Die Süddeutsche Krankenversicherung (SdK) führt zum 01.01.2023 wieder Beitragsanpassungen durch. Davon betroffen sein können sowohl Kunden mit langjährigen Altverträgen wie auch Versicherte in der neuen Tarifwelt. Mit den Beitragserhöhungen reagiert die SdK auf die wirtschaftlichen und globalen Veränderungen, die 2023 wie schon in den Vorjahren unsere Gesundheitssysteme belasten. In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Tarife von einer Anpassung betroffen sind. Und wie Sie Ihre Prämie langfristig senken können, wenn Ihre PKV zu teuer geworden ist.

Inhalt

Welche Tarife erhalten 2023 eine Beitragserhöhung, Beitragsanpassung oder Tariferhöhung bei der SdK PKV?

Bei der Süddeutschen Krankenversicherung können die Tarife aller Leistungssegmente, Ambulant, Stationär und Dental, von einer Beitragsanpassung betroffen sein. Dabei kann ein einzelner Tarifbaustein oder auch mehrere innerhalb eines Vertrages erhöht werden. Ausschlaggebend dafür ist, ob die letzte Beitragskalkulation des Versicherers von der neuen Kalkulation abweicht. Bei einer Abweichung von mindestens 5% darf die SdK ihre Prämien anpassen.

Tarife mit ambulanten Leistungen

Tarife mit stationären Leistungen

Tarife mit dentalen Leistungen

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Wie sicher ist die private Krankenversicherung der SdK noch?

Ständige Beitragsanpassungen führen zur Verunsicherung bei Privatversicherten. Schließlich fragen sie sich, wie sie die PKV im Alter noch bezahlen können. Wir möchten Sie beruhigen. Insbesondere im Hinblick auf das Rentenalter ist die private Krankenversicherung durch verschiedene Mechanismen abgesichert:

Beitragserhöhungen sind dennoch ärgerlich. Um herauszufinden, ob Ihr Versicherer seine Prämie überdurchschnittlich hoch anpasst, müssen Sie Ihren Vertrag über eine längere Laufzeit betrachten. Die durchschnittliche Erhöhung beträgt 3,5 Prozent. Dann entwickelt sich die private Krankenversicherung wie erwartet.

Unser Fazit: Die private Krankenversicherung ist durch verschiedene Sicherungsmechanismen gestützt, die Ihnen vor allem im Rentenalter zugutekommen. Sie müssen also nicht fürchten, dass Sie die PKV aufgrund der ständigen Beitragsanpassungen als Rentner nicht mehr bezahlen können. Und auch wenn die SdK in den letzten Jahren vermehrt Anpassungen durchgeführt hat, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Prüfen Sie Ihren Vertrag, ob die durchschnittliche Erhöhung der allgemeinen Beitragsentwicklung von 3,5% entspricht.

Wieso kommt es zu Beitragsanpassungen bei der Süddeutschen Krankenversicherung?

Es gibt 4 Hauptgründe, die für die Beitragsanpassungen in den letzten Jahren verantwortlich waren:

  • Unsere Lebenserwartung erhöht sich. Dadurch haben sowohl die private wie auch die gesetzliche Krankenversicherung pro Kopf deutliche Mehrausgaben.
  • Der Zinssatz für die Altersrückstellungen ist stark gesunken. Das Niedrigzinsniveau hält an und die Krankenversicherer erhalten kaum Rendite für die AR.
  • Moderne Behandlungsmethoden können heute viele Leiden und Krankheiten heilen. Mit Innovationen gehen aber auch Mehrkosten einher.
  • Im Allgemeinen sind die Kosten der Gesundheitsversorgung gestiegen. Löhne, Nebenkosten. Material, Technik, Ausstattung – all diese Kostenfaktoren werden auf die Preise für Behandlung und Versorgung umgelegt.

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Dies wirkt sich auf die Beitragskalkulationen der Versicherer aus. Denn sie müssen entsprechend mit der längeren Lebenszeit auch höhere Kosten pro Versichertem einkalkulieren. Darüber hinaus ist das anhaltende Zinstief ein Problem. Denn die Altersrückstellungen wurden früher mit etwa 3,5% verzinst. Heute erhält die PKV nur noch 1% Zinsen. Sie muss Anpassungen vornehmen, damit die private Krankenversicherung im Rentenalter bezahlbar bleibt.

Vermeiden Sie diese Fehler, wenn Sie eine Tariferhöhung erhalten!

