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Ottonova Versicherung erhöht PKV Beiträge 2026

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Anja Glorius
1. November 2025
Das müssen Sie über die PKV Beitragserhöhung der Ottonova wissen

Zum Jahresende geben die meisten privaten Krankenversicherungen – so auch die Ottonova private Krankenversicherung – ihre Zahlen für geplante Beitragserhöhungen für 2026 bekannt. Legt man die aktuelle Statistik vom PKV-Verband zugrunde, müssen 60 Prozent der Versicherten der Ottonova mit durchschnittlich um 13 % höheren Beiträgen rechnen. Erfahren Sie hier, welche Strategien dabei helfen können, Ihre PKV-Beiträge langfristig stabil zu halten oder sogar zu senken.

Diese Ottonova-Tarife im PKV-Neugeschäft werden 2026 teurer

Hinweis: Die Übersicht der Tarife soll es Ihnen erleichtern, die aktuelle Beitragserhöhung bei der Ottonova einzuordnen. Zunächst bilden wir alle bisher bekannten Durchschnittswerte ab. Konkrete Prozentwerte je Alterskohorte (Jahrgang) folgen, sofern geteilt. Ihre individuelle Prämienhöhe kann davon noch abweichen, weil Ihr Alter, Eintrittsjahr und der gewählter Leistungsumfang die Werte verändern.

Ottonova BAP 2026 Neugeschäft (Vollkostenversicherung - Angestellte, Selbstständige & Freiberufler)

TarifKindJugendl.Erwachsene

BC100-10

28 %37 %8-14 %

BC100-25

26 %35 %8-13 %

Business Class Pro

GARANTIEGARANTIEGARANTIE

FC100-10

beitragsstabilbeitragsstabil7-13 %

FC100-10Z

beitragsstabilbeitragsstabil7-14 %

FC100-25

beitragsstabilbeitragsstabil7-13 %

FC100-25Z

beitragsstabilbeitragsstabil7-13 %

First Class Expats

beitragsstabilbeitragsstabil14-26 %

First Class Pro+

GARANTIEGARANTIEGARANTIE

PC100-10

26 %34 %7-13 %

PC100-50

26 %34 %5-12 %

Stand: 24.11.2025

Warum erhöht die Ottonova 2026 die PKV-Beiträge?

Private Krankenversicherer erhöhen ihre Beiträge nicht, um mehr Gewinn zu machen. Hinter einer Beitragsanpassung steckt vielmehr ein gesetzlich geregeltes Verfahren, das sicherstellt, dass die Beiträge auch in Zukunft die tatsächlichen Kosten decken. Wer verstehen möchte, warum die Beiträge in der privaten Krankenversicherung gelegentlich steigen, sollte einen Blick auf die wichtigsten Einflussfaktoren werfen: die steigende Lebenserwartung und die wachsenden Leistungsausgaben im Gesundheitswesen. Diese beiden Werte sind ausschlaggebend dafür, wie sich die Beiträge entwickeln. Sie werden auch auslösende Faktoren genannt.

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung müssen erhöht werden, wenn die Ausgaben dauerhaft von den Einnahmen abweichen bzw. wenn die Lebenserwartung in einem Jahrgang signifikant gestiegen ist.

Der Faktor Lebenserwartung: Steigt die durchschnittliche Lebenserwartung, verlängert sich die Versicherungsdauer im Vergleich zur ursprünglichen Kalkulation bei Vertragsabschluss. Um die dadurch entstehenden Mehrkosten (Je älter wird es statistisch betrachtet teurer) zu decken, müssen die PKV-Beiträge angepasst werden.

Der Faktor Leistungsausgaben: Erhöhen sich die Kosten für medizinische Behandlungen, Krankenhausaufenthalte, Medikamente oder Therapien im Vergleich zu den ursprünglich kalkulierten Ausgaben, führt auch das zu höheren Aufwendungen der privaten Krankenversicherung. Infolgedessen ist eine Anpassung der Beiträge erforderlich.

Zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung kommt es …

  • … wegen einer konstant steigenden Lebenserwartung und damit längeren Versicherungs- und Leistungsdauern (Die statistischen Sterbetafeln werden  jedes Jahr aktualisiert).
  • … wegen gestiegener Fallzahlen und höherer Behandlungskosten (2024 stiegen die Versicherungsleistungen der Branche um 10,5 % auf 39,4 Millionen!).
  • … wegen der medizinischen Inflation (neue Medikamente, innovative Therapien, Investitionen in Forschung etc.).
  • … wegen der allgemeinen Inflation (zum Vergleich: 2024 lagen die Verbraucherpreise um 19,9 % höher als noch 2019!).
  • … wegen des niedrigen Zinsniveaus bzw. Rechnungszinses, die zu geringeren Kapitalerträgen aus den Alterungsrückstellungen führen.

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Unsere Experten bei KVoptimal unterstützen Sie dabei, die passende private Krankenversicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden.

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Hier sehen Sie, wie sich PKV-Beiträge bei der Ottonova in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Die kontinuierliche Beitragssteigerung entspricht auch der allgemeinen Entwicklung in der Branche. Wobei der PKV-Verband berechnet hat, dass die Beiträge in der privaten Krankenversicherung seit 2005 um durchschnittlich 3,1 Prozent im Jahr stiegen sind, während die GKV-Beiträge im gleichen Zeitraum um 3,8 Prozent kletterten.

Quelle: psp-online

Zu ottonova lässt sich zurzeit nur begrenzt etwas über die langfristige Beitragsstabilität sagen – der Anbieter ist erst seit 2017 mit PKV-Produkten am Markt. Das Kollektiv ist entsprechend jung, anders als bei Häusern, die seit >100 Jahren PKV anbieten. Die vorliegenden Reihen sind kurz und zeigen Neugeschäftsbeiträge, nicht die Bestandsbeiträge.

  • BC100-10: Ø +0,78 % p. a. (2019–2026).
  • PC100-50: Ø +0,76 % p. a. (2019–2026).
  • FC Pro+: bisher stabil.

Einordnung: Die Entwicklung wirkt bislang moderat bis sehr stabil, belastbare Aussagen zur Langfrist-Robustheit sind wegen der kurzen Marktpräsenz und des jungen Kollektivs noch nicht möglich. Für die individuelle Planung gilt: Die Grafik zeigt Neugeschäftsbeiträge; Bestandsbeiträge können je Alterskohorte und BAP-Runden abweichen.

Warum kommt es zu Beitragssprüngen bzw. wie funktioniert der Bündelungseffekt?

  • Stark ansteigende PKV-Beiträge sorgen je nach persönlicher Situation für Verwunderung, Zweifel oder Ärger. Hinter diesen „plötzlichen“ Beitragssprüngen steckt jedoch System bzw. der sogenannte Bündelungseffekt. Dieser entsteht, wenn private Krankenversicherer Beiträge in einzelnen Tarifen mehrere Jahre in Folge nicht anpassen dürfen, weil die Abweichung nicht ausreicht. Um Beiträge anzupassen, müssen nämlich erst bestimmte gesetzliche Schwellenwerte bei den sogenannten auslösenden Faktoren – also den Leistungsausgaben oder der Lebenserwartung – überschritten werden. Bei 5 Prozent (reduzierter Wert) darf, bei 10 Prozent Abweichung (Standardwert) muss die Ottonova reagieren. Liegen die jährlichen Berechnungen der Ottonova wiederholt knapp unterhalb dieser Werte, werden die eigentlich notwendigen Anpassungen aufgeschoben – und später umgesetzt –, was zu sprunghaften Beitragssteigerungen führt.

Beispiel Bündelungseffekt PKV:

7 % + 9 % + 11 % = +27 % Beitragssteigerung im dritten Jahr

Wann besteht eine Pflicht zur Beitragsanpassung?

Stellt die Ottonova bei der jährlichen Prüfung aller Tarife bei Lebenserwartung oder Leistungsausgaben einen Anpassungsbedarf von über 10 Prozent fest, müssen die PKV-Beiträge angepasst werden.

Was können Ottonova-Versicherte jetzt tun?

