekt begründet sein
  • Wurden alle Fristen eingehalten?
  • Für den Rechtsweg sollte unbedingt eine juristische Vertretung beauftragt werden, um eine berechtigte Rückforderung einzufordern. Da die Kosten eines Prozesses erheblich sein können, ist jedoch sorgfältig zu prüfen, ob sie dem Streitwert gerecht werden.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen vollständig prüfen – achten Sie dabei aber darauf, dass die gewählte Kanzlei den Fall auch ohne Rechtsschutzversicherung übernimmt. Hintergrund: In vielen Fällen wird eine Rechtsschutzdeckung verlangt, weil der mögliche Rückforderungsanspruch im Verhältnis zu Gerichts- und Anwaltskosten vergleichsweise gering ist und sich die Durchsetzung für Kunden, die die Kosten selbst tragen müssten, wirtschaftlich kaum lohnt.

Kostenloser Quick-Check Ihrer privaten Krankenversicherung zur Hanse Merkur-Beitragserhöhung

Die angekündigten PKV-Beitragsanpassungen bei der Hanse Merkur sorgen bei vielen Versicherten für Unmut – bis hin zu echten Geldsorgen: Soll ich bleiben, intern wechseln, den Selbstbehalt anpassen oder sogar kündigen?

Als Entscheidungshilfe nutzen Sie gern unsere kompakte Checkliste zur Hanse Merkur Beitragserhöhung.

Checkliste: Hanse Merkur-Beitragserhöhung – Ihr persönlicher PKV-Quick-Check

So verwenden Sie die PKV-Checkliste

  1. Oben Name, Beitrag (EUR/Monat), Versicherungsdauer (Jahre), Alter eintragen.
  2. Die 9 Aussagen mit Ja/Nein abhaken – bei Bedarf kurze Notizen ergänzen.
  3. Ergebnis prüfen: ≥ 3× „Ja“ → Formular absenden.

Was passiert danach?

  • Wir prüfen Ihre Situation individuell:
    • interne Tarifalternativen (inkl. geschlossener Alt-Tarife),
    • sinnvolle Selbstbehalts-/Leistungsanpassungen,
    • Beitragsentlastungstarif,
    • ggf. externe Angebote (mit Übertragungswert)
    • und die formale Wirksamkeit der Erhöhung.
  • Sie erhalten eine klare Handlungsempfehlung mit Zahlen, Fristen und dem nächsten Schritt.

Unser Tipp: Laden Sie zusätzlich das Erhöhungsschreiben und die letzte Beitragsübersicht Ihrer Krankenversicherung hoch. Das beschleunigt die Prüfung.

FAQ – Hanse Merkur Beitragserhöhung 2026

Reicht es, den Selbstbehalt zu erhöhen – und wann rechnet sich das?

Abhängig davon, wie groß die Einsparung sein soll, kann es reichen, den Selbstbehalt zu erhöhen. Mit einem höheren Selbstbehalt räumen die Versicherungen den Versicherten bestimmte Rabatte ein. Ein höherer Selbstbehalt lohnt aber nur dann, wenn die zu erwartenden Eigenkosten unter der Beitragsersparnis bleiben. Dabei sollte auch unbedingt beachtet werden, dass ein niedrigerer PKV-Beitrag durch eine höhere Selbstbeteiligung die steuerlich absetzbaren Kosten verringert.

Gibt es Wartezeiten oder Ausschlüsse beim internen Tarifwechsel?

Die Wartezeiten bleiben beim PKV-Tarifwechsel wie alle erworbenen leistungsfreien Jahre bzw. vertraglichen Rechte normalerweise erhalten. Leistungsausschlüsse sind nach einem internen Tarifwechsel keineswegs ein Muss. Sie können vereinbart werden, wenn sonst Mehrleistungen (Stichwort Leistungsupgrade) im neuen Tarif mit Risikozuschlägen belegt werden würden.

Können bestehende Risikozuschläge später reduziert oder gestrichen werden?

Grundsätzlich ja. Auf Antrag können wieder beschwerdefreie Versicherte z. B. nach einem überstandenem Rückenleiden eine Reduzierung oder den Wegfall vom Risikozuschlag beantragen.

Ist eine Rückkehr in die GKV für mich eine Option – und unter welchen Voraussetzungen?

Ein Wechsel von der privaten zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist unter folgenden Bedingungen möglich:
– zum Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung
– beim Start ins Berufsleben (z. B. nach Studium oder Ausbildung)
– beim Wechsel in ein Angestelltenverhältnis 
– wenn durch Jobwechsel, Teilzeittätigkeit etc. das Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt
– Für Versicherte ab 55 Jahre gilt zusätzlich: Sie können nur wechseln, wenn sie in den vergangenen fünf Jahren mindestens zweieinhalb Jahre gesetzlich versichert waren.