Der Ärger über die Beitragserhöhung führt nicht selten zu übereilten Entscheidungen. Auch wenn Sie es in diesem Moment für eine gute Idee halten, können Kurzschlussreaktionen fatale Folgen haben. Nehmen Sie beispielsweise das Tarifwechselangebot Ihres Versicherers an, reduziert sich die Prämie zunächst. Dafür haben Sie unter Umständen erhebliche Leistungsverluste und werden in Ihren Optionen eingeschränkt. Wir raten Ihnen dringend, diese pauschalen Angebote nicht anzunehmen. Greifen Sie stattdessen auf die Expertise eines Experten zurück und lassen Sie sich zu Ihren Möglichkeiten für einen Tarifwechsel beraten.

Auch die Frustkündigung Ihrer PKV bei der SdK ist selten eine gute Idee. Denn dadurch verlieren Sie einen Großteil Ihrer bereits gesparten Altersrückstellungen. Folglich wird die Prämie im Alter teurer. Das verlockend günstige Angebot des Mitbewerbers kann dadurch zur Kostenfalle werden. Selbiges gilt, wenn Sie die obligatorische Gesundheitsprüfung durchlaufen und aufgrund von Vorerkrankungen einen Risikozuschlag erhalten.

Ist Ihre PKV bei der Süddeutschen Krankenversicherung gekündigt, gehen die Vorzüge Ihres Vertrages unwiderruflich verloren. Bevor Sie keine Antragsannahme eines anderen Anbieters vorliegen haben, sollten Sie dieses Risiko nicht eingehen. Wir empfehlen Ihnen, keine übereilten Entscheidungen zu treffen und diesen Schritt eingehen zu prüfen. Außerdem sollte unserer Erfahrung nach ein Anbieterwechsel nur unter folgenden Voraussetzungen in Betracht gezogen werden:

  • Sie haben das 55. Lebensjahr noch nicht erreicht
  • Ihr Vertrag bei der Süddeutschen besteht nicht länger als 10 Jahre
  • Ein interner Tarifwechsel bringt bei gleichbleibendem Leistungsniveau keine Beitragsentlastung

Diese Möglichkeiten haben Sie bei einer Tariferhöhung der SdK

Ist Ihre PKV infolge der Beitragsanpassung zu teuer geworden, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen. Sie können den Selbstbehalt in Ihrem Tarif erhöhen, um die Prämie zu senken. Dabei ist aber wichtig, zu prüfen, ob die Beitragsersparnis hoch genug ist, wenn der Eigenanteil im Krankheitsfall voll ausgeschöpft wird.

Die besten Erfolge erzielen wir meist mit dem internen Tarifwechsel. Dabei bleiben Sie bei der Süddeutschen krankenversichert, nehmen aber intern einen anderen kostengünstigeren Tarif in Anspruch. Im Optimalfall bei gleichbleibendem Leistungsniveau. Dadurch lässt sich die Prämie um bis zu 42% senken, ohne dass Sie dafür Leistungseinbußen haben.

Das sind die Vorteile des Tarifwechsels:

  • Langfristige Senkung des Beitrags
  • Leistungsniveau kann erhalten bleiben
  • Altersrückstellungen gehen nicht verloren
  • Keine Gesundheitsprüfung, solange der Neuvertrag keine Leistungsverbesserung beinhaltet

Der Tarifwechsel steht also auch Personen mit Vorerkrankungen offen, da keine Gesundheitsprüfung notwendig ist. Anders ist es, wenn Sie Ihre PKV kündigen und den Anbieter wechseln. In diesem Fall müssen Sie Gesundheitsfragen beantworten. Der PKV-Tarifwechsel ist nach unserer Erfahrung meist die beste Wahl.

Kündigen und Anbieter wechseln PKV-Tarifwechsel bei der SdK
Neuer Vertrag kann aktuellere und bessere Leistungen beinhaltenKein Verlust von bereits gebildeten Altersrückstellungen
Die Prämie kann günstiger seinSdK verzichtet auf Wartezeiten, Leistungseinschränkungen und Gesundheitsprüfung bei gleichbleibendem Leistungsniveau
Gesundheitsfragen bei Abschluss eines neuen VertragesGeringe Auswahl an Alternativtarifen bei der Süddeutschen
Wartezeiten und Leistungseinschränkungen wie die Zahnstaffelung bei VertragsbeginnPrüfung und Beratung durch einen Experten ist unerlässlich, um eine langfristig gute Option zu finden

Die Beitragserhöhungen bei der SdK in den letzten Jahren:

PKV Beitragserhöhung der SDK für 2020 (kvoptimal.de)

PKV Beitragserhöhung SDK zum 01.01.2021 (kvoptimal.de)

SDK: Beitragserhöhung der Süddeutschen 2022 (kvoptimal.de)

Anpassungen weiterer Krankenversicherer für 2023: