Restschuldversicherung: Lohnt sich die Kreditabsicherung?

Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung, Tod: Es gibt viele Szenarien, warum jemand sein Darlehen nicht zurückzahlen kann. Aber auch dafür bietet der Versicherungsmarkt die passende Lösung. Im Ernstfall begleicht die Restschuldversicherung die fälligen Kreditraten.

Dabei ist sie meist so gestaltet, dass die Versicherungs­summe analog zur restlichen Kreditsumme fallend ist und die Beiträge sich entsprechend mit der Zeit verringern. Für wen sich eine Restschuld­versicherung empfiehlt, welche Leistungen sie bietet und was sie kostet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Eine Restschuldversicherung soll den Kreditnehmer beziehungsweise dessen Hinterbliebene im Versicherungsfall während der Kreditlaufzeit absichern. Die Restschuldversicherung lässt sich unkompliziert abschließen, da keine Gesundheitsprüfung verlangt wird. Für die Bezahlung der Kosten einer Restschuldversicherung gibt es zwei Modelle: Im ersten Fall werden die gesamten Kosten auf den Kreditbetrag aufgeschlagen und zusätzlich verzinst. Im anderen Fall handelt es sich um eine separat abgeschlossene Versicherung, für die monatlich oder jährlich Beiträge direkt an den Versicherer gezahlt und daher nicht verzinst werden.

 

Welche Risiken deckt eine Restschuldversicherung ab?

Die Restschuldversicherung kann optional verschiedene Versicherungsfälle absichern. In der Regel wird gegen Tod abgesichert. Im Prinzip handelt es sich dann um eine Risikolebensversicherung. Je nach gewähltem Versicherungsumfang übernimmt die Restschuldversicherung die restlichen Kreditraten, sollte der Kreditnehmer sterben, arbeitsunfähig oder arbeitslos werden. Einige Lebensversicherer decken sogar weitere Risiken ab und bieten an, auch im Falle einer Scheidung einzuspringen – wie bei der Arbeitslosigkeit gilt das allerdings nur vorübergehend. Der Versicherte bestimmt selbst, ob er einen Teil- oder Komplettschutz wählt. Die Tarife der Lebensversicherer sind sehr unterschiedlich geschnürt und bieten jeweils andere Optionen.

 

Leistungsbegrenzungen, Warte- und Karenzzeiten: Unter welchen Bedingungen zahlt eine RSV nicht?

Da der Versicherer daran interessiert ist, das Risiko überschaubar zu halten, sind die meisten Verträge in den Leistungen begrenzt. So leistet die Restschuldversicherung bei Arbeitslosigkeit nur nach einer Karenzzeit von typischerweise 3 oder 6 und dann auch nur für 12 oder 18 Monate. Ähnlich wie bei der Arbeitslosenversicherung gilt auch hier, dass die Restschuldversicherung gar nicht zahlt, wenn die Kündigung durch den Versicherten erfolgte – also selbstverschuldet ist. Auch Krankheiten, die bei Vertragsschluss bekannt waren und später zu Arbeitsunfähigkeit oder zum Tod führen, zählen zu den Ausschlussgründen. Alternativ sind sie häufig auch nur in den ersten zwei Vertragsjahren von der Leistung ausgeschlossen.

 

Für wen ist eine Restschuldversicherung empfehlenswert?

Im Prinzip ist die Restschuldversicherung vor allem für Familien mit Allein- oder Hauptverdiener, gemacht, um ihre Kredite beziehungsweise das eigene Heim abzusichern. Weitere Anwendungsfälle können die Kfz-Finanzierung oder die Ausbildung der Kinder sein.

 

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Darf die Bank eine Restschuldversicherung verlangen?

Auch wenn Ihnen die Bank häufig einen anderen Eindruck vermittelt, sind Sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet, bei der Aufnahme eines Hypothekendarlehens eine Restschuldversicherung abzuschließen. Allerdings bestehen einige Banken darauf und bieten oftmals gleich eine Restschuldversicherung an. Nicht unüblich ist die Forderung einer Restschuldversicherung, wenn wegen des Alters oder eines besonders hohen Berufsrisikos eine erhöhte Kreditausfallwahrscheinlichkeit besteht. Da sich die Kosten und Leistungen je nach Anbieter zum Teil stark unterscheiden, lohnt ein Vergleich, um den optimalen Tarif zu finden. Zudem gilt es zu prüfen, ob eine Restschuldversicherung überhaupt die richtige Wahl ist. Bei geringen Beträgen oder kurzen Laufzeiten macht diese nämlich in der Regel weniger Sinn.

Unabhängige Versicherungsexperten wie LVoptimal.de prüfen für Sie, ob sich der Abschluss einer Restschuldenversicherung in Ihrem konkreten Fall lohnt. Wir prüfen zum Beispiel auch, ob Sie vielleicht durch bestehende Versicherungen wie eine Lebensversicherung, Unfall-, oder auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ausreichend abgesichert sind. Informieren Sie sich unverbindlich und profitieren Sie von unserer jahrzehntelangen Expertise und unserem einzigartigen Betreuungskonzept.

 

Das kostet eine Restschuldversicherung

Entscheidend für die Höhe der Kosten zur Restschuldversicherung sind Faktoren wie die Kredithöhe, das Alter des Versicherten, die Laufzeit und ob ein erhöhtes Berufsrisiko besteht. Selbstverständlich ist eine Restschuldversicherung, die „nur“ im Todesfall leistet, auch günstiger als eine umfangreichere Absicherung von Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Die Höhe der Beiträge für eine Restschuldversicherung ist nicht gesetzlich geregelt. Abhängig vom jeweiligen Versicherer werden auch unterschiedliche Berechnungsmodelle angewandt, die – wenn sie auf die Kreditkosten aufgeschlagen werden – für den Versicherten auch nicht immer transparent sind. Angesichts dramatischer Preisunterschiede empfehlen wir, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen.

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