Beitragserhöhungen werden bei der DKV zum 01.04.2022 durchgeführt. Als einer der führenden Anbieter auf dem Markt, reagiert der Krankenversicherer der ERGO damit wie alle Gesellschaften auf die steigenden Kosten des Gesundheitssystems. Privatversicherte haben jedoch den Vorteil, dass sie verschiedene Maßnahmen ergreifen können, um ihre PKV-Beiträge zu senken.

Welche Tarife der DKV sind 2022 von einer Beitragserhöhung betroffen?

Fest steht bereit die Erhöhung der Pflegepflichtversicherungsbeiträge infolge steigender Kosten. So soll die Pflegepflichtversicherung (PVN) bis zu 10% erhöht werden. Bei Beamten sogar um bis zu 26%. Auch Studenten, die ja erfahrungsgemäß weniger Einkommen haben, sind mit bis zu 21% mehr belastet bei der Pflegepflichtversicherung.

Können weitere Tarife der PKV erhöht werden?

Ambulante Tarife

Stationäre Tarife

Dentale Tarife

Beitragsanpassungen gibt es in allen Tarifen. Angestellte und Selbstständige, Beamte, Kinder und Jugendliche – sie alle können gleichermaßen betroffen sein. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wieso Beitragserhöhungen notwendig sind und mit welchen Maßnahmen Sie steigenden Kosten entgegenwirken.

Ratgeber – Beitragserhöhung | Beitragsanpassung der DKV Krankenversicherung:

  1. Wieso werden meine Beiträge erhöht?
  2. Wird meine PKV teurer, weil ich krank oder alt bin?
  3. Soll ich der Beitragsanpassung widersprechen?
  4. Ist eine Kündigung der DKV Krankenversicherung sinnvoll?
  5. Wie kann ich Beiträge langfristig reduzieren?
  6. Schickt mir die DKV günstigere Angebote?
  7. Beitragsgarantien und Senkungen in der privaten Krankenversicherung
  8. Praxis-Tipp Tarifwechsel
  9. Praxis-Tipp Beiträge im Alter
  10. Praxis-Tipp Krankentagegeld

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Wieso werden meine Beiträge erhöht?

Erhöhungen der Beiträge sind für betroffene Versicherungsnehmer immer ärgerlich. Allerdings sind sie notwendig. Denn die Kosten der Gesundheitsversorgung steigen mit innovativen Behandlungsmethoden. Und die Menschen werden immer älter. Auch müssen die Krankenversicherer auf den Niedrigzins reagieren, der kaum noch lukrative Geldanlagen ermöglicht. All diese Faktoren führen dazu, dass es zu Prämienerhöhungen kommt. Sowohl in der privaten wie auch in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wird meine PKV teurer, weil ich krank oder alt bin?

Nein, Ihre private Krankenversicherung wird nicht teurer, weil sie häufig krank sind oder älter wurden. Die Beiträge steigen als Reaktion auf wirtschaftliche und globale Entwicklungen. So kommt es, dass die PKV ihre Prämien jährlich um etwa 4,8 Prozent erhöht. Davon sind alle Versicherungsnehmer innerhalb eines Tarifs gleichermaßen betroffen und nicht nur eine einzelne Person.

Soll ich der Beitragsanpassung widersprechen?

Eine PKV-Beitragserhöhung ist ein strenger und engmaschiger Prozess. Dabei muss der Versicherer gegenüber einem unabhängigen mathematischen Treuhänder nachweisen, dass seine neue Prämienkalkulation um mindestens fünf Prozent von der bisherigen Kalkulation abweicht. Und nur wenn der Treuhänder dem zustimmt, darf das Versicherungsunternehmen die Beiträge anpassen. Unserer Erfahrung nach ist ein Widerspruch daher wenig erfolgversprechend und ist mit hohen Kosten für den Rechtsbeistand verbunden.

Ist eine Kündigung der DKV Krankenversicherung sinnvoll?

Erfolgte eine Prämienerhöhung, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Sie können Ihre PKV somit kündigen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Dabei müssen Sie jedoch beachten, dass auch andere Gesellschaften ihre Beiträge erhöhen. Außerdem müssen Sie erneut eine Gesundheitsprüfung durchlaufen und verlieren einen Großteil der bereits gebildeten Altersrückstellungen. Wenn überhaupt, empfehlen wir eine Kündigung infolge der Erhöhung nur Privatversicherten, die jung und gesund sind und seit maximal zehn Jahren bei der DKV versichert sind.