Wer ab 2026 für seinen Tarif bei der Ottonova höhere PKV-Beiträge zahlen soll, muss das keinesfalls einfach hinnehmen. Strategien wie eine Feinjustierung der Leistungen, die Erhöhung des Selbstbehalts oder der PKV-Tarifwechsel sind alles wirksame Optionen, um die PKV-Beiträge auch zukünftig stabil halten zu können.  

1) Interner PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG

Viele scheuen sich vor dem Papierkram, der mit einem Wechsel verbunden ist – und lassen es gleich bleiben. Der interne PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG ist in der Praxis absolut verbraucherfreundlich und unkompliziert zu erledigen. Schon zum ersten des Folgemonats können alle Versicherten mit einer Krankenvollversicherung in einen geeigneten anderen – und günstigeren – Tarif bei der Ottonova wechseln. Ohne großen Aufwand und ohne Verlust der gewohnten Leistungen.

Beim PKV-Tarifwechsel ergeben sich folgende Kontinuitätsvorteile:

  • eine Gesundheitsprüfung entfällt bzw. ist ggf. nur für Mehrleistungen im neuen Tarif erforderlich
  • die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten
  • bereits erworbene leistungsfreie Jahre bzw. vertragliche Rechte (z. B. Wartezeiten) bleiben bestehen
  • es ist keine Kündigung nötig – und der Versicherer darf den Antrag nicht einfach ablehnen. Älteren Versicherten muss die Ottonova im Rahmen der freiwilligen Tarifwechsel-Leitlinien bei Beitragssteigerungen sogar proaktiv Alternativen anbieten.

Wichtig: Bei einem internen Tarifwechsel kann eine Gesundheitsprüfung erforderlich werden, die wiederum ggf. Zuschläge ergibt. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn der neue Tarif zusätzliche Leistungen bietet. Kosten lassen sich vermeiden, indem diese Mehrleistungen ausgeschlossen werden. Hierfür können Sie nach Must-have- und Nice-to-have-Leistungen priorisieren. Eine fachliche Beratung kann dabei helfen, geeignete Leistungen auszuwählen, um Ihre Sparziele zu erreichen.

Die Vorteile des internen PKV-Tarifwechsels im Überblick

  • Versicherte können meist aus allen Tarifserien wählen, also auch aus alten geschlossenen Tarifen
  • Die Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten, die Versicherungsdauer und Rechte bestehen im Regelfall wie bisher
  • Bei gleichwertigen Leistungen im neuen Tarif entfällt die Gesundheitsprüfung (bei Mehrleistungen wird auch nur für diese geprüft)
  • Die PKV-Beiträge können durchschnittlich um 43 % gesenkt werden – ohne Anbieterwechsel und ohne neue Abschlusskosten
  • Ein Wechsel ist jederzeit zum Ersten des Folgemonats möglich
  • Es ist feines Leistungs-Tuning möglich in den Bereichen stationär, ambulant, Zahn, aber auch beim Selbstbehalt etc.
  • Bei einem internen Wechsel mit KVoptimal.de: Volle Transparenz mit klarer Netto-Ersparnis durch saubere Gegenüberstellung „Alt vs. Neu“

Ein PKV-Tarifwechsel innerhalb der Ottonova ist die Option mit dem größten Einsparpotential und zugleich eine gute Gelegenheit, Leistungen sinnvoll zu ordnen.

2) Selbstbehalt anpassen

Ein klug gewählter Selbstbehalt ist ein einfacher Weg, um bei den Beitragskosten zu sparen. Wer bereit ist und genügend finanzielle Rücklagen hat, um Krankheitskosten bis zu einer Grenze aus eigener Tasche zu zahlen, kann auf diese Weise Beiträge im bis zu vierstelligen Bereich sparen.

Ein Selbstbehalt lohnt sich immer dann, wenn die zu erwartenden Eigenkosten in Summe die jährliche Beitragsersparnis nicht übertreffen.

Wichtig: Bei der Kalkulation sollte unbedingt beachtet werden, dass Selbstbehalte sowohl die PKV-Prämie als auch die steuerlich absetzbaren Beitragskosten senken. Der Selbstbehalt selbst kann weder steuerlich abgesetzt werden noch beteiligt sich der Arbeitgeber.

