Gerade gibt es verschiedene Neuigkeiten über den fränkischen Versicherer. Nicht nur, dass die Nürnberger private Krankenversicherung in Gesprächen über eine „strategische Zusammenarbeit“ mit der Vienna Insurance Group (VIG) steht. Genauer gesagt, geht es um eine mögliche Übernahme. Darüber hinaus verschickt die Nürnberger in diesen Wochen Änderungsbescheide. Versicherte der Nürnberger müssen sich wie viele andere Privatversicherte darauf einstellen, ab 2026 höhere Beiträge zu zahlen. Die Nürnberger hat soeben Näheres zu geplanten Beitragssteigerungen zum 1. Januar 2026 mitgeteilt. Lesen Sie hier, wie Sie mit der passenden Strategie Ihre PKV-Beiträge stabil halten oder im Idealfall sogar nachhaltig senken können.
Diese Nürnberger-Tarife im PKV-Neugeschäft werden 2026 teurer
Hinweis: In der Tarifübersicht finden Sie zur Einordnung Durchschnittswerte zur aktuellen Anpassung bei die Nürnberger. Ihre individuelle Prämienhöhe kann abhängig vom Alter, Eintrittsjahr und dem gewählten Leistungsumfang davon abweichen. Konkrete Prozentwerte je Alterskohorte (Jahrgang) liefern wir später bzw. wenn bekannt.
Nürnberger BAP 2026 Neugeschäft (Vollversicherung - Angestellte, Selbstständige, Freiberufler & Mediziner)
| Tarif | Kind | Jugendl. | Erwachsene |
|---|---|---|---|
| 24 % | 22 % | 10-11 % | |
| 19 % | 24 % | 3-5 % | |
| GARANTIE | folgt | GARANTIE | |
| 21 % | 28 % | 18-20 % | |
| 21 % | 28 % | 18-20 % | |
| 21 % | 28 % | 10-11 % | |
| 21 % | 28 % | 10-11 % | |
| 11 % | 10 % | 12-17 % |
Stand: 05.11.2025
Warum erhöht die Nürnberger 2026 die PKV-Beiträge?
Mit Beitragsanpassungen wollen private Krankenversicherer ausdrücklich nicht ihre Gewinne steigern! Vielmehr folgen sie mit Beitragserhöhungen nur gesetzlich vorgeschriebenen Kalkulations- und Anpassungsmechanismen. Wer nachvollziehen will, wie es zu Beitragssteigerungen bei der privaten Krankenversicherung kommt, muss sich mit den auslösenden Faktoren auseinandersetzen. Dabei handelt es sich um diese zwei Werte, die Beitragsanpassungen bedingen: die Lebenserwartung und die Leistungsausgaben.
Zum Faktor Lebenserwartung: Leben die Menschen immer länger, verlängert sich damit auch die Versicherungszeit gegenüber der ursprünglichen Kalkulation zu Vertragsbeginn. Die Folge: Die PKV-Beiträge müssen steigen, um diese Zusatzkosten zu decken.
Zum Faktor Leistungsausgaben: Wenn sich die Kosten für die medizinische Behandlung und Versorgung z. B. in der Arztpraxis, bei Krankenhausaufenthalten oder für Medikamente und Therapien gegenüber den ursprünglich dafür vorgesehenen Ausgaben verändern, müssen PKV-Beiträge steigen.
Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung müssen immer dann erhöht werden, wenn die Ausgaben dauerhaft von den Einnahmen abweichen und/oder wenn die Lebenserwartung in einem Jahrgang signifikant gestiegen ist.
Um Abweichungen bei den beiden auslösenden Faktoren zu erfassen, müssen alle privaten Krankenversicherer jedes Jahr ihre gesamten Tarife überprüfen: Bei Abweichungen von 5 (reduzierte Grenze) darf, ab 10 Prozent, muss die Nürnberger mit Beitragsanpassungen reagieren.
Zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung kommt es …
- … wegen einer konstant steigenden Lebenserwartung und damit längeren Versicherungs- und Leistungsdauern (Die Sterbetafeln zur Statistik werden jährlich aktualisiert)
- … wegen gestiegener Fallzahlen und höherer Behandlungskosten (aktueller Kostenschub: 2024 stiegen die Versicherungsleistungen der Branche um 10,5 % auf 39,4 Millionen)
- … wegen der medizinischen Inflation (neue Medikamente, innovative Therapien, Forschung etc.)
- … wegen der allgemeinen Inflation (zum Vergleich: 2024 lagen die Verbraucherpreise um 19,9 % höher als 2019!)
- … wegen des niedrigen Zinsniveaus bzw. Rechnungszinses, die zu geringeren Kapitalerträge aus den Alterungsrückstellungen führen
Die Grafik zeigt die durchschnittliche Entwicklung der PKV-Beiträge bei der Nürnberger. Die kontinuierliche Beitragssteigerung folgt der allgemeinen Entwicklung in der Branche. Der PKV-Verband hat berechnet, dass die Beiträge in der PKV seit 2005 um durchschnittlich 3,1 Prozent im Jahr stiegen. (Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum stiegen die Beiträge von Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung um 3,8 Prozent!)

Die drei beobachteten Tariflinien zeigen über lange Phasen stabile Beiträge mit deutlichen Beitragssteigerungen in einzelnen Jahren. Insgesamt ergibt sich ein moderater, aber kontinuierlicher Aufwärtstrend. Grundlage sind die Neugeschäftsbeiträge; seit 2013 gilt die Unisex-Tarifwelt.
- HAT6: von 193,64 € (2005) auf zuletzt 422,39 € (2025) Ø +3,34 %
- TOP3+ / S1: dynamischste Linie: nach mehreren stabilen Jahren bis auf 900,74 € (2025) – Ø +2,94 % p. a
- TOP6 / ZZ20: aktuell 516,24 € und Ø +3,16 % p. a..
Einordnung: Auch bei der Nürnberger wird sichtbar, dass hochwertige Tariflinien hier Top3+ langfristig eine stabilere Entwicklung vorweisen und gerade Tarife mit Einsteigerleistungen wie der HAT6 eine höhere Beitragsentwicklung haben.
Warum kommt es zu Beitragssprüngen bzw. wie funktioniert der Bündelungseffekt?
- Je nach persönlicher Situation sorgen stark ansteigende PKV-Beiträge häufig für Verwunderung, Sorgen oder Unmut. Hinter diesen plötzlichen Beitragssprüngen steckt jedoch ein gesetzlich vorgegebenes System. Denn private Krankenversicherer dürfen die Beiträge nur dann anpassen, wenn bestimmte Schwellenwerte bei den sogenannten auslösenden Faktoren – etwa den Leistungsausgaben oder der Lebenserwartung – überschritten werden. Diese Grenzen liegen bei 5 Prozent (reduzierter Wert) beziehungsweise 10 Prozent (Standardwert).
Liegen die jährlichen Berechnungen der Nürnberger knapp unter diesen Werten, werden die eigentlich notwendigen Anpassungen zunächst aufgeschoben. Sobald der Schwellenwert später überschritten wird, werden die aufgestauten Erhöhungen auf einmal umgesetzt – was dann zu sprunghaften Beitragssteigerungen führt.
Beispiel Bündelungseffekt PKV:
7 % + 9 % + 11 % = +27 % Beitragssteigerung im dritten Jahr
Wann besteht eine Pflicht zur Beitragsanpassung?
Wird bei den auslösenden Faktoren (Lebenserwartung oder Leistungsausgaben) ein Anpassungsbedarf von über 10 Prozent festgestellt, müssen die PKV-Beiträge erhöht werden.
Was können Nürnberger-Versicherte jetzt tun?
Wer jetzt einen Änderungsbescheid von der Nürnberger erhält und ab 2026 höhere PKV-Beiträge zahlen soll, muss das nicht unbedingt einfach hinnehmen. Mit einer Feinjustierung der Leistungen, dem Erhöhen des Selbstbehalts bis zum PKV-Tarifwechsel etc. stehen verschiedene wirksame Optionen zur Wahl, um auf Beitragserhöhungen zu reagieren und die Beiträge auch zukünftig stabil zu halten.