Wie kann ich Beiträge langfristig reduzieren?

Eine gute Möglichkeit, um auf die steigenden Beiträge zu reagieren, ist ein interner Tarifwechsel nach § 204 VVG. Damit ist eine Beitragsersparnis von bis zu 43 Prozent möglich. Sie bleiben bei der DKV krankenversichert, wechseln aber intern in einen günstigeren Tarif. Den Tarifwechsel können Sie jederzeit durchführen und sind nicht an eine Anpassung Ihrer Prämie gebunden. So bleibt noch ausreichend Zeit, um vor der Erhöhung zum 01.04.2022 entsprechend Maßnahmen zu ergreifen.

Schickt mir die DKV günstigere Angebote?

Die meisten Krankenversicherer schicken mit der Beitragserhöhung, spätestens ab dem 55. Lebensjahr, obligatorisch Angebote für einen Tarifwechsel. Diese enthalten üblicherweise ein Angebot für den Basis- oder Standardtarif und eines aus der neuen Tarifwelt. Doch diese standardisierten Schreiben entsprechen nicht Ihrem individuellen Bedarf. Außerdem können Sie bei einem Wechsel in die neue Tarifwelt Ihren Anspruch auf den Standardtarif verlieren. Daher raten wir Ihnen, diese Angebote nicht übereilt anzunehmen, sondern zunächst Alternativen zu prüfen.

Beitragsgarantien und Senkungen in der privaten Krankenversicherung

Beitragsgarantien:

  • BMK/0
  • BMK/2
  • BMK/3

Praxis-Tipp Tarifwechsel

In den meisten Fällen ist der interne Tarifwechsel die beste Möglichkeit, um auf zu hohe PKV-Beiträge zu reagieren. Diese Option hat zudem den Vorteil, dass Ihre bereits gebildeten Altersrückstellungen erhalten bleiben. Außerdem verzichtet der Versicherer sowohl auf Wartezeiten wie auch auf eine Gesundheitsprüfung, wenn der neue Tarif keine verbesserten Leistungen gegenüber der bisherigen Absicherung beinhaltet. So können auch Privatversicherte mit Vorerkrankungen diese Möglichkeit nutzen und auf den Anstieg Ihrer Prämien reagieren.

Praxis-Tipp Beiträge im Alter

Entgegen häufiger Annahmen, ist die private Krankenversicherung kein Sparmodell gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse. Denn die Beiträge steigen regelmäßig an und verdoppeln sich nach einer Versicherungsdauer von 20 bis 25 Jahren. Wer die Beitragsentwicklung berücksichtigt und entsprechend plant, kann die private Krankenversicherung auch im Alter noch bezahlen.
Wir empfehlen Ihnen, die Prämien, die Sie in jungen Jahren sparen, scheidungs-, insolvenz- und pfändungssicher anzulegen. So können Sie die im Alter höheren Beiträge ausgleichen.

Praxis-Tipp Krankentagegeld

Durch eine Anpassung des Versicherungsschutzes lassen sich die Kosten für die PKV senken. Eine Option ist die Staffelung des Krankentagegeldes. Diese wichtige Absicherung kompensiert das entfallende Arbeitseinkommen bei längerer Krankheit. Um jedoch zu sparen, können Sie eine Leistungsstaffelung vereinbaren. Dabei steigt Ihr Anspruch auf das Krankentagegeld, umso länger die Arbeitsunfähigkeit andauert. Ein Beispiel:

Ein Selbstständiger verdient netto 4.000 Euro im Monat. Die Prämie für seine private Krankenversicherung beläuft sich auf 500 Euro. Dadurch ergibt sich ein monatlicher Gesamtbedarf von 4.500 Euro.

  • Ab der siebten Krankheitswoche hat er Anspruch auf 3.000 Euro. Damit kann er seine Miete, Fixkosten und Krankenversicherung bezahlen.
  • Ab dem vierten Krankheitsmonat steigt sein Anspruch auf den Gesamtbedarf von 4.500 Euro. Somit hat er Geld zur Verfügung, das er sparen, in die Altersvorsorge investieren und für Freizeitaktivitäten ausgeben kann.