Fünf Gründe, warum Sie mit Lebensversicherungen und Rentenversicherungen kein Geld verdienen

Lebensversicherungen und Rentenversicherungen gehören zu der bekanntesten Form der Altersvorsorge. Obwohl es über 100 Mio. Verträge gibt, sind nur wenige Menschen zufrieden mit den Produkten. Wir zeigen die fünf häufigsten Gründe, warum sich Ihre Altersvorsorgeprodukte nicht lohnen.

 

Warum lohnen sich Lebensversicherungen und Rentenversicherungen kaum noch?

Das liegt an den hohen vertraglichen Kosten. Diese Produkte stammen aus einer Hochzinszeit. Es gab mal Zeiten, als auch Baukredite noch 12% Zinsen gekostet haben. Wer 12% Zinsen erwirtschaftet, kann auch 9% Kosten verursachen. Wenn nur noch zwei Prozent Zinsen erreicht werden, sind alle Kosten darüber einfach zu teuer. Wir haben uns auf die vertraglich Analyse von Lebensversicherungen und Rentenversicherungen konzentriert und durchsuchen Ihre Vertragsbedingungen nach Kosten. Dadurch schaffen wir  für Sie Transparenz und zeigen die versteckten Kosten auf. Die fünf größten Kostenblöcke stellen wir Ihnen heute vor. 

 

Fünf Gründe, warum Sie mit Lebensversicherungen und Rentenversicherungen kein Geld verdienen

 

1. Unterjährigkeitszuschlag

Als Unterjährigkeitszuschlag wird ein Zuschlag bezeichnet, den Versicherer für monatliche Beitragszahlung erheben. Manche Versicherer haben die Beiträge als Jahresbeitrag kalkuliert und nehmen deshalb für monatliche Zahlungen einen Zuschlag. Vermittler bieten häufig auch nur monatliche Beitragszahlung an. Dieser Zuschlag kann ca. 3% Ihrer Beiträge ausmachen und führt zu einer reduzierten Rendite. Häufig werden solche Kosten auch ausgewiesen. Die Allianz berechnet in unserem Beispiel 45,68 Euro jährlich als Unterjährigkeitszuschlag, bzw. -abzug. Umgerechnet auf den Beitrag beträgt die Kostenquote 2,18%. 



Quelle:  Allianz Riester-Rente, Ausgleich für unterjährige Zahlweise

Lösung: Wir prüfen für Sie, wie es sich bei Ihrem Versicherer verhält und  ändern das Prozedere.
Gewinn: 3.906 Euro (30 Jahre Laufzeit, 500 Euro Beitrag).

 

2. Monatliche Beitragszahlung

Eine monatliche Beitragszahlung führt zu weiteren Kosten. Viele Versicherer erheben für einen gleichmäßige Beitragszahlung eine erhöhte Verwaltungskostenquote. Es ist besser, den Vertrag mit Minimalbeitrag abzuschließen und jährlich einen zusätzlichen Beitrag einmalig zu entrichten. Das senkt natürlich die Abschlußprovision des Beraters und führt zu einer Gegenargumentation.  Es gelten aber die Versicherungsbedingungen. Diese sollten Sie kennen und zu Ihrem Vorteil nutzen. Der Vorteil kann bei ca. 1,6% jährlich liegen.
Lösung: Wenn 500 Euro monatlich gespart werden sollen, dann (Beispiel) 50 Euro monatlich zahlen und 5.400 Euro einmalig im Jahr.
Gewinn: 2.988 Euro (30 Jahre Laufzeit, 500 Euro Beitrag).

 

2. Abschluss- und Vertriebskosten

Seit 2015 hat der Gesetzgeber die Provision für Lebensversicherungen und Rentenversicherungen auf 2,5% begrenzt. Bis zu dieser Höhe dürfen Versicherer die Kosten bilanziell absetzen. Allerdings zahlen Versicherer ca. 4% Provision. Den höheren Satz (2,5 – 4 = 1,5) von 1,5% muss der Versicherer aus dem Unternehmensgewinn bezahlen. Im Endeffekt reden wir von ca. 4% Kosten, die Sie über Ihre Beitragszahlung refinanzieren.. Als Provisionsgrundlage wird die Beitragssumme verwendet. Dabei werden alle Zahlbeiträge, die in der gesamten Laufzeit entrichtet werden, addiert und mit 4% berechnet. Da Onlinemagazin Finanzwelt hat dazu berichtet:

https://finanzwelt.de/bdv-haut-wieder-drauf-lv-provisionsdeckel-15-ist-die-spitze-des-ertraeglichen/