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Unsere Experten bei KVoptimal unterstützen Sie dabei, die passende private Krankenversicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Jetzt kontakt aufnehmen1) Interner PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG
Der interne PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG macht Beitragssenkungen möglich, indem Versicherte einfach innerhalb der Nürnberger in einen günstigeren, häufig neueren Tarif wechseln. Der PKV-Tarifwechsel ist für alle mit einer Krankenvollversicherung jederzeit möglich.
Beim PKV-Tarifwechsel ergeben sich folgende Kontinuitätsvorteile:
- eine Gesundheitsprüfung entfällt bzw. ist ggf. nur für Mehrleistungen im neuen Tarif erforderlich
- die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten
- bereits erworbene leistungsfreie Jahre bzw. vertragliche Rechte (z. B. Wartezeiten) bleiben bestehen
- es ist keine Kündigung nötig – und der Versicherer darf den Antrag nicht einfach ablehnen. Älteren Versicherten muss die Nürnberger im Rahmen der freiwilligen Tarifwechsel-Leitlinien bei Beitragssteigerungen sogar proaktiv Alternativen anbieten.
Wichtig: Sobald der neue Tarif Mehrleistungen bietet, kann eine Gesundheitsprüfung erforderlich werden, die wiederum Zuschläge zur Folge haben kann. Um diese Kosten zu vermeiden bzw. zu reduzieren, können ggf. Leistungen ausgeschlossen werden. Eine Priorisierung nach Must-have- und Nice-to-have-Leistungen – und eine fachliche Beratung – helfen dabei, geeignete Leistungen auszuwählen und Sparziele zu erreichen.
Die Vorteile des internen PKV-Tarifwechsels im Überblick
- Er ermöglicht Zugang zu allen Tarifserien, auch zu geschlossenen alten (Bisex-)Tarifen
- Die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten, die Versicherungsdauer und Rechte bestehen im Regelfall wie bisher
- Bei gleichwertigen Leistungen im neuen Tarif entfällt die Gesundheitsprüfung (bei Mehrleistungen wird auch nur für diese geprüft)
- Die PKV-Beiträge können durchschnittlich um 43 % gesenkt werden – ohne Anbieterwechsel und ohne neue Abschlusskosten
- Ein Wechsel ist jederzeit zum Ersten des Folgemonats möglich
- Es ist feines Leistungs-Tuning möglich in den Bereichen stationär, ambulant, Zahn, aber auch beim Selbstbehalt etc.
- Versicherte können meist aus allen Tarifserien wählen, also auch aus alten geschlossenen Tarifen
- Bei einem internen Wechsel mit KVoptimal.de: Volle Transparenz mit klarer Netto-Ersparnis durch saubere Gegenüberstellung „Alt vs. Neu“
Ein PKV-Tarifwechsel innerhalb der Nürnberger ist die Option mit dem größten Einsparpotential und zugleich eine gute Gelegenheit, Leistungen sinnvoll zu ordnen.
2) Selbstbehalt anpassen
Um die Beiträge der privaten Krankenversicherung zu senken, kann auch die Erhöhung des Selbstbehalts geprüft werden. Damit lassen sich Summen in der Größenordnung vierstelliger Bereich jährlich sparen. Der Deal bei Selbstbehalten ist der, dass Versicherte im Krankheitsfall einen höheren Eigenanteil zahlen. Im Gegenzug verringert sich ihre Beitragshöhe. Damit sich die Erhöhung des Selbstbehalts rechnet, sollte dieser nicht vollständig ausgeschöpft werden.
Ein Selbstbehalt lohnt sich dann, wenn die zu erwartenden Eigenkosten in Summe unterhalb der jährlichen Beitragsersparnis bleiben.
