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Als Soldat:in gut versichert mit Übergangsgebührnissen

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Susanne Schimke
4. März 2026

Was machen eigentlich Soldaten und Soldatinnen, wenn sie aus dem Militärdienst ausscheiden? Darauf gibt es verschiedene Antworten: ihren Ruhestand genießen, gesund werden oder sich beruflich umorientieren. In jedem Falle haben sie Anspruch auf finanzielle Unterstützung für diese Übergangszeit. Sie erhalten auf bestimmte Zeit und im bestimmten Umfang die sogenannten Übergangsgebührnisse. Was man hinsichtlich Übergangsgebührnissen und Krankenversicherung wissen muss, erfahren Soldatinnen und Soldaten hier.

Die Übergangsgebühr für ausgeschiedene Soldatinnen und Soldaten

Um ehemaligen Armeeangehörigen die Eingliederung in das zivile Berufsleben zu erleichtern, erhalten sie eine einmalige Übergangsbeihilfe sowie die Übergangsgebührnisse, die anstelle der bisherigen Dienstbezüge monatlich gezahlt werden. Mit den Übergangsgebührnissen kann vorerst der Lebensunterhalt bestritten und laufende Posten wie Miete, Versicherungen, Energieversorgung, Einkäufe etc. bezahlt werden. Selbstverständlich geht es auch darum, in die neue berufliche Zukunft, also z. B. berufliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren. Da geht es um Frage wie diese: In welchem Berufsfeld möchte ich tätig sein? Möchte ich mich beruflich verändern oder meine Fähigkeiten aus der Bundeswehrzeit anknüpfen bzw. einen noch davor gelernten Beruf wieder aufgreifen? 

Übergangsgebührnisse werden in der Regel allen aus dem Militärdienst Ausgeschiedenen gewährt, sofern sie mindestens vier Jahre aktiv gedient haben. Der Abschied kann aufgrund von Dienstunfähigkeit, vom Erreichen des Rentenalters, der vereinbarten Dienstzeit oder vorzeitiger Beendigung (Sparmaßnahmen, Umstrukturierungen) sowie auf eigenen Wunsch hing geschehen.

Übergangsgebührnisse werden je nach Dienstzeitdauer für mindestens 12 und maximal 60 Monate, also 5 Jahre, gezahlt:

  • mindestens 4 bis unter 5 Jahre:  12 Monate
  • 5 bis unter 6 Jahre: 18 Monate
  • 6 bis unter 7 Jahre: 24 Monate
  • 7 bis unter 8 Jahre: 30 Monate
  • 8 bis unter 9 Jahre: 36 Monate
  • 9 bis unter 10 Jahre: 42 Monate
  • 10 bis unter 11 Jahre: 48 Monate
  • 11 bis unter 12 Jahre: 54 Monate
  • 12 und mehr Jahre: 60 Monate

In welcher Höhe werden die Übergangsgebühren ausgezahlt und wie werden sie berechnet?

Die Höhe der Übergangsgebührnisse beträgt grundsätzlich 75 Prozent der letzten Brutto-Dienstbezüge und die Zahlung der Übergangsgebührnisse beginnt nahtlos im Folgemonat nach Dienstzeitende. Gegebenenfalls kann der Betrag durch Stellen- und Amtszulagen (z. B. nach Dienstgrad) sowie Familienzuschläge noch aufgestockt werden. 

Auch durch geförderte Bildungsmaßnahmen in Vollzeit können sich die Übergangsgebührnisse auf Antrag durch einen Bildungszuschuss auf insgesamt bis zu 100 Prozent der letzten Brutto-Dienstbezüge erhöhen. Etwaige Einkommen aus Bildungsmaßnahmen oder „einer Verwendung im öffentlichen Dienst“ führen wiederum zu Abzügen bzw. Kürzungen des Bildungszuschusses. 

Sonstige Erwerbseinkommen aus der freien Wirtschaft oder Selbständigkeit wirken sich hingegen nicht auf die Höhe der Übergangsgebührnisse aus. 

Relevante Versicherungen für Soldaten mit Übergangsgebühren

Mit dem Dienstzeitende besteht Handlungsbedarf, da der bisherige Heilfürsorgeanspruch endet und stattdessen eine Krankenversicherung abgeschlossen werden muss. Für ausgeschiedene Armeeangehörige, die Übergangsgebührnissen beziehen, sind neben den Standardversicherungen weitere Absicherungsoptionen interessant. 

Standard, teilweise Pflicht, sollte sein:

  • Krankenversicherung
  • private Haftpflichtversicherung
  • Berufs-/Dienstunfähigkeitsversicherung und ggf. Unfallversicherung

Zusätzlich kann es sich lohnen, eine sogenannte Anwartschaftsversicherung in der privaten Krankenversicherung (PKV) abzuschließen. Gerade diejenigen, die planen nach Ende der Dienstzeit weiterhin privatversichert zu bleiben oder die eine Rückkehr in den Dienst nicht ausschließen, können sich damit einen einfacheren und meist günstigeren Zugang zur privaten Krankenversicherung sichern.

