Im Verband der privaten Krankenversicherung sind 45 Unternehmen PKV-Versicherer registriert. Jeder Anbieter hat eigene Tarife mit unterschiedlichen Tarifleistungen. Die SDK (Süddeutsche Krankenversicherung) hat im Jahr 2017 neue Tarife auf den Markt gebracht, welche einzigartig in der PKV-Landschaft sind. Wir zeigen auf, was die SDK als Versicherer besonders auszeichnet.

Wer eine vergleichende Definition für die Ausprägung von PKV-Tarifen sucht, kommt um die Metapher der Fingerabdrücke nicht herum. Kein Tarif gleicht dem anderen. Nicht nur von Versicherer zu Versicherer weichen die Tarifleistungen erheblich ab, auch beim gleichen Versicherer unterscheiden sich die Tarife deutlich. In dieser ganzen Vielfalt hat sich 2017 die SDK als besonderes Unternehmen hervorgetan. Die Produktmanager der Süddeutschen haben ein Bedingungswerk geschrieben, was so im PKV-Bereich noch nicht existiert. In jedem Fall gehört dem Unternehmen damit die Spitzenpositionierung im PKV-Bereich. Wer sich privat versichern will, sucht nach einem optimalen Versicherer.

 

Was spricht für die SDK?

Die Bilanzkennzahlen sind gut

Bei der Auswahl des PKV-Unternehmens lohnt vordergründig auch ein Blick auf die Bilanzkennzahlen. Wer die freie Wahl hat, kann ruhig genau prüfen, welches Unternehmen solide aufgestellt ist. Die SDK ist ein solches Unternehmen. Wir haben die Bilanzkennzahlen 2016 geprüft.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 23,5 % über dem Durchschnitt (19,7%), die Verwaltungskosten sind mit 1,8% unter dem Durchschnitt (2,8%), auch eine Abschlusskostenquote ist mit 5,1% unter dem Durchschnitt (8,8%). Die Nettoverzinsung ist mit 3,8% leicht unter dem Durchschnitt (3,9%), was aber eher ein geringe Abweichung ist. Auch die RfB-Quote (36,8%) und versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote (12,2%) sind immer gute Durchschnittswerte. Die Bilanzkennzahlen stellen zwar keinen direkten Vorteil für den Kunden da, aber bei einem einen lebenslangen Vertragsverhältnis kann ein stabiles Unternehmen nicht verkehrt sein. Erklärung der PKV-Bilanzkennzahlen

 

Die Tarife sind nachhaltig kalkuliert

Die SDK kalkuliert die neuen Tarife besonders nachhaltig. Der vertragliche Rechnungszins liegt bei nur 2,0%. Dieser Wert ist niedrig angesetzt und sollte langfristig für stabilere Beiträge sorgen. Der Rechnungszins eines PKV-Vertrages bestimmt aber auch die Höhe der Prämie.

Je höher der Rechnungszins einkalkuliert wird, desto günstiger sind die Tarife.

Der Markt rechnet mit 2,75 bis 3,0 Prozent. Deshalb sind Wettbewerber mit höherem Rechnungszins immer günstiger als die SDK. Der Vorteil ist der sogenannte Überzins. PKV-Versicherer sind verpflichtet, Zinserträge über dem kalkulatorischen Rechnungszins zu 90% in die Alterungsrückstellungen zu buchen. Mit anderen Worten: SDK-Kunden legen mehr Geld für die Alterung zurück als andere PKV-Versicherte. Keine schlechte Idee in einer Niedrigzinsphase und während alle über das Thema PKV im Alter sprechen.

 

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Umfangreiche Tarifleistungen

Die SDK sortiert die Tarifbausteine in drei Leistungsbereiche: ambulante Leistungen, stationäre Leistungen und dentale Leistungen. Die AVB sind klar formuliert und sorgen für zusätzliche Transparenz. Ambulante Leistungen: Die AM-Tarife sind Version 1 und 3 zu haben und können mit unterschiedlichen Selbstbehalten gewählt werden. Die Einser sind Hochleistungsniveau und die Dreier entsprachen dem mittleren Segment. Auf Grundtarife oder Tarife mit Primärarztprinzip wird verzichtet. Es sind fast alle Leistungen aufgezählt, die ein PKV-Tarif bieten kann. Manche Leistungen (Präventionskurse) erinnern an gesetzliche Leistungen. Es wird umfangreich für Schwangerschaftsvorsorge geleistet. Deshalb empfehlen sich die Tarife auch für Frauen. Besondere Leistungen sind zum Beispiel:

  • Alle drei Jahre 1.000 Euro pro Sehhilfe.
  • Vorsorgeuntersuchungen ohne Begrenzungen.
  • Reiseimpfungen auch für Urlaube.
  • Kinderwunschbehandlung.
  • Pauschale zur Kinderbetreuung.
  • Pränataldiagnostik.
  • Prävention und Kuren.
  • Entwöhnungskurse.

Stationäre Leistungen: Die S-Tarife sind in drei Varianten zu haben: Einbettzimmer und Privatarzt (S1), Einbettzimmer und Privatarzt bei schweren Erkrankungen (S1DD) und Mehrbettzimmer (S3). Dentale Leistungen: Die Z-Tarife sind in vier Varianten (Z9, Z8, Z6 und Z6SB) zu haben und alle Varianten sind hochwertig. Unterscheidungen finden im prozentualen Erstattungssatz statt und bei den Arzthonoraren. Der Z6SB hat zusätzlich 480 Euro Selbstbehalt vereinbart. Insbesondere die umfangreichen Optionsrechte müssen erwähnt werden. Der Versicherer bietet umfangreiche Möglichkeiten, den Versicherungsschutz nach Lebenssituation anzupassen. Alle Tarife der SDK auf einen Blick

 

Welche Tarifkombination ist richtig?

Aufgrund des niedrigen Rechnungszinses sind die Tarife eher hochpreisig. Im ambulanten Bereich empfehlen wir häufig dem AM12. Der Tarif hat einen prozentualen Selbstbehalt, max. 480 Euro und bietet umfangreiche Leistungen. Der Zahntarif Z8 bietet 80% Zahnersatzleistungen und ist günstiger als der Z9 Tarif. Voraussetzung ist, dass 80% Zahnersatzleistungen ausreichend sind. Im stationären Bereich ist die Auswahl nicht ganz einfach. Der Tarif S1 (Einbettzimmer und Privatarzt) kostet natürlich einen ordentlichen Beitrag und der S1DD macht eigentlich kaum Sinn. Wer jetzt den Beitrag drücken will, kann auch den S3 Tarif wählen. Allerdings wird dann auf die Wahlleistungen im Krankenhaus verzichtet. Dieser Nachteil ist aber nicht ganz so dramatisch, wie es klingt und kann sich durch ein Krankenhaustagegeld kompensieren lassen.

  • S1 = 233,97 Euro
  • S1DD = 209,75 Euro
  • S3 = 142,03 Euro
  • KHT 100 = 29 Euro

Die Beiträge gelten für eine Person, 1975 geboren, ohne gesetzlichen Zuschlag.

Seit 2003 rechnen Krankenhäuser die medizinischen Leistungen nach dem System der Fallpauschale ab. Es ist bei der Behandlung unerheblich, ob ein Kassenpatient oder Privatpatient behandelt wird. Eine freie Arztwahl oder eine Behandlungsmöglichkeit in einer Privatklinik sind nicht zwingend notwendig in Deutschland. Wer die Unterbringung in einem Zweibettzimmer schätzt, kann im Behandlungsfall ein Krankenhaus mit Zweibettzimmerversorgung wählen. Was passiert aber, wenn eine schwere Erkrankung diagnostiziert wird? Als Beispiel Multiple Sklerose, Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Solche Erkrankungen werden in der Regel in Universitätskrankenhäusern behandelt. Das deutsche Gesundheitssystem ist sehr fortschrittlich und es müssen keine Privatkrankenhäuser aufgesucht werden.

Fazit: Wahlleistungen im Krankenhaus sind schön, aber nicht zwingen notwendig. Oder aber eher für Verletzungen aus dem Sportbereich wichtig. Die sonstigen Leistungen des S1 wie z.B. Unterkunftszuschläge oder Komfortzuschläge können über das KHT finanziert werden.

 

Darf ein PKV-Vertrag teuer sein

Der PKV-Vertrag mit Tarifkombination AM12, S3, Z8, KT 150 Euro (Tagessatz Arbeitsunfähigkeit) und KHT 100 Euro (Tagessatz Krankenhaus), inkl. PVN kostet monatlich 746,10 Euro. Bei 42% Steuersatz und nach Abzug des Arbeitgeberzuschusses bleibt ein Beitrag von 300,39 Euro monatlich über. Damit ist der Vertrag nicht teurer als die gesetzliche Kasse bei wesentlich besseren Leistungen. Der Steuervorteil bei einem selbstständigen Unternehmer liegt bei über 250 Euro (42% Steuersatz).

Ein Fakt, den viele Kunden im Laufe der Zeit vergessen: Gute Leistungen dürfen und müssen Geld kosten. Gerade für Arbeitnehmer oder Selbstständige mit hohen Steuersätzen ist die SDK eine gute Heimat. Und für Männer bietet der Tarif noch eine weitere Besonderheit: VIAGRAFAKTOR.

 

Welche Nachteile hat die SDK

Die telefonische Erreichbarkeit ist ausgezeichnet. Das Unternehmen nimmt auch Arztrechnungen per E-Mail an. Dieser Vorgang ist natürlich datenschutzrechtlich bedenklich. Eine Lösung über eine App wäre zielführender. Ein großes Mysterium ist die Antragsabteilung der SDK. Es ist äußerst schwierig komplizierte oder unkonventionelle Lösungen zu konstruieren. Zum Beispiel können Eltern, welche sich in Elternzeit privat versichern, keine Anwartschaft auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abschließen. Ein Wechsel in das PKV-System ohne Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit ist Nonsens. Für komplizierte Fälle sollte fachliche Begleitung, zum Beispiel über unser Haus, erfolgen.

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