Welche Arten von Altersrückstellungen gibt es?

Die private Krankenversicherung bildet verschiedene Formen von Alterungs- oder Altersrückstellungen. Jede Form oder Art hat Ihre eigene Funktion. Alle Funktionen dienen dem gleichen Zweck. Langfristig wird ein finanzielles Polster angelegt. Es wird Vorsorge getroffen, um den ansteigenden Gesundheitskosten im Alter Herr zu werden. Insgesamt gibt es drei Arten von Rückstellungen.

 1.Die allgemeinen Altersrückstellungen

Diese Form der Rückstellung existiert schon immer. Der PKV-Beitrag setzt sich aus einem Kostenteil und einem Sparteil zusammen. Der Kostenteil deckt die laufenden Kosten und der Sparteil wird für die späteren Kostensteigerungen zurückgelegt. PKV-Verträge sind für das ganze Leben kalkuliert. Deswegen sind im Sparteil deutliche Zinserträge einkalkuliert. Der Wechsel des Versicherers schmälert immer die Rückstellungen. Verträge mit Beginn vor 2009 verlieren alle Rückstellungen bei einem Wechsel. Wer vor 2009 schon privat versichert war, sollte nur über den PKV-Tarifwechsel oder durch einen Wechsel innerhalb der Gesellschaft wechseln.

2. Die besonderen Rückstellungen

Im Jahr 2000 wurden die besonderen Rückstellungen eingeführt. Diese werden auch als gesetzlicher Zuschlag bezeichnet. Die Höhe des Zuschlages ist abhängig von der Höhe des Tarifbeitrages der Krankenversicherung. Die Höhe beträgt 10 % und die Zahlung ist zeitlich begrenzt auf das 60. Lebensjahr. Jeder PKV-Kunde bekommt ab dem 60. Lebensjahr automatisch einen Nachlass von 10 % aufgrund des Entfalls des gesetzlichen Zuschlags. Ab dem 65. Lebensjahr reduziert das Guthaben aus dieser Ansparung die zukünftigen Beitragserhöhungen. Besteht ab dem 80. Lebensjahr noch ein Guthaben, wird dieses zur Beitragsreduzierung eingesetzt.

Kunden, welche vor dem Jahr 2000 bereits privat versichert waren, konnten den Zuschlag freiwillig zahlen. Wird der Zuschlag nicht erwähnt in der Police, haben Sie damals abgelehnt diesen Zuschlag zu zahlen.

3. Die privaten Rückstellungen

Als dritte Optionen stehen private Altersrückstellungen zur Verfügung. Diese bieten aber nicht alle Versicherer an. Sie zahlen freiwillig einen Zusatzbeitrag und bekommen zum Zeitpunkt Ihrer Wahl (in der Regel zum 65. Lebensjahr) einen garantierten Beitragsnachlass. Je mehr Sie heute sparen, desto günstiger wir Ihr PKV-Vertrag. Besonders für Arbeitnehmer interessant, weil der Arbeitgeber sich beteiligt.

Zusammenfassung:

Der erste Baustein ist ein grundsätzlicher Bestandteil der PKV. Der zweite Baustein ist ein Pflichtteil und der dritte Baustein ist optional wählbar. Zum Rentenalter sollten ca. 500 Euro zusätzliche Altersvorsorge für den PKV-Vertrag zur Verfügung stehen. Der PKV-Beitrag läuft ein Leben lang. Wer diese Kosten nicht rechtzeitig einplant, wird finanziell viel zu stemmen haben.

 

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