Die eine pauschale Versicherung bzw. den einen für alle empfehlenswerten Tarif für alle gibt es naturgemäß nicht. Aber dafür viele gute Tipps für die Suche nach einer günstigen privaten Krankenversicherung.
So hängt die Beitragshöhe zwar vor allem vom Alter, dem Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen ab. Es wirken aber auch weitere beachtenswerte Einflussfaktoren wie der Selbstbehalt, der – clever gewählt – Beiträge reduziert. Lesen Sie hier, welche Optionen zu den aktuell günstigsten PKV-Tarifen gehören.
Welche private Krankenversicherung ist die billigste?
Rund 50 private Krankenversicherungen in Deutschland teilen sich den Markt und setzen dabei auf unterschiedliche Schwerpunkte bzw. Zielgruppen. Welches die günstigste private Krankenversicherung (PKV) ist, hängt daher nicht zuletzt von der individuellen Situation ab. Die eine PKV bietet günstige Einstiegstarife für Studierende oder den Berufseinstieg. Andere haben speziell auf die Bedürfnisse vonSelbstständigen oder Verbeamteten zugeschnittene Tarife zu im Marktvergleich besonders guten Konditionen in ihrem Portfolio.
Neue PKV: Darum lohnt es sich, nicht das erste Angebot anzunehmen
Tausende Tarife zur Wahl und immer die individuelle Situation als Grundlage – da leuchtet es ein, dass das Projekt Neue PKV etwas Zeit benötigt. Mindestens ist es sinnvoll, mehrere Angebote verschiedener Versicherer einzuholen. Mit einer persönlichen Beratung durch Versicherungsexperten gelangt man in der Regel deutlich schneller ans Ziel. Zumal im Gespräch Wünsche und Bedürfnisse leichter herauszuarbeiten und mit den Optionen zu matchen sind.
Das wirkt auf die Kosten der PKV
- Das Eintrittsalter: In der Regel gilt: Je jünger, desto niedriger der Beitrag!
- Der Gesundheitszustand: In der Regel gilt: Je gesünder, desto günstiger;
Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen führen!
- Der Leistungsumfang: In der Regel gilt: Sogenannte Komfortleistungen wie
Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung kosten mehr!
- Die Selbstbeteiligung: Es gilt: Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie
Das heißt nicht, dass ältere oder gesundheitlich Vorbelastete nicht auch eine günstige private Krankenversicherung finden können – im Gegenteil. Auch hier kommt es darauf an, das passende Tarifangebot mit dem optimalen Leistungsmix zu finden. Ein Vorteil der PKV ist es ja, dass der Versicherungsschutz flexibel an die eigenen Wünsche angepasst werden kann. Versicherte zahlen nur für das, was sie wirklich brauchen.
Abwägung Selbstbehalt: Wann er sich lohnt
Viele nutzen den Selbstbehalt, um ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung zu senken. Weil sie bereit sind, im Krankheitsfall einen bestimmten Anteil selbst zu zahlen, gewährt die Versicherung einen vereinbarten Beitragsnachlass. Das kann sich durchaus lohnen – wenn die Gesundheit mitspielt. Wichtig ist immer, dass es ausreichende finanzielle Rücklagen gibt, falls man doch häufiger erkranken sollte.
Beispiel Selbstbehalt Ersparnis:
1.800 €
In 2025 haben Sie so viel für Arzt- und Behandlungskosten gesammelt und bei Ihrer PKV eingereicht.
500 €
So hoch liegt Ihre Selbstbeteiligung.
1.300 €
So viel erstattet Ihnen die private Krankenversicherung in Ihrem Tarif.
Damit es sich rechnet, sollte die Beitragsersparnis höher als der gezahlte Selbstbehalt liegen, also für das Beispieljahr 2025 betrachtet, mindestens 500 € betragen.
Ob sich ein hoher Selbstbehalt lohnt, sollte unbedingt auch aus steuerlicher Sicht durchgerechnet werden. Denn der Selbstbehalt ist nicht direkt absetzbar und die Beitragseinsparungen, die ebenso nicht ansetzbar sind, erhöhen auch die Steuerlast.
Schließlich sollte die Erhöhung des Selbstbehalts auch daher sorgfältig überlegt werden, da ein Streichen oder ein Wechsel zu einer niedrigeren Selbstbeteiligung meist eine erneute Gesundheitsprüfung erfordert.
