St. Martinus – eine PKV nur für Geistliche

Ein Kuriosum ist St. Martinus VVaG sicherlich. Denn als berufsständische Krankenversicherung bietet sie ihre Leistungen seit 1897 nur einem sehr begrenzten Personenkreis an. Dazu zählen Priester, Diakone, Alumnen und Vikare – regional begrenzt auf die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das allein bezeugt, dass die Absicherung der Kirchendiener schon im 19. Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit war – im Gegenteil: Oftmals lebten sie am Rande des Existenzminimums. Mehr zu den aktuellen Versicherungsangeboten sowie zu den interessanten Hintergründen des traditionsreichen und einzigartigen PKV-Versicherers St. Martinus lesen Sie in unserem Portrait.

St. Martinus – eine PKV nur für Geistliche

Der St. Martinus Priesterverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart, kurz St. Martinus, wurde ursprünglich gegründet, um die versicherten Geistlichen der Diozöse im Krankheitsfall finanziell abzusichern. Dabei übernimmt St. Mauritius wie andere Beihilfeversicherungen die Differenz zwischen den Leistungen des Dienstherrn und dem Eigenanteil. Heute bietet der private Krankenversicherer eine Kranken-, Pflege- und Sterbekasse sowie eine Verbundene Hausratversicherung an. Zudem können die Versicherten aus Zusatzversicherungen wie der Zahnzusatzversicherung, private Pflegeversicherung, Krankenzusatzversicherung oder dem Krankentagegeld wählen. Für die Angebote im Bereich Zusatzkrankenversicherung kooperiert die St. Martinus Versicherung mit der Bruderhilfe PAX Familienfürsorge, dem Versicherer im Raum der Kirchen. Aktuell sind etwa 800 Mitglieder bei St. Mauritius versichert. Dabei gelten auch hier die Priester als Privatversicherte, die beim Arzt, Zahnarzt und im Krankenhaus den Status des Privatpatienten nutzen.


Zur Geschichte der Standeskrankenversicherung St. Martinus

Der heilige Martin, von dem überliefert ist, dass er sich für die Rechte der Armen und Reisenden einsetzte, ist gleichzeitig Namenspatron und Schutzpatron der Diozöse. Der Versicherer wurde am 16.12.1897 in Ulm gegründet und 1930 in einen freiwilligen Priester-Krankenunterstützungsverein umgewandelt und in Krankenversicherung St. Martinus umbenannt. Wie schon erwähnt, waren die Geistlichen früher wenig bis gar nicht abgesichert, da sie auch nur geringe finanzielle Mittel erhielten. Im Krankheitsfall oder im Alter waren die Priester in der Regel auf sich allein gestellt beziehungsweise von der unsicheren Unterstützung der Pfarrgemeinde oder von staatlichen Zuschüssen abhängig. Erst mit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts wurde Abhilfe geschaffen und die ersten Standeskrankenversicherungen wie der St. Martinus gegründet.

 

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