Wie ist das eigentlich, kann man ohne eigenes oder nur ein geringes Einkommen in eine private Krankenversicherung wechseln? Wenn etwa ein Elternteil zur Kindererziehung vorübergehend oder dauerhaft seinen Job aufgibt. Welche Voraussetzungen gelten und mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?
Wann können sich Hausfrauen privat krankenversichern?
Personen ohne eigenes Einkommen bzw. mit einem Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 556 Euro (Stand 2025) dürfen sich privat versichern, wenn die andere Paarhälfte ebenso privat versichert ist. Manche Versicherer bieten hier sogenannte Ehegattennachversicherungen an, die dem Tarif des bereits versicherten Ehepartners oder der Ehepartnerin entsprechen. Der Vorteil besteht darin, dass der oder die Nachversicherte sofort und ohne Wartezeiten Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch nehmen kann. Wichtiger ist noch, dass die Beiträge für die Ehegattennachversicherung in der Regel günstiger ausfallen als beim Abschluss einer regulären privaten Krankenversicherung.
Mehr über die Vorteile der Ehegattennachversicherung in der PKV erfahren Sie hier.
Ähnliches gilt für beihilfeberechtigte Partnerinnen und Partner von Verbeamteten. Welche Einkommensgrenzen (bis zu 21.000 Euro Jahreseinkommen, Stand 2025) gelten, legen die zuständigen Beihilfestellen fest. Dann übernimmt der Dienstherr auch bis zu 70 Prozent der beihilfefähigen Kosten.
Hinweis: Diese Regelungen gelten nur, wenn keine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht!
Die Vorteile von Privatversicherten: das macht die PKV besser als die GKV
- Vielfach umfassendere Leistungen und eine oftmals bessere medizinische Versorgung
- Passende Tarife – man zahlt nur für das, was man braucht. Der Schutz kann im Baukastensystem individuell gestaltet werden
- Häufig günstiger in den monatlichen Beiträgen
- Freie Arzt- und Krankenhauswahl
- Schnellere Terminvergabe
Mehr über die Vorteile als Privatversicherte lesen Sie hier.
Privat versichert ohne Einkommen: Das kostet die PKV
Wie bei allen anderen Privatversicherten werden die Beiträge von Hausfrauen und Hausmännern nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung üblich nach dem Einkommen berechnet, sondern immer individuell nach den Gesundheitsrisiken, dem Alter und weiteren Faktoren. Wer jung und gesund ist, zahlt weniger für die Krankenversicherung. Vorerkrankungen, Therapien und Behandlungen in den letzten Jahren können dagegen zu Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen in der Krankenversicherung führen.
Optionen für geringe PKV-Beiträge
Es gibt verschiedene smarte Ideen, um die Beiträge der privaten Krankenversicherung zu senken oder von Beginn an gering zu halten
- Wer möglichst geringe PKV-Beiträge bezahlen möchte, kann unter Umständen auch beim Leistungsumfang eingrenzen und sparen
- Wer auf Einbettzimmer, Chefarztbehandlung und hohe Zahnersatz-Beträge verzichten kann, darf mit günstigeren Konditionen rechnen
- Wer einen Selbstbehalt vereinbart – lässt sich auch auf bestimmte Bereiche flexibel anpassen – erhält einen Beitragsrabatt
- Wer innerhalb eines bestimmten Zeitraums keine Leistungen in der PKV – außer Vorsorgeuntersuchungen – beansprucht, erhält eine Beitragsrückerstattung in Höhe von bis zu mehreren Monatsbeiträgen
- Ein interner Tarifwechsel, also ein Wechsel in einen meist neueren Tarif beim bisherigen Anbieter, führt häufig zu deutlichen Beitragseinsparungen
Option: GKV?
Gerade, wenn eine Familienversicherung nicht möglich ist, weil der Ehepartner oder die Ehepartnerin privat krankenversichert sind, kann es in der gesetzlichen Krankenversicherung teuer werden. Bei einer freiwilligen Mitgliedschaft werden die Beiträge für die Krankenversicherung in diesem Falle nicht aufgrund des eigenen Einkommens oder des Mindestbeitrags berechnet. Vielmehr orientiert sich die Beitragshöhe am hälftigen Familieneinkommen. Hier gilt die Faustregel, dass sich die PKV für Hausfrauen und Hausmänner dann regelmäßig lohnt, wenn der Verdienst des Ehepartners oder der Ehepartnerin über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Diese liegt 2025 bei 66.150 Euro bzw. monatlich 5.512,5 Euro. Eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ist allerdings nur möglich, wenn bereits zuvor eine Mitgliedschaft in der GKV bestand.
Als Hausfrau in die PKV? – So gehts!
Wer wenig verdient oder seinen Beruf geplant (vorübergehend) aufgibt und das Einkommen verliert, muss sich überlegen, wie die Krankenversicherung zukünftig aussehen soll. Denn nötig ist sie, seit 2009 eine allgemeine Versicherungspflicht in Deutschland eingeführt wurde. Inwiefern man in eine private Krankenversicherung wechseln kann, ist abhängig davon, welche Versicherung bisher bestand bzw. wie Lebens- oder Ehepartner versichert sind.
Wer bereits privat krankenversichert ist, kann prüfen, ob ein Tarifwechsel innerhalb der Versicherungsgesellschaft infrage kommt. Regelmäßig bieten Versicherer immer neue und günstige Tarife mit vergleichbaren Leistungen an, in die Privatversicherte ohne erneute Gesundheitsprüfung (Ausnahme sind Mehrleistungen) wechseln können. Ein solches Tarifwechselrecht nach §204 VVG können alle Privatversicherten in einer Vollversicherung nutzen und zum Folgemonat wechseln und sparen. Profis wie die Versicherungsexperten von KVoptimal.de prüfen gern für Sie, ob sich ein interner Tarifwechsel für Sie rechnet.
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