Tarifwechsel prüfen

Wie lassen sich PKV Kosten senken? 

Jetzt teilen via
Susanne Schimke
25. März 2026

Kostenschub, Beitragsexplosion, eskalierende Gesundheitskosten – in den Medien werden starke Worte verwendet, wenn es um die jüngste Entwicklung der Beitragskosten in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung (PKV) geht. Dass die Ausgaben für die medizinische Versorgung, allen voran die stationäre Unterbringung im Krankenhaus, jedes Jahr steigen, ist Tatsache.

Daneben sorgen die weiterhin kontinuierlich älter werdende Bevölkerung, Niedrigzinsen und die anhaltende Inflation für steigende PKV-Beiträge. Wer sich ein „Augen zu und durch“ nicht leisten kann oder will, hat sechs gute Optionen, um die eigenen PKV-Kosten zu senken. 

So viel vom Einkommens fließt in die PKV 

Die Beiträge zur Krankenversicherung machen einen erheblichen Teil der monatlichen Fixkosten aus. Treffen die Prognosen vom PKV-Verband zu, wird der PKV-Durchschnittsbeitrag in diesem Jahr bei rund 617 € pro Monat liegen. Für Beschäftigte mit einem Durchschnittseinkommen klettert der Beitrag 2026 voraussichtlich auf knapp 770 €. Von Einkommen, die sich an der oberen Gehaltslinie, also um die Beitragsbemessungsgrenze und darüber hinaus bewegen, gehen sogar mehr als 1.000 € allein für die private Krankenversicherung ab. 

617 € müssen Privatversicherte im Durchschnitt für ihre Krankenversicherung aufwenden

6 Optionen, um die eigenen PKV-Kosten zu senken

Die Beiträge steigen – aber Sie sind ihnen nicht einfach ausgeliefert. Wer seine PKV kennt, kann gezielt Kosten senken, ohne auf wichtige Leistungen zu verzichten. Oft reichen wenige Stellschrauben, um spürbar zu sparen. Diese sechs Optionen zeigen, wie die PKV-Beiträge mindestens stabil bleiben oder sogar gesenkt werden können: 

  • Selbstbehalt erhöhen
  • nicht benötigte Zusatzleistungen streichen
  • intern den Tarif wechseln, also beim bisherigen Anbieter in einen günstigeren Tarif mit vergleichbaren Leistungen wechseln: Die rechtliche Grundlage, die die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher stärkt, ist der § 204 VVG.
  • Verhandlung von Risikozuschlägen
  • Beitragsentlastungstarif abschließen
  • ggf. Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV

1 – PKV-Kosten senken durch einen höheren Selbstbehalt

Ein einfacher Weg, um die Beiträge zur Krankenversicherung zu senken, ist ein höherer Selbstbehalt. Wer bereit ist, einen (höheren) Teil der medizinischen Kosten im Bedarfsfall selbst zu tragen, kann sparen. Mit den Versicherern wird eine feste oder prozentuale Eigenbeteiligung vereinbart – im Gegenzug gewähren sie einen Beitragsrabatt. 

Eine Beratung zum Selbstbehalt lohnt, weil der Selbstbehalt nicht für alle gleichermaßen geeignet ist. Auch für diejenigen, die bisher kaum krank waren und wenige Leistungen in Anspruch nahmen, kann sich die Situation durch einen Unfall, Bandscheibenvorfall, Allergien etc. schnell ändern – und ein zu hoch gewählter Selbstbehalt dann zur finanziellen Belastung werden. Genau durchgerechnet werden sollte auch, ob sich ein Selbstbehalt tatsächlich rechnet. Hier ist es wichtig zu wissen, dass der Arbeitgeber nur die Beiträge, nicht aber Selbstbehalte bezuschusst. Analog dazu lassen sich geringere Beitragskosten steuerlich anbringen. 

Mehr zum Thema Steuern sparen und PKV lesen Sie hier!

2 – PKV-Kosten senken durch einen internen Tarifwechsel  

Der Paragraph 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) macht den Wechsel in einen anderen Tarif beim bisherigen Versicherer sehr einfach. Im Prinzip können alle Versicherten, sich darauf berufend, sofort in einen günstigeren Tarif wechseln. 

Eine Beratung zum internen Tarifwechsel lohnt, weil es wichtig ist, dass die gewohnten und empfohlenen Leistungen nach wie vor enthalten sind. Wenn ein Versicherer mehrere hundert Tarifkombinationen anbietet, wird es schnell unübersichtlich – und es kann helfen, eine professionelle Übersicht über alle geeigneten Optionen zu erhalten. 

3 – PKV-Kosten senken durch Tarifoptimierungen (Leistungen bedarfsgerecht wählen)

Manchmal reicht es schon aus, kleinere Anpassungen am Tarif vorzunehmen. Gibt es Leistungen, auf die verzichtet werden kann? Wenn z. B. auf bestimmte Komfortleistungen wie die Unterbringung im Einzelzimmer oder die Leistungen von Heilpraktikerinnen und -praktikern kein besonderer Wert gelegt wird, kann das Streichen dieser Posten zu niedrigeren Beiträgen verhelfen.

Sie benötigen Untersützung?

Unsere Experten bei KVoptimal unterstützen Sie dabei, die passende private Krankenversicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Jetzt kontakt aufnehmen

4 – PKV-Kosten senken durch wegfallende Risikozuschläge

Eine gut therapierte Allergie, durch Physiotherapie und kontinuierliches Training verschwundene Rückenbeschwerden oder eine erfolgreiche Gewichtsabnahme mit Abnehmspritzen oder der Hilfe von digitalen Abnehmprogrammen: Verschwindet oder reduziert sich das Gesundheitsrisiko, können häufig auch die Beiträge reduziert werden. Hier müssen Versicherte selbst ran und über Risikozuschläge mit ihrer Versicherung verhandeln. 

Eine Beratung zum Risikozuschlag lohnt, weil Risikozuschläge nicht ein Leben lang gelten müssen, sondern reduziert oder sogar ganz entfernt werden können. Wer mit einer gesundheitlichen Vorbelastung eine passende Versicherung sucht, kann über Versicherungsexperten unverbindliche Anfragen stellen (anonymisierte Risikovoranfragen) und dadurch die wirklich besten Angebote erhalten. Zeit spart auch, wenn gut informierte Versicherungsprofis wissen, welche Aufnahmebedingungen die Versicherer bei welchen Vorerkrankungen stellen.

5 – PKV-Kosten senken durch einen Beitragsentlastungstarif (wirkt im Alter)

Auch Beitragsentlastungstarife (BET) können eine feine Sache sein. Auch, wenn sie erst im Alter auf die Beitragshöhe wirken. Im Prinzip funktionieren sie ähnlich wie die verpflichtenden Altersrückstellungen. Es wird eine Summe angespart und verzinslich angelegt, die dann meist mit dem Renteneintritt gezielt und planbar dafür eingesetzt wird, um die Beiträge im Alter möglichst niedrig zu halten. Klarer Pluspunkt ist, dass der Arbeitgeber sich an den Beitragskosten beteiligt und die Beitragskosten steuerlich absetzbar sind. 

Eine Beratung zum Beitragsentlastungstarif lohnt, weil der individuelle Nutzen stark von Einkommen, Beruf und Lebensplanung abhängt. So lässt sich mit verschiedenen Beitragshöhen die spätere Entlastung ausrechnen – und ggf. mit anderen Vorsorgemöglichkeiten wie Sparpläne vergleichen, um die beste Strategie für Ihre persönliche Situation zu finden. 

6 – PKV-Kosten senken durch den Wechsel