Vorteile bei der Erhöhung des Selbstbehalts

  • sofortige Beitragssenkung
  • steuerlich ggf. begünstigt
  • einfache Umsetzung

Unser Tipp: Es ist sinnvoll, immer mehrere Angebote mit verschiedenen Selbstbehalt-Höhen einzuholen – jeweils  mit und ohne das Einreichen von Rechnungen.

3) Leistungen gezielt justieren (Tarifoptimierung)

Was viele an ihrer privaten Krankenversicherung schätzen, ist die Möglichkeit, die Leistungen eng am Bedarf zusammenzustellen. Das lässt sich auch gut dosiert nutzen, um Beiträge einzusparen. Sie können bei den Leistungen ansetzen und streichen, auf die Sie verzichten können. Für viele ist das gut denkbar, etwa beim Einzelzimmer, der Chefarztbehandlung, der freien Arztwahl oder Heilpraktikerleistungen.

Wichtig: Leistungskürzungen sind eigentlich Profisache, da Geiz am falschen Platz sich später in Form von horrenden Kostenforderungen rächen kann. In einer Beratung würde auch darauf verwiesen werden, dass bei bestimmten Basisleistungen wie Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussheilbehandlung, Hospiz- und Palliativleistungen, Psychotherapie oder implantologischen Leistungen (Zahnersatz) eine Kürzung nicht angeraten ist.

4) Beitragsentlastungstarif (BET) nutzen

Mehr zusätzliche Altersvorsorge als Sofortmaßnahme bei Beitragserhöhungen ist der Beitragsentlastungstarif (BET). Hierbei zahlen Versicherte monatlich ein, um ein finanzielles Polster – ähnlich wie bei den Altersrückstellungen – zu bilden. Dieses wird dann im Ruhestand als fester monatlicher Zuschuss dafür verwendet, die PKV-Beiträge planbar und garantiert zu senken.

Vom Beitragsentlastungstarif profitieren vor allem Beschäftigte, da ihr Arbeitgeber 50 Prozent der Beitragskosten übernimmt und die BET-Beiträge die Steuerlast senken.

Vorteile des Zusatzbeitrags BET

  • garantierte Entlastung im Rentenalter
  • AG-Zuschuss möglich
  • steuerlich begünstigt

Wichtig: Ein verbraucherfreundlicher BET-Vertrag sieht hinsichtlich Anpassung und Beendigung des Vertrags sowie beim Thema Beitragsbefreiung flexible Regelungen vor.

Unser Tipp: Hier hat es sich bewährt, mehrere Angebote mit verschiedenen Ruhestandsprämien einzuholen, die jeweils auch Zuschüsse und Steuern einkalkulieren.

5) Den Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung sorgfältig prüfen

Die Kündigung der PKV ist wegen der offensichtlichen finanziellen Nachteile in aller Regel keine Option. Das hat zwei Gründe: Die Altersrückstellungen und die Gesundheitsprüfung. Bei der Kündigung der privaten Krankenversicherung geht den Versicherten mindestens ein Teil der über die Jahre angesparten Altersrückstellungen verloren. Da auch der neue Versicherer dazu verpflichtet ist, das individuelle Gesundheitsrisiko festzustellen, muss die Gesundheitsprüfung vollständig wiederholt werden. Zuschläge oder Leistungsausschlüsse für mittlerweile erworbene Krankheiten und Leiden können die Folge sein.

Hinweis: Bevor die Kündigung ernsthaft erwogen wird, sollten erst alle anderen Optionen wie der interne Tarifwechsel, die Erhöhung des Selbstbehalts etc. sorgfältig geprüft werden. Bleibt es beim Kündigungswunsch, ist es unbedingt sinnvoll, mehrere aussagekräftige Tarifangebote einzuholen. Aussagekräftig meint, dass relevante Kennzahlen wie z. B. die Leistungsmerkmale, die Netto-Gesamtkosten, der Übertragungswert (Altersrückstellungen) und die wirtschaftliche Stabilität des Versicherungsunternehmens gegenübergestellt werden.