Lösung: Bestimmte Versicherer bieten Honorartarife an. Honorartarife kosten, wie der Name schon sagt, ein Honorar. Im Gegenzug erhalten Sie ein Vertrag ohne Abschluss- und Vertriebskosten. In der Regel erhalten Sie dann die gleichen Konditionen wie die Mitarbeiter des Versicherers. Aktuell gibt es ca. sieben Versicherer, die solche Tarife anbieten.
Gewinn: 7.200 Euro (30 Jahre Laufzeit, 500 Euro Beitrag).

 

4. Fondskosten

Sinnvoller Weise besparen viele Menschen Fonds in Ihren Lebensversicherungen und Rentenversicherung. Aber auch Fondsgesellschaften haben Kosten. Die allgemeinen Kosten lassen sich in der TER-Quote bemessen. Wer Fonds besparen will, sollte sich auch mit ETF-Anlagen beschäftigen. Ungemanagte Fonds laufen fast genauso wie gemanagte Fonds und Kosten nur noch ein Bruchteil. Das Portal Wikipedia erklärt die TER-Quote wie folgt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Total_Expense_Ratio


Lösung: Wer seinen Fonds gegen einen ETF tauscht, kann ca. 2% der Anlagesumme sparen. Es ist wichtig, sich zu informieren, was ETF ist und wie die Anlage funktioniert.
Gewinn: 3.600 Euro (30 Jahre Laufzeit, 500 Euro Beitrag).

 

5. Garantien ausnutzen

Wenn Sie in Lebens- oder Rentenversicherungen investieren, können Sie auswählen, ob Sie in Fonds oder in die klassische Form der Lebensversicherung investieren. Die klassische Anlageform nennt sich Deckungsstock. Das Geld wird dann mündelsicher auf Zinsbasis angelegt. Aktuell bringt diese Anlage aufgrund der Niedrigzinsphase keinen Vorteil. Zumal viele Gesellschaften von dieser Anlageform Abstand nehmen.
Riester-Renten und Direktversicherung (bAV) haben eine gesetzliche Beitragsgarantie. Das bedeutet, dass mindestens die eingezahlten Beiträge zum Vertragsende ausgezahlt werden. Eine solche Garantie kostet ein Teil Ihrer Beiträge. Wenn Sie solche Garantien bezahlen, können Sie auch ruhig etwas gewagter investieren. Die ersten 75% der Laufzeit sind deswegen reine Aktienfonds zu empfehlen. Danach, also den Rest der Laufzeit, stellen Sie den Vertrag in sichere Häfen um.



Quelle: Alte Leipziger Produktinformation


Lösung: Wer anstatt in Zinsprodukte in Fonds investiert, kann bei gleicher Sicherheit eine Rendite erwirtschaften.
Gewinn: Über eine lange Laufzeit sicher mehr als mit Zinsanlagen.

 

Kann ich heute noch Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen abschließen?


Ja, können Sie. Aber es ist wichtig, den Vertrag zu lesen. Viele Menschen schließen Versicherungsprodukte auf Vertrauensbasis ab. Zum Vertragsende folgt die große Enttäuschung. Wenn etwas gut klingt, heißt es nicht, dass es auch gut sein muss. Vertrauen ist grundsätzlich gut, Kontrolle bei Finanzprodukten ist aber besser. Wenn Sie nicht selber kontrollieren möchten, helfen wir gerne Dabei. Addieren Sie alle Vorteile aus diesem Artikel, haben Sie alleine 17.000 Euro Kostengewinne. Dieses Kapital führt über die Jahre zu weiteren Gewinnen. Allerdings braucht Rendite Zeit.

Versicherungsmakler-Kollege Peter Leibold (Leibold Versicherungsmakler e.K.) hat es im Prinzip gut zusammengefasst:



Quelle: Der Versicherungsmakler - Facebook

 

Wenn Sie bestehende Policen haben, reichen Sie die uns einfach ein. Wir prüfen unverbindlich und stellen Ihnen kostenfrei eine Auflistung der Kosten zur Verfügung.

 

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