Hintergründe zum Thema: Was ist eine PKV-Anwartschaftsversicherung? lesen Sie hier!

Wer nicht direkt in ein Anstellungsverhältnis oder in eine Beamtenlaufbahn wechselt, kann zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wählen.

Als Soldatin oder Soldat mit Übergangsgebühren in die GKV?

Innerhalb von drei Monaten nach Ende der Dienstzeit können alle ausgeschiedenen Soldatinnen und Soldaten der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied beitreten. Oder sie wechseln direkt in ein Anstellungsverhältnis und werden dann automatisch versicherungspflichtig. Sie zahlen dann in der gesetzlichen Krankenversicherung den ermäßigten Beitragssatz. Anstelle der bisherigen Beihilfe erhalten sie – ähnlich wie andere im Anstellungsverhältnis einen Zuschuss in Höhe der Hälfte der Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung. 

Für wen ist die GKV beim Bezug von Übergangsgebührnissen besonders geeignet?

Studierende unter 30 können in der GKV zu besonders günstigen Pauschaltarifen für Studierende versichert werden. Ähnliches trifft auch auf Fachschülerinnen und -schüler jeden Alters zu. Sie sind grundsätzlich günstig zu einem pauschalen Beitrag versicherbar. Gibt es Kinder in „Soldatenfamilien“ kann es sich lohnen, sich gesetzlich zu versichern. Hier sind Kinder und Partner bzw. Partnerin mit geringem Einkommen kostenfrei in der Familienversicherung mitversichert.

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Als Soldat oder Soldatin mit Übergangsgebühren in die PKV?

Viele haben während ihrer Dienstzeit eine Anwartschaft auf die PKV erworben. Eine Anwartschaftsversicherung ermöglicht, dass man ohne erneute Gesundheitsprüfung und zu günstigen (eingefrorenen) Konditionen eine private Krankenversicherung abschließen kann. Die Anwartschaft lässt sich nutzen, um sich zu attraktiven Konditionen privat krankenversichern zu können. 

Auch für Studierende über 30 Jahre, die sich nicht mehr pauschal günstig in der GKV versichern lassen können, kann es in der PKV günstiger sein. Sie zahlen während des Bezugs von Übergangsgebührnissen einen deutlich niedrigeren Beitrag als in der Gesetzlichen. Wer weiterhin im Staatsdienst bleibt und eine Beamtenlaufbahn anstrebt, ist in der privaten Krankenversicherung ebenfalls meist besonders gut aufgehoben. Hier unterstützt der Dienstherr bzw. die zuständigen Beihilfestellen mit Beihilfeleistungen – und die ehemaligen Soldatinnen und Soldaten müssen lediglich die Restkosten über eine darauf zugeschnittene private Krankenversicherung versichern.

Vergleich von Versicherungen in der GKV und PKV für Soldaten mit Übergangsgebühren

VORTEILE ALS SOLDATIN UND SOLDAT MIT ÜBERGANGSGEBÜHRNISSEN IN DER … 
 … GKV   … PKV 
Vorteile Vorteile 
als Familie mit Kindern i. d. R. günstiger mit Anwartschaftsversicherung günstiger 
günstige Pauschaltarife für Studierende bis 30 und Fachschüler und -schülerinnen für Studierende über 30 i. d. R. günstiger 
 umfassendere Leistungen 
 freie Arzt- und Klinikwahl 
 individueller Versicherungsschutz auswählbar 

Fazit: Warum es wichtig ist, die verschiedenen Versicherungsoptionen für Soldaten mit Übergangsgebühren sorgfältig zu prüfen.

Eines steht fest, Soldaten und Soldatinnen, die aus dem aktiven Dienst ausscheiden, müssen sich um vieles kümmern – und sollten sich frühzeitig um ihre Krankenversicherung informieren. Die Übergangsgebührnisse können für Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung genutzt werden – es kommt darauf an, wo die Reise beruflich hingeht – ob eine erneute Verpflichtung geplant ist, die Rente bevorsteht, Nachwuchs erwartet wird etc.

Die Beiträge für den Krankenversicherungsschutz können sich nach Versicherer stark unterscheiden, genauso wie deren Leistungen. Wir unterstützen Sie gern dabei, auszuloten, inwiefern die private Krankenversicherung für Sie infrage kommt und lohnt – und welche Versicherer bzw. Tarife am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Dafür bieten wir Ihnen eine Sicherheitsgarantie (wir arbeiten ungebunden), eine Tiefpreisgarantie (günstigster Tarif bei mindestens gleichwertigen Leistungen) und eine Nachhaltigkeitsgarantie (innerhalb von 5 Jahren ist eine erneute Tarifwechselberatung ggf. kostenfrei).

Gern begleiten wir Sie beim internen Tarifwechsel, mit dem Sie einfach und unkompliziert jederzeit in einen anderen Tarif bei Ihrer Versicherung wechseln können.

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