Laut dem GKV-Spitzenverband steigen die Beitragsrückstände innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen kontinuierlich an. Als Hauptgrund wird die finanzielle Instabilität bei freiwillig versicherten Selbständigen angeführt. Für immer mehr sogenannte kleine Selbständige aus Berufsgruppen wie Paketauslieferer, Kioskbesitzer, Kosmetikerinnen oder Hausmeister wird es immer schwerer, ihre Krankenkassenbeiträge zu bezahlen. Laut „Der Tagesspiegel“ liegt es daran, dass zur Beitragsberechnung ein Mindesteinkommen unterstellt wird, das sie oftmals nicht haben.

 

Immer mehr Selbstständige stehen bei ihrer PKV in der Kreide - Kommentar

Der zugrundeliegende Artikel „Die Beitragslast ist zu hoch“ erschien am 8. Februar 2017 in „Der Tagesspiegel“.

Das aktuelle Mindesteinkommen, also die Bemessungsgrundlage 2017, liegt bei 2.231,25 Euro beziehungsweise etwa 407 Euro monatlich - inklusive Krankengeldanspruch, Pflegeversicherung und Zusatzbeiträge. In Härtefällen oder während der Existenzgründung gilt die niedrigere Bemessungsgrundlage von 1487,50 Euro, was einem durchschnittlichen GKV-Beitrag von durchschnittlich 271 Euro entspricht. Besonders Selbstständige mit geringem Einkommen bedeutet es, dass sie oftmals die Hälfte der gesamten Einnahmen an die Krankenversicherung zahlen müssen. Kritisiert wird, dass zur Beitragsberechnung ein monatliches Einkommen unterstellt wird, das viele Selbstständige nicht einmal annähernd erreichen und dennoch irgendwie aufbringen müssen. Im Gegensatz zur Altersvorsorge, die auf freiwilliger Basis abgeschlossen wird, besteht nämlich in Deutschland seit 2009 eine Allgemeine Krankenversicherungspflicht. Für private Krankenversicherungsunternehmen (PKV) besteht für nicht gesetzlich versicherte Personen eine Aufnahmeverpflichtung im Basistarif.

Wie lässt sich die Beitragslast für Selbstständige in der PKV wirksam senken?

Die meisten Beitragsschuldner sind kleine Selbständige. Im Dezember 2016 standen die Selbstzahler bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach Tagesspiegel-Recherchen mit sechs Milliarden Euro in der Kreide, dabei ist ein dramatischer Anstieg allein in den letzten Jahren zu verzeichnen. Aber was kann ein Selbständiger tun, um seine Krankenkassenbeiträge zu senken? Können Sie sich Ihre PKV-Beiträge nicht mehr leisten, sollten Sie Ihre Situation von unabhängigen Versicherungsberatungen wie KVoptimal.de prüfen lassen. KVoptimal.de bietet Ihnen seine jahrzehntelange Expertise und berät Sie kostenlos und unverbindlich zu Ihren Tarifoptionen – auch in schwierigen Lebenssituationen.

Folgende Optionen für PKV-Beitragssenkung sollten Sie prüfen lassen:

  • Leistungsausschlüsse
  • (höhere) Selbstbehalte
  • Interner Tarifwechsel
  • Basistarif

Leistungsausschluss

Durch Leistungsausschlüsse lässt sich unter Umständen der PKV-Beitrag senken. Jedoch sollten diese gründlich überdacht werden, da man im Zweifel auf hohen Kosten sitzenbleibt. Bei überschaubaren Ausgaben zum Beispiel bei Allergikern kann es jedoch sinnvoll sein, die Behandlung der Allergien von den Leistungen ausschließen und so den Risikozuschlag PKV zu sparen.

Selbstbehalte

Eine weitere Möglichkeit, die Beitragslast in der PKV zu senken ist die Vereinbarung von Selbstbehalten bzw. die Erhöhung dieser. Bei einem Selbstbehalt trägt der Versicherte einen festgelegten Teil der Krankheitskosten pro Jahr selbst. Sein PKV-Anbieter erstattet nur die Kosten, die darüber liegen.

Interner Tarifwechsel

Jeder PKV-Anbieter bietet hunderte Tarife an. Den meisten PKV-Versicherten fällt es schwer, sich einen Durchblick zu verschaffen. Daher wissen viele nicht, dass ihr PKV-Anbieter meist günstigere Tarife anbietet mit einem vergleichbaren oder sogar besseren Leistungsportfolio. KVoptimal.de als Ihr unabhängiger Berater empfiehlt Ihnen daher, mindestens alle fünf Jahre eine Tarifoptimierung zu prüfen. Kontaktieren Sie uns unverbindlich und erhalten Sie Ihr kostenloses PKV-Gutachten!

Basistarif

Der Basistarif, den jede PKV anbieten muss und der bei allen Privatversicherern einheitlich ist, kann für viele die richtige Tarifalternative sein, um Geld zu sparen. Aufgrund der Koppelung des Beitrags an den Höchstbeitrag in der GKV ergibt sich für 2017 ein monatlicher Beitrag im Basistarif PKV von 682,95 Euro. Sofern Versicherte hilfebedürftig sind oder durch zu hohe Krankenversicherungsbeiträge hilfsbedürftig würden, reduziert sich die Versicherungsprämie um die Hälfte, also auf rund 341,50 Euro. Für alle, die auch mit diesem Betrag überfordert sind, beteiligt sich bzw. übernimmt der Träger der Grundsicherung die Zahlung.

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