Wichtig: Höhere Selbstbehalte beeinflussen nicht nur die Höhe der PKV-Prämie, sondern auch den Arbeitgeberzuschuss. Dieser wird an die geringere Prämie nach unten angepasst und senkt damit automatisch auch die steuerlich absetzbaren Beitragskosten. Dazu kommt, dass der Selbstbehalt selbst weder steuerlich absetzbar noch vom Arbeitgeber bezuschusst wird.
Vorteile bei der Erhöhung des Selbstbehalts
- sofortige Beitragssenkung
- steuerlich ggf. begünstigt
- einfache Umsetzung
Unser Tipp: Lassen Sie sich möglichst mehrere Angebote mit verschiedenen Höhen des Selbstbehalt – mit und ohne das Einreichen von Rechnungen – durchrechnen.
3) Leistungen gezielt justieren (Tarifoptimierung)
Eine weitere Option, um ganz ohne Wechsel durch Änderungen am bestehenden Vertrag Beitragskosten einzusparen, ist eine Feinjustierung der Leistungen. So können individuell verzichtbare Versicherungsleistungen gestrichen werden. Viele können etwa „schmerzfrei“ auf Einzelzimmer, Chefarztbehandlung, freie Arztwahl oder Heilpraktikerleistungen verzichten.
Wichtig: Die Finetuning von Leistungen ist eigentlich Profisache. Sie würden im ersten Schritt beispielsweise darauf verweisen, Basics wie Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussheilbehandlung, implantologische Leistungen (Zahnersatz) oder Hospiz- und Palliativleistungen unbedingt zu erhalten.
4) Beitragsentlastungstarif (BET) nutzen
Der Beitragsentlastungstarif (BET) ist keine Sofortmaßnahme, sondern eine Art zusätzliche Altersvorsorge. Beim BET wird über die Versicherungszeit Kapital angespart und verzinslich angelegt – ähnlich wie bei den Altersrückstellungen. In der Regel um den Rentenbeginn wird dieses Geld als fester monatlicher Zuschuss dafür verwendet, die PKV-Prämie im Alter planbar und garantiert zu senken.
Beschäftigte profitieren vom Beitragsentlastungstarif doppelt: So beteiligt sich der Arbeitgeber mit einem Zuschuss von 50 Prozent an den Beitragskosten. Zusätzlich können die BET-Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.
Vorteile des Zusatzbeitrags BET
- garantierte Entlastung im Rentenalter
- AG-Zuschuss möglich
- steuerlich begünstigt
Wichtig: Ein verbraucherfreundlicher BET-Vertrag bietet flexible Regeln für die Anpassung und Beendigung des Vertrags sowie beim Thema Beitragsbefreiung.
Unser Tipp: Es lohnt sich, zwei bis drei Angebote mit verschiedenen Ruhestandsprämien einzuholen, die jeweils auch Zuschüsse und Steuern berücksichtigen.
5) Den Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung sorgfältig prüfen
Die Kündigung der PKV steht in unserer Aufzählung der Strategien bei Beitragserhöhungen bewusst am Ende der Liste. Zu schwer wiegen die finanziellen Nachteile. Die entstehen nämlich, wenn bei der Kündigung Altersrückstellungen mindestens teilweise verlorengehen und die unbedingt zu wiederholende Gesundheitsprüfung Zuschläge für mittlerweile erworbene Krankheiten und Leiden zur Folge hat.
Hinweis: Vor einer Kündigung der PKV ist es ratsam, erst alle anderen Optionen wie einen internen Tarifwechsel oder Tarifoptimierungen (Selbstbehalt, Leistungskürzungen) zu prüfen. Wer dennoch kündigen möchte (für junge, gesunde Versicherte ist eher denkbar), sollte unbedingt mehrere Tarifangebote einholen und aussagekräftige Kennzahlen wie z. B. die Netto-Gesamtkosten, der Übertragungswert (Altersrückstellungen), die Leistungsmerkmale und wirtschaftliche Stabilität des Versicherungsunternehmens vergleichen.
