Die Signal Iduna nimmt zum 01.01.2022 eine Beitragsanpassung vor. Damit reagiert das Unternehmen wie alle Krankenversicherer auf die steigenden Kosten des Gesundheitssystems. Zum Leidwesen der Versicherten, die bereits letztes Jahr teils Erhöhungen ihrer PKV-Tarife in Kauf nehmen mussten. In unserem Ratgeber erfahren sie jedoch, wie Sie darauf reagieren und bei gleichbleibendem Leistungsniveau Beiträge einsparen können.

Welche Tarife bekommen eine Beitragserhöhung?

Aller Wahrscheinlichkeit nach, werden die folgenden aktuellen für das Neugeschäft offenen Tarife angepasst:

Werden weitere Tarife erhöht?

Es könnten noch folgende Tarif die bereits geschlossen sind angepasst werden:

Kompakttarife - Bisex bis 2012:

Ambulante Tarife - Bisex bis 2012:

Stationäre Tarife - Bisex bis 2012:

Dentale Tarife - Bisex bis 2012:

Kommt es zu einer Anpassung der Prämie, haben Sie verschiedene Möglichkeiten darauf zu reagieren. Welche Option für Sie infrage kommt, ist von persönlichen Umständen abhängig und muss individuell geprüft werden. Lesen Sie in unserem Praxisratgeber, wie Sie auf die Beitragsanpassung reagieren können und welche Fehler Sie dabei vermeiden sollten.

Zum Vergleich: Signal Iduna PKV Beitragserhöhung 2021

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Ratgeber – Beitragserhöhung | Beitragsanpassung der Signal Iduna Krankenversicherung

Warum kommt es zu Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung?

Beitragsanpassungen sind in der privaten Krankenversicherung wie auch in den gesetzlichen Krankenkassen eine gängige Methode. Denn sie sind für die Unternehmen unerlässlich, um auf die steigenden Kosten des Gesundheitssystems zu reagieren. Moderne und innovative Behandlungsmethoden erleichtern das Leben Erkrankter, doch sorgen sie für hohe Ausgaben. Zudem werden die Versicherten immer älter und auch auf die Gesundheitsbranche wirkt sich die anhaltende Niedrigzinsphase aus. All diese Faktoren machen eine Erhöhung der Prämien für die gesetzlichen und privaten Krankenversicherer notwendig.

Wirken sich Alter und häufige Krankheit auf die Prämie aus?

Obwohl häufig angenommen, wirkt es sich nicht auf den Beitrag aus, wenn die Versicherungsnehmer oft krank sind. Auch wenn im vergangenen Jahr viele Rechnungen eingereicht wurden. Denn die Privatversicherer ermitteln den Beitrag zu Beginn der Versicherung nach dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand. Dann erfolgt die Zuordnung in eine Tarifgruppe mit anderen Versicherten. Wenn in diese Gruppe hohe Kosten zu erwarten sind, sind diese von Beginn an einkalkuliert und werden auf die Versicherungsnehmer in der Altersgruppe umgelegt. Das Risiko, häufig zu erkranken, ist also bereits abgedeckt. Ebenso das Alter.

Steigen die Krankheitskosten jedoch allgemein, weil die Medizin immer teurer wird, oder nimmt die Lebenserwartung der Versicherten zu, handelt es sich nicht um ein bereits einkalkuliertes Risiko. Daher erfolgt eine Beitragsanpassung, die im Jahresdurchschnitt etwa 4,8 Prozent beträgt.

Ist es sinnvoll, der Erhöhung zu widersprechen?

Einer Beitragserhöhung zu widersprechen ist insofern nicht sinnvoll, da der Versicherer seitens des Gesetzgebers dazu berechtigt ist. Denn eine Beitragsanpassung ist ein langwieriger Prozess. Die Unternehmen müssen gegenüber einem unabhängigen mathematischen Treuhänder nachweisen, dass ihre Kostenkalkulation dauerhaft von der neuen Kalkulation abweicht. Nur wenn der Treuhänder einer Beitragsanpassung zustimmt, darf diese vorgenommen werden.

Sollte es Zweifel an der Richtigkeit der Erhöhung geben, sollte ein Widerspruch mit rechtlichem Beistand eingelegt werden. Erfahrungsgemäß scheitern diese Vorgehen jedoch und sind mit hohen Rechtskosten verbunden.

Kann ich meine PKV jetzt kündigen?

Mit der Beitragserhöhung geht für die Kunden ein Sonderkündigungsrecht einher. Sie können ihre PKV bei der Signal Krankenversicherung kündigen und zu einem Anbieter mit günstigeren Beiträgen wechseln. Doch Vorsicht: Auch andere Versicherer nehmen Beitragsanpassungen vor. Außerdem gehen bei einer Kündigung bereits gebildete Altersrückstellungen verloren, wodurch die Prämie im Alter teurer wird. Daher ist dieses Vorgehen selten eine gute Idee und empfiehlt sich, wenn überhaupt, nur für junge Personen, weniger als zehn Jahre bei der Signal Iduna versichert sind.

Wie kann ich Beiträge langfristig reduzieren, um meine PKV später noch bezahlen zu können?

Ein interner Tarifwechsel ist meist die beste Lösung, wenn Ihr Vertrag von einer Prämienanpassung betroffen ist. Denn dabei sind Beitragsersparnisse von bis zu 43 Prozent möglich. Außerdem bleiben die Privatversicherten bei ihrer Gesellschaft versichert, womit sie ihre Altersrückstellungen erhalten. Allerdings wechseln sie innerhalb des Unternehmens in einen anderen, im Regelfall günstigeren PKV-Tarif. Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens ist, dass der Krankenversicherer auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet, wenn der neue Vertrag gleichwertige oder geringere Leistungen vorsieht. Damit steht diese Option auch Personen mit Vorerkrankungen offen.

Die Signal Iduna Krankenversicherung schickt mir keine günstigeren Angebote?

Privatversicherte, die über 55 Jahre alt sind, erhalten automatisch standardisierte Angebote für den internen Tarifwechsel bei einer Prämienerhöhung. Im Regelfall handelt es sich dabei um den leistungsschwachen Basis- oder Standardtarif und Angebote aus der neuen Tarifwelt. Wechseln Sie jedoch in einen Tarif der neuen Tarifwechsel, ist die Wechseloption zukünftig stark eingeschränkt. Außerdem verlieren die Versicherten ihr Anrecht auf den Standardtarif.

Beitragsgarantien und Beitragssenkungen bei der Signal Iduna

Beitragsgarantie bis 31.12.2022:

Beitragssenkung:

Bisher kein Tarif bekannt.

Praxis-Tipp: Tarifwechsel

Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG ist jederzeit möglich und muss keine Reaktion auf eine Prämienerhöhung sein. Er kann immer zum 01. Des Folgemonats erfolgen. Zudem bedarf es keiner Angabe von Gründen.

Doch so unkompliziert ein Wechsel auch ist, gibt es einige Hürden zu überwinden. Insbesondere bei Vorerkrankungen darf der neue PKV-Tarif keine besseren Leistungen vorsehen als der bisherige Versicherungsschutz. Andernfalls sind Gesundheitsfragen zu beantworten.

Dennoch sollten die Leistungen nach wie vor dem Bedarf entsprechen. Daher ist es wichtig, einen passenden Alternativtarif zu finden. Zwar versendet die Signal Iduna Krankenversicherung mit der Beitragsanpassung meist Vorschläge für den internen Tarifwechsel, doch handelt es sich dabei um standardisierte Angebote. Diese sind nicht auf den individuellen Bedarf der Kunden zugeschnitten. Aus diesem Grund sollten sie nicht nur die Vorschläge des Anbieters berücksichtigen, sondern auch weitere alternative Tarife prüfen.

Praxis-Tipp: Beiträge im Alter

Als Privatversicherte müssen sie bedenken, dass die Beiträge der PKV etwa alle zwei bis drei Jahre steigen. Dies hat nichts mit ihrem Alter oder Erkrankungen zu tun, sondern mit der wirtschaftlichen und globalen Entwicklung. Daher müssen Sie in jungen Jahren berücksichtigen, dass sich die Beiträge in 20 bis 25 Jahren verdoppeln werden.

Die PKV kann für junge Menschen zwar vorerst günstiger sein, ist aber auf lange Sicht kein Sparmodell gegenüber der GKV! Planen Sie somit die Beitragssteigerungen ein und machen sie die Beiträge, die Sie an junge Versicherte, insolvenz-, pfändungs- und scheidungssicher.

Praxis-Tipp: Krankentagegeld

Wir empfehlen Ihnen, immer Ihr gesamtes Einkommen abzusichern. So haben Sie im Krankheitsfall keine finanziellen Einschränkungen. Um dabei Beiträge zu sparen, können Sie das Stufenmodell wählen. Dabei erhöht sich die Krankengeldleistung, je länger Sie krankgeschrieben sind. Diese Absicherung bringt Ihnen eine Ersparnis von bis zu 25 Prozent.

Beispiel: Selbstständiger mit einem Nettoeinkommen von 4.000 Euro und einer privaten Krankenversicherung mit einem Monatsbeitrag über 500 Euro (Gesamtbedarf 4.500 Euro / Monat)

  • Leistung ab der siebten Woche: 2.000 Euro (für Miete, Lebenshaltung, Krankenversicherung)
  • Leistung ab dem vierten Monat: 4.500 Euro (zusätzlich für Sparen, Altersvorsorge und Freizeit)