Fazit: Die Selbstbeteiligung ist eine sinnvolle Kostensenkungsmaßnahme, aber nicht für alle geeignet
Mehr zum Thema: Wann lohnt sich die Selbstbeteiligung in der PKV lesen Sie hier!
So viel kostet eine private Krankenversicherung pro Monat
Anders als bei den einkommensabhängigen Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung, die sich im Prinzip nur durch unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge unterscheiden, gibt es bei der PKV eine allgemeine Beitragsspanne. Sehr günstige PKV-Tarife mit einer Basis- oder Minimaldeckung bekommen Angestellte schon ab etwa 250 Euro im Monat (Arbeitnehmeranteil). „Vollwertige“ Komfort- und Premiumtarife kosten je nach Leistungsumfang mehr. Laut PKV-Verband betrug 2024 der durchschnittliche PKV-Beitrag für Erwachsene 559 Euro im Monat. Beamte und Beamtinnen zahltendeutlich weniger, nämlich im Durchschnitt unter 300 Euro.
Vorsicht Billigtarife!
Besonders günstige private Krankenversicherungen sind auch besonders schlank kalkuliert. Das heißt: Versicherte müssen damit rechnen, dass die Leistungen eingeschränkt und hohe Selbstbeteiligungen vorgesehen sind. So deckt ein typischer Billigtarif zwar ambulante und stationäre Behandlungen ab, aber für andere wichtige Bausteine wie Zahnersatz, Sehhilfen, Psychotherapie oder Heilpraktikerleistungen ist die Kostenübernahme ausgeschlossen oder auf minimale Beträge begrenzt.
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Unsere Experten bei KVoptimal unterstützen Sie dabei, die passende private Krankenversicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Jetzt kontakt aufnehmenWie hoch ist der Basistarif private Krankenversicherung?
Der Beitrag für den Basistarif der PKV darf den Höchstbeitrag der GKV nicht überschreiten. Diese Deckelung liegt 2026 bei 1.017,18 Euro, häufig liegt er jedoch deutlich darunter, da er vom Einkommen abhängig ist. Hinzu kommen der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen und der individuelle Beitrag zur Pflegepflichtversicherung.
Wichtig ist: Der Arbeitgeber (bei abhängig Beschäftigten) sowie der Rentenversicherungsträger (bei selbstständig Beschäftigten) bezuschussen die Beitragskosten. Wer hilfebedürftig im Sinne des Sozialrechts ist, zahlt maximal die Hälfte des Höchstbeitrags, also 508,59 Euro. Ist auch das nicht finanzierbar, kann sich der Sozialhilfeträger beteiligen – notfalls bis zum gesamten Restbeitrag.
Der brancheneinheitliche Basistarif
Der Basistarif in der privaten Krankenversicherung richtet sich vorrangig an Versicherte mit finanziellen Engpässen oder Beitragsschulden. Er bietet ähnliche Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung, also oft nur einen vergleichsweise eingeschränkten Schutz. Versicherte können jederzeit in den Basistarif wechseln. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse gibt es im Basistarif nicht.
Welche private Krankenkasse ist die beste für mich?
Aufgrund der großen Zahl an Tarifen und Tarifkombinationen ist es nicht leicht, „durchzusteigen“ und eine günstige private Krankenversicherung selbst zu finden. Zumal die Auswahl möglich macht, das ideale Angebot für die persönliche Situation zu finden und deutlich zu sparen. Wie finde ich also den Versicherer, der ein Paket passend zu meinen Wünschen und zu meiner Gesundheit und dafür gute Konditionen bietet?
Tipps zum Finden einer PKV mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis
- Überlegen Sie, welche Leistungen Ihnen wichtig sind. Unnötige Extras verteuern den Tarif, während zu wenige Leistungen im Krankheitsfall teuer werden. Basics wie Rehabilitationsmaßnahmen, die Anschlussheilbehandlung, hohe Erstattungsquoten für Zahnersatz (75 bis 90 %), Hospiz- und Palliativleistungen und die Absicherung weiterer individueller Risiken sind unverzichtbar!
- Vergleichen Sie immer mehrere Angebote! Z. B. online über unabhängige Vergleichsportale oder Rankings von Marktanalysten.
- Nicht nur bei bestehenden Gesundheitsrisiken: Nutzen Sie die persönliche Beratung durch spezialisierte Maklerinnen und Makler: Sie können anonymisierte Risikovoranfragen bei verschiedenen Gesellschaften stellen, um Risikozuschläge für Vorerkrankungen zu vergleichen. Mit ihrer Hilfe lassen sich auch Risikozuschläge verhandeln und falsche Angaben bei der Gesundheitsprüfung vermeiden, die zum Verlust des Versicherungsschutzes führen können.
- Prüfen Sie, ob ein interner Tarifwechsel, also der Wechsel in einen anderen Tarif im gleichen Unternehmen bereits die gewünschte Einsparung ermöglicht! Der Vorteil: So bleiben dieAltersrückstellungen vollständig erhalten.
- Nicht nur der Preis zählt, sondern auch die Leistungen! So können sich hohe Selbstbeteiligungen am Ende des Jahres finanziell rächen, wenn doch mehr Leistungen als bisher in Anspruch genommen wurden. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet hier nämlich, hochwertige Leistungen zu einem stabilen, langfristig bezahlbaren Beitrag zu erhalten.
- Vorsicht gilt auch bei Lockangeboten, die erst (zu) günstig kalkuliert sind, aber wegen der unsteten Beitragsstabilität bald Erhöhungen erfordern.
Eine günstige private Krankenversicherung für …
… die Rente finden
Im Ruhestand sinken die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zunächst etwas. Das liegt daran, dass ab 60 Jahren die Beiträge für die Altersrückstellungen und ggf. für das Krankentagegeld wegfallen. Sonst werden auch Rentnerinnen und Rentner mit regelmäßig steigenden Beiträgen konfrontiert – allerdings meist weniger stark als noch im Berufsleben. Wer jetzt Beiträge senken will oder muss, kann einen Zuschuss von der gesetzlichen Rentenversicherung zur privaten Krankenversicherung beantragen. Als Ersatz zum bisherigen Arbeitgeberzuschuss übernimmt der Träger maximal die Hälfte des tatsächlichen Beitrags zur Krankenversicherung. Alternativ können Versicherte den Tarif intern wechseln, in einen vergleichbaren oder in den Basistarif bzw. Standardtarif (für ältere Versicherungen, die vor 2009 abgeschlossen wurden).
Übrigens: Ein Wechsel der Versicherung ist meist nicht ratsam, da damit mindestens ein Teil der Altersrückstellungen verloren geht, die die Beiträge genau in dieser Lebensphase mindern.
Mehr dazu, warum gerade Rentnerinnen und Rentner von einem internen Tarifwechsel profitieren können, lesen Sie hier!
… Verbeamtete finden
Durch den Anspruch auf Beihilfe zahlen Menschen im Staatsdient und ihre beihilfeberechtigten Angehörigen ohnehin relativ geringe Beiträge zu ihrer privaten Krankenversicherung. Die Fürsorgestelle des Dienstherrn übernimmt 50 % der beihilfefähigen Kosten und sogar 70 % ab dem Pensionsalter.
Mit einem Wechsel sparen können ggf. Verbeamtete mit Vorerkrankungen, die Risikozuschläge zahlen. In Bundesländern, die einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung bzw. zur pauschalen Beihilfe ermöglichen, können diese sich damit ggf. günstiger versichern. Eine andere Option sind Versicherungen mit der Option Beitragsrückerstattung: Hier können Versicherte am Ende eines Versicherungsjahres einen Anteil der Beitragskosten zurückerhalten, wenn sie keine Leistungen (außer bestimmten Vorsorgeuntersuchungen) in Anspruch genommen haben.
… für Studierende
Für Studierende gibt es eine gute Auswahl an günstigen privaten Krankenversicherungen bzw. speziellen Ausbildungstarifen. Sie starten ab um die 100 € monatlich und liegen damit teilweise unterhalb der Beiträge zur gesetzlichen studentischen Pflichtversicherung. Besonders günstige Angebote können eine Bindung und Selbstbehalte beinhalten.
Mehr zu günstigen privaten Krankenversicherungen für Studierende lesen Sie hier!