Möchten Sie Ihre PKV kündigen? Hier ein Musterschreiben
Risiken bei einer Kündigung und Wechsel der PKV
- die zwingende Wiederholung der Gesundheitsprüfung kann Zuschläge und Leistungsausschlüsse zur Folge haben
- Altersrückstellungen können nur anteilig oder (bei älteren Verträgen) gar nicht mitgenommen werden
6) Erhöhung formal prüfen
Spätestens mit einem Beitragsbescheid und angekündigten Erhöhungen, ist es sinnvoll, zu prüfen, ob der Vertrag immer noch passt bzw. ob der Bescheid inhaltlich und rechnerisch korrekt ist. Beim Verdacht auf Fehler können Sie fachliche Expertise einholen und alle Unterlagen checken lassen. Wird dabei festgestellt, dass es z. B. bei den formalen Anforderungen oder Begründungspflichten Unstimmigkeiten gibt, besteht ggf. die Möglichkeit, die Beitragserhöhung anzufechten.
Darauf können Sie achten:
- Wurden alle Fristen eingehalten?
- Die Beitragserhöhung muss durch die PKV förmlich und inhaltlich korrekt begründet sein
- Für den Rechtsweg sollte unbedingt eine juristische Vertretung beauftragt werden, um eine berechtigte Rückforderung einzufordern.
Hinweis: Da die Kosten eines Prozesses erheblich sein können, sollte der Rechtsweg sorgfältig geprüft.
Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen von ungebundener, fachlicher Seite vollständig prüfen!
Kostenloser Quick-Check Ihrer privaten Krankenversicherung zur Nürnberger-Beitragserhöhung
Die angekündigten PKV-Beitragsanpassungen 2026 bei der Nürnberger verunsichern: Soll ich die höheren Beiträge einfach hinnehmen, intern wechseln, den Selbstbehalt oder Leistungsumfang anpassen oder doch besser kündigen?
Als gute Entscheidungshilfe nutzen Sie gern unsere Checkliste zur Nürnberger Beitragserhöhung 2026.
So verwenden Sie die PKV-Checkliste
- Oben Name, Beitrag (EUR/Monat), Versicherungsdauer (Jahre), Alter eintragen.
- Die 9 Aussagen mit Ja/Nein abhaken – bei Bedarf kurze Notizen ergänzen.
- Ergebnis prüfen: ≥ 3× „Ja“ → Formular absenden.
Was passiert danach?
- Wir prüfen Ihre Situation individuell:
- interne Tarifalternativen (inkl. geschlossener Alt-Tarife),
- sinnvolle Selbstbehalts-/Leistungsanpassungen,
- Beitragsentlastungstarif,
- ggf. externe Angebote (mit Übertragungswert)
- und die formale Wirksamkeit der Erhöhung.
- Sie erhalten eine klare Handlungsempfehlung mit Zahlen, Fristen und dem nächsten Schritt.
Unser Tipp: Laden Sie zusätzlich das aktuelle Erhöhungsschreiben und die letzte Beitragsübersicht Ihrer privaten Krankenversicherung hoch. Das beschleunigt die Prüfung.
FAQ Nürnberger Beitragserhöhung 2026
Die beiden Strategien, die sich bei Beitragserhöhungen am meisten bewährt haben, um die Beiträge stabil zu halten, sind der interne Tarifwechsel, der zum Folgemonat möglich ist, und die Erhöhung des Selbstbehalts, die meist nicht so flexibel möglich ist, aber beispielsweise immer mit einem internen Tarifwechsel.
Ein interner Tarifwechsel § 204 VVG ist auch ohne Gesundheitsprüfung möglich. In der Regel immer dann, wenn der neue Tarif keine Mehrleistungen bietet.
Dass Altersrückstellungen wertvoll sind, macht sich nicht erst im Alter bemerkbar, wenn sie dabei helfen, die Beiträge stabil zu halten und zu senken. Auch wer wechseln will – intern oder extern zu einer anderen privaten Krankenversicherung – muss sich mit den Altersrückstellungen auseinandersetzen. Beim internen Tarifwechsel nehmen Versicherte ihre Altersrückstellungen zu 100 % mit in den neuen Tarif. Anders beim Versicherungswechsel: Hier geht mindestens ein Teil nicht mit, sondern bleibt beim alten Versicherer. Dieser Verlust muss dann wieder neu aufgebaut werden, was die Beitragshöhe automatisch steigen lässt. So werden die Altersrückstellungen zum Zünglein an der Waage, wenn es darum geht, eine Strategie bei Beitragserhöhungen zu finden.
Wenn Ihre private Krankenversicherung den Beitrag erhöht, können Sie von einem Sonderkündigungsrecht nach § 205 Abs. 4 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Gebrauch machen. Die außerordentliche Kündigung muss dann innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt der Änderungsmitteilung erfolgen. Der Wechsel ist dann frühestens zum Zeitpunkt der angekündigten Beitragsänderung wirksam, also am 1.1.2026.
Wer Beitragskosten sparen möchte, kann dies auch tun, indem ausgewählte und verzichtbare Leistungen aus dem Vertrag gestrichen werden. Für viele ist es beispielsweise das Einzelzimmer im Krankenhaus. Auf verschiedene Basisleistungen sollte man allerdings allein aus Kostengründen nicht verzichten. Dazu zählen Bereiche wie der Zahnersatz, Rücktransporte im Krankheitsfall, Hospiz- und Palliativleistungen, Rehamaßnahmen, Psychotherapie und die Anschlussheilbehandlung. Im Krankheitsfall fallen hier große Summen an, die aus eigener Tasche zu leisten sind – oder werden eigentlich notwendige medizinische Behandlungen aus Kostengründen nicht wahrgenommen.
Der interne PKV-Tarifwechsel verdient das Prädikat „verbraucherfreundlich“. Er ist unkompliziert in der Umsetzung und immer zum Ersten des Folgemonats möglich.
1. Fristen prüfen (Sonderkündigungsrecht)
2. Schreiben formal prüfen (Formfehler?) und ggf. rechtliche Mittel wählen
3. Wege prüfen, um Beiträge zu senken: interner Tarifwechsel, Selbstbehalt erhöhen, Tarifoptimierung etc.
4. optional: professionelle Beratung einholen, um die geeignete Strategie zu finden
In der Regel können Sie den Selbstbehalt Ihrer privaten Krankenversicherung nicht einfach mitten im Jahr ändern, sondern nur zum Versicherungsjahresende – es sei denn, die Versicherung gewährt eine Ausnahme. Erhöhungen von Selbstbehalten sind erfahrungsgemäß einfacher möglich als Senkungen. Besonders unkompliziert und jederzeit möglich ist die Erhöhung des Selbstbehalts mit einem Kniff: Wer intern den Tarifwechsel wechselt, kann quasi jederzeit reagieren.
In der Regel bleibt der Arbeitgeberzuschuss auch nach einem PKV-Tarifwechsel erhalten. Wenn Sie den Tarif wechseln, zahlt Ihr Arbeitgeber weiterhin die Hälfte Ihres neuen Beitrags. Der Arbeitgeberzuschuss richtet sich nämlich nicht nach dem Tarif, sondern nach der Höhe vom PKV-Beitrag. Steigen die PKV-Beiträge, steigt automatisch auch der Arbeitgeberzuschuss. Hier ist eine Höchstgrenze zu beachten: 2026 beträgt der gesetzlich festgelegte Höchstbetrag 496,97 Euro pro Monat.
Es ist grundsätzlich eine gute Idee, den Überblick über Verträge und Kosten zu behalten. Nur so können Sparpotentiale ausgemacht werden – oder Fehler festgestellt werden. Gerade bei einer Beitragsanpassung können Sie selbst prüfen und spätestens bei einem Verdacht auf Formfehler z. B. hinsichtlich Fristen, fehlender Angaben oder Rechenfehlern, fachlichen Rat einholen und ggf. auf dieser Basis rechtliche Schritte planen.
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