Was passiert mit Optionen/Bonusprogrammen, wenn ich intern wechsele?

Da bei einem internen Wechsel bei der Hanse Merkur nur eine Änderung am Vertrag vorgenommen wird, bleiben Altersrückstellungen, Wartezeiten, aber auch Bonussysteme oder Optionen wie die Beitragsrückerstattung in der Regel unverändert bestehen. Bei Letzterer gilt noch, dass weiterhin die Bedingungen für die Rückerstattung erfüllt werden müssen, also keine Leistungen oder ggf. nur Vorsorgeleistungen oder Impfungen in Anspruch genommen wurden.

Kann ich den Selbstbehalt mitten im Jahr anpassen?

Das hängt vom Versicherer ab. Häufig lässt sich der Selbstbehalt auch unterjährig anpassen, wobei eine Erhöhung unkomplizierter umsetzbar ist als eine Reduzierung. Immer möglich ist für gewöhnlich eine Anpassung zum Beginn des Kalender- oder Versicherungsjahres.

Welche Leistungen sollte ich trotz Sparwunsch nicht antasten (Must-haves)?

Zu den unverzichtbaren Basics beim Gesundheitsschutz gehören Leistungen im Bereich Zahnersatz (Implantologie), Hospiz- und Palliativleistungen, Rehabilitationsmaßnahmen, die Anschlussheilbehandlung etc.

Was bedeutet der Notlagentarif konkret und wie komme ich da wieder raus?

Der Notlagentarif gehört zu den Sozialtarifen; alle privaten Krankenversicherungen müssen ihn anbieten. Er ist zwar sehr günstig, bietet dafür aber nur eine Grundversorgung für akute Erkrankungen und Schmerzzustände. Der Versicherer „schickt“ säumige Versicherte in diesen Notlagentarif, die ihre Zahlungsrückstände damit aufholen können. Um wieder in den Regeltarif zurückzukehren, müssen Versicherte zunächst alle offenen Beitragsrückstände, Säumniszuschläge und Mahnkosten begleichen. WICHTIG: Die Zeit im Notlagentarif werden teile der Kosten aus den bestehenden Altersrückstellungen bezahlt, daher ist der bisherige Beitrag nach Ausgleich des Rückstandes höher als vorher.

Gibt es eine Frist oder ein Zeitfenster speziell für den internen Tarifwechsel?

Der interne Tarifwechsel ist laut § 204 Versicherungsvertragsgesetz in der Regel zum Ersten des Folgemonats möglich.

Wie gehe ich konkret vor, damit bei der Reaktion auf die Erhöhung nichts schiefgeht?

Die erfahrungsgemäß größte Ersparnis bringt ein interner Tarifwechsel. 

Wie läuft ein interner Tarifwechsel konkret mit Tarifwechselprofis ab?

1. Ist-Analyse: aktueller Tarif, Beitrag, Selbstbehalt, Leistungsnutzung, Beitragsrückerstattung, AG-Zuschuss.
2. Zielbild festlegen: Beitrag senken, Leistungsniveau halten (gleichwertig) oder gezielt justieren.
3. Recherche & Vergleich: offene und geschlossene Alt-Tarife prüfen; gleichwertige Varianten bevorzugen (meist ohne Gesundheitsprüfung).
4. Detail-Check: GOÄ/Honorare, Reha/AHB, Hilfsmittel, Psychotherapie, Zahn, Transport; Fallstricke (Wartezeiten, Summenlimits) ausschließen.
5. Umsetzung & Fristen: Wechsel erklären lassen, Nachträge prüfen, Arbeitgeber/Beihilfe informieren.

Hinweis: Bei Mehrleistungen kann eine Risikoprüfung bzw. ein Zuschlag anfallen; bei gleichwertigen Leistungen gibt es in der Regel keine Gesundheitsprüfung (§ 204 VVG).

PKV-Beitragserhöhung kostenfrei prüfen lassen

Wir prüfen Ihre Hanse Merkur-Beitragserhöhung und zeigen Ihnen konkrete und nachhaltige Tarifalternativen – ohne Verlust Ihrer Altersrückstellungen und bei gleichwertigem Leistungsniveau. Jetzt Unterlagen hochladen und Rückruf vereinbaren!

Weitere interessante Beiträge

Weitere interessante Inhalte