Möchten Sie Ihre PKV kündigen? Hier ein Musterschreiben

Risiken bei einer Kündigung und Wechsel der PKV

  • die zwingende Wiederholung der Gesundheitsprüfung kann Zuschläge und Leistungsausschlüsse zur Folge haben
  • Altersrückstellungen können nur anteilig oder (bei älteren Verträgen) gar nicht mitgenommen werden

6) Erhöhung formal prüfen

Spätestens beim Verdacht auf (Form‑)Fehler können Sie – am besten mit fachlicher Unterstützung – rechtliche Mittel gegen den Beitragsbescheid prüfen.  Können Unstimmigkeiten bei formalen Anforderungen oder Begründungspflichten nachgewiesen werden, besteht ggf. die Möglichkeit, die Beitragserhöhung anzufechten.

Darauf können Sie achten:

  • Wurden alle Fristen eingehalten?
  • Die Beitragserhöhung muss durch die PKV förmlich und inhaltlich korrekt begründet sein
  • Für den Rechtsweg sollte unbedingt eine juristische Vertretung beauftragt werden, um eine berechtigte Rückforderung einzufordern.

Hinweis: Da die Kosten eines Prozesses erheblich sein können, sollte der Rechtsweg sorgfältig geprüft werden.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen von ungebundener, fachlicher Seite vollständig prüfen!

Kostenloser Quick-Check Ihrer privaten Krankenversicherung zur Ottonova-Beitragserhöhung

Die angekündigten PKV-Beitragsanpassungen 2026 bei der Ottonova verunsichern nicht wenige: Soll ich die höheren Beiträge einfach hinnehmen, intern wechseln, den Selbstbehalt oder Leistungsumfang anpassen oder doch besser kündigen?

Als gute Entscheidungshilfe nutzen Sie gern unsere Checkliste zur Ottonova Beitragserhöhung 2026.

So verwenden Sie die PKV-Checkliste

  1. Oben Name, Beitrag (EUR/Monat), Versicherungsdauer (Jahre), Alter eintragen.
  2. Die 9 Aussagen mit Ja/Nein abhaken – bei Bedarf kurze Notizen ergänzen.
  3. Ergebnis prüfen: ≥ 3× „Ja“ → Formular absenden.

Was passiert danach?

  • Wir prüfen Ihre Situation individuell:
    • interne Tarifalternativen (inkl. geschlossener Alt-Tarife),
    • sinnvolle Selbstbehalts-/Leistungsanpassungen,
    • Beitragsentlastungstarif,
    • ggf. externe Angebote (mit Übertragungswert)
    • und die formale Wirksamkeit der Erhöhung.
  • Sie erhalten eine klare Handlungsempfehlung mit Zahlen, Fristen und dem nächsten Schritt.

Unser Tipp: Laden Sie zusätzlich das aktuelle Erhöhungsschreiben und die letzte Beitragsübersicht Ihrer privaten Krankenversicherung hoch. Das beschleunigt die Prüfung.

FAQ Ottonova Beitragserhöhung 2026

Gibt es eine Frist oder ein Zeitfenster speziell für den internen Tarifwechsel?

Der interne PKV-Tarifwechsel ist sehr verbraucherfreundlich geregelt und ermöglicht es, kurzfristig jederzeit – in der Regel immer zum Ersten des Folgemonats – zu wechseln.

Wie ist das steuerlich – welche Beiträge kann ich absetzen?

Die Prämien zur privaten Krankenversicherung können als Vorsorgeaufwendungen vollständig steuerlich geltend gemacht werden. Davon ausgenommen sind lediglich alle Leistungen, die über die Basisabsicherung (entspricht in etwa dem Leistungsniveau, das die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten) hinausgehen. So können beispielsweise Kosten für Chefarztbehandlung, Heilpraktikerleistungen oder für reine Komfortleistungen wie das Einbettzimmer nicht als Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. In dieser Steuerangelegenheit hilft Ihnen übrigens ein Service der Ottonova: Welche Kosten steuerlich Beachtung finden, darüber stellt sie eine Jahresbescheinigung aus.

Kann ich prüfen (lassen), ob die PKV-Erhöhung formal korrekt ist?

Um Formfehler, also z. B. hinsichtlich Fristen, fehlender Angaben, Begründungen oder Rechenfehler auszuschließen, kann zunächst eine fachliche Beratung hinzugezogen werden. So kann der Rechtsweg geebnet werden: Formfehler können nämlich Beitragsanpassungen unwirksam machen und Nachberechnungen und Beitragsrückerstattungen ermöglichen.

Gibt es Wartezeiten oder Ausschlüsse beim internen Tarifwechsel?

Führt der Wechsel in einen Tarif auf gleichem Leistungsniveau, sind in der Regel keine Änderungen bei Wartezeiten sowie Ausschlüsse zu erwarten. Bietet der neue Tarif umfangreichere Leistungen, darf die private Krankenversicherung für diese Mehrleistungen Wartezeiten und eine neue Gesundheitsprüfung verlangen. Bei Letzterer müssen Sie ggf. mit Zuschlägen (Risikozuschlag) oder Ausschlüssen (Leistungsausschluss für bestimmte Krankheiten) rechnen.

Was kann ich tun, wenn ich die höhere Prämie kurzfristig nicht zahlen kann?

Wer mit der Beitragserhöhung in finanzielle Nöte gerät, hat verschiedene Optionen, die Beiträge stabil zu halten oder zu senken. Die größte Beitragsersparnis bietet der jederzeit mögliche interne Tarifwechsel. Bei einem Wechsel mit KVoptimal.de sparen Versicherte im Durchschnitt 43 Prozent der Beitragskosten – ohne Anbieterwechsel und ohne Abschlusskosten. Auch die Erhöhung des Selbstbehalts ist meist zum Jahresbeginn möglich und kann für spürbare Einsparungen sorgen.

Was ist der schnellste Hebel zur Nettosenkung meines Beitrags?

Die PKV-Beiträge lassen sich mit diesen beiden Strategien schnell und planbar senken: Der interne Tarifwechsel ist immer zum Ersten des Folgemonats möglich. Die Erhöhung des Selbstbehalts ist meist nur zum Versicherungsjahresende möglich, bietet aber auch die Chance auf größere Kosteneinsparungen.

Kann ich intern wechseln – auch ohne Gesundheitsprüfung?

Ein interner Tarifwechsel § 204 VVG ist dann ohne Gesundheitsprüfung möglich, wenn der neue Tarif keine Mehrleistungen bietet.

Gilt die Erhöhung auch für die Pflegepflichtversicherung (PPV)?

Nein, die private Krankenversicherung und Pflegepflichtversicherung werden nicht unbedingt gleichzeitig erhöht. Das liegt daran, dass unterschiedliche Kalkulationskriterien angewendet werden: Die PKV-Prämien werden bei Abweichungen von Lebenserwartung und Leistungsausgaben erhöht,  die Beiträge zur PPV werden hingegen vom Gesetzgeber bundeseinheitlich angepasst.

Reicht es, den Selbstbehalt zum PKV-Vertrag zu erhöhen – und wann rechnet sich das?

Die Erhöhung des Selbstbehalts lohnt sich immer dann, wenn die zu erwartenden Eigenkosten unter der jährlichen Beitragsersparnis bleiben. Wichtig ist, einzukalkulieren, dass der Selbstbehalt auch die steuerlich absetzbaren Beitragskosten verringert und der Selbstbehalt selbst nicht abzugsfähig ist.

Bleibt der Arbeitgeberzuschuss nach einem Tarifwechsel erhalten?

Im Normalfall bekommen Sie nach einem PKV-Tarifwechsel wie gewohnt den Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Hälfte Ihrer neuen Beitragshöhe. Den Arbeitgeberzuschuss gibt es nämlich unabhängig vom gewählten Tarif. Sinken die PKV-Beiträge, sinkt automatisch auch der Arbeitgeberzuschuss. Dieser wird nach oben grundsätzlich gedeckelt vom gesetzlich festgelegten Höchstbetrag, der 2026 bei 496,97 Euro pro Monat liegt.

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Wir prüfen gern Ihre Ottonova-Beitragserhöhung und zeigen Ihnen konkrete und nachhaltige Tarifalternativen für einen Wechsel ohne Verlust Ihrer Alterungsrückstellungen in einen Tarif mit mindestens gleichwertigem Leistungsniveau und spürbarer finanzieller Entlastung. Jetzt Unterlagen hochladen und Rückruftermin vereinbaren!

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