In Deutschland steht die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung nicht allen offen – sie ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Unter anderem die mit hohem Einkommen, einem Beamtenstatus oder selbstständig tätig, dürfen sich privat versichern. Doch ist das tatsächlich ein Privileg? Hier werfen wir einen Blick auf die Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV) und beleuchten, warum viele die private Krankenversicherung als Ausdruck eines exklusiven Vorteils empfinden – und für wen ggf. die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die bessere Option sein könnte.
Wirklich privilegiert? – Die Vorteile der PKV
Freie Arztwahl, Einbett- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, Termine beim Facharzt innerhalb von Tagen statt Wochen oder gar Monaten. Die private Krankenversicherung scheint ein Türöffner zu sein zu einer exklusiveren, besseren medizinischen Versorgung. Eigentlich ist es aber gar kein verstecktes Privileg im deutschen Gesundheitssystem, das Privatversicherte an vielen Stellen genießen. Viele erfahren es bereits in der Praxis.
Diese wesentlichen Vorteile genießen Privatversicherte in der PKV
- Bezahlt wird nur für das, was man braucht oder sich wünscht. Die Beiträge in der PKV orientieren sich am Leistungsumfang des gewählten Tarifs zuzüglich von Extraleistungen in Bausteinen und nicht am Gehalt. Das macht die PKV gerade für Junge und Gesunde zur günstigeren Versicherung.
- Privatversicherte können aus einer viel größeren Auswahl die Versicherungsleistungen individuell zusammenstellen und eng an ihre Bedürfnisse anpassen. Möglich sind z. B. bessere Zahnleistungen, Einbettzimmer, Chefarztbehandlung oder das Einschließen homöopathischer Leistungen.
- Allgemein sind die gebotenen medizinischen Leistungen besser bis hin zum Top-Niveau. Bei Tarifen mit Leistungsgarantie ist sicherstellt, dass auch anerkannte innovative Behandlungsmethoden übernommen werden.
- Viele Anbieter bzw. PKV-Tarife bieten die Option Beitragsrückerstattung an. Das heißt, es gibt einen Teil der Beiträge – das können mehrere hundert Euro sein – wenn keine Leistungen (außer Vorsorgemaßnahmen) in Anspruch genommen werden.
- Beamte haben die freie Wahl zwischen PKV und GKV, erhalten aber nur in Kombination mit der PKV alle Leistungen aus der staatliche Beihilfe, was die PKV für sie besonders attraktiv macht. Zudem sind PKV-Tarife häufig günstiger als die freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenversicherung.
- Die PKV ist viel unabhängiger vom demografischen Wandel, weil alle Privatversicherten mit ihren individuell kalkulierten Beiträgen selbst für ihre Krankheitskosten und das Alter vorsorgen. An der Beitragsentwicklung lässt sich ablesen, dass die PKV-Beiträge schwächer angestiegen sind als die Kosten in der GKV. Wobei letztere durch wiederholte Leistungskürzungen ihren Versicherten auch immer weniger bietet.
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Jetzt kontakt aufnehmenWer ist ggf. in der Gesetzlichen besser aufgehoben?
Als eine für viele wichtige soziale Errungenschaft kann die kostenlose Familienversicherung in der GKV betrachtet werden. Familien haben die Option, Kinder und Partner bzw. Partnerin mit geringfügigem Einkommen kostenlos mitzuversichern. Allerdings sind auch die Beiträge für PKV-Versicherungen von Kinder vielfach sehr günstig.
Auch gesundheitlich Vorbelastete bleibt vielfach nur die GKV. Das liegt daran, dass die GKV im Prinzip alle aufnehmen muss und nicht wie die PKV aufgrund der in der verpflichtenden Gesundheitsprüfung festgestellten Risikobewertung jemanden ablehnen kann. In der Gesetzlichen wird auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet. Das heißt, es sind keine Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse zu befürchten und die Beiträge bemessen sich einzig an der Einkommenshöhe.
Wenn zu wenig Zeit bleibt, um Altersrückstellungen aufzubauen, können die Beiträge für Ältere, die in die PKV wechseln wollen, ggf. hoch liegen. Schließlich kann es den Fall geben, dass die private Krankenversicherung keine guten Alternativen für einen internen Wechsel bietet. Der interne Tarifwechsel ist sozusagen das scharfe Schwert der Privatversicherten, mit dem sie auf Beitragssteigerung reagieren können. Der interne Tarifwechsel bedeutet, dass man die eigene Versicherung nicht verlässt, sondern nur in einen anderen Tarif wechselt. Dabei handelt es sich meist um neuere Tarife, die der Versicherer auf den Markt bringt zu häufig günstigeren Konditionen und mit vergleichbaren Leistungen. Hier wird eine Gesundheitsprüfung nur den Teil nötig der Mehrleistung bietet.
Fazit: Bin ich in der PKV privilegiert?
Unser Mythen-Check hat ergeben, dass etwas dran ist daran, dass Privatversicherte privilegiert sind gegenüber Kassenpatienten. Die private Krankenversicherung bringt ohne Zweifel Vorteile mit sich – angefangen bei der häufig schnelleren Terminvergabe bei Facharztpraxen über individuelle und meist umfangreichere Leistungen, die sich flexibel zu einem individuellen Gesundheitsschutz gestalten lassen. Dabei liegen die PKV-Beiträge vor allem für Junge und Gesunde meist deutlich unter dem, was sie mit ihrem hohen Einkommen in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen müssten.
Fakt ist, die PKV bietet viele Privilegien. Welche Optionen davon sinnvoll für den Einzelnen oder die Einzelne ist, lässt sich allein gar nicht so leicht feststellen. So groß ist die Auswahl an Tarifen und Leistungsbausteinen. Damit es nicht unübersichtlich bleibt, helfen ungebundene Versicherungsexperten wie das Team von KVoptimal.de gern weiter. Mit ihrer langjährigen Expertise finden Sie die geeigneten Tarife mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis oder begleiten Sie gern beim internen Tarifwechsel, mit dem Sie nachhaltig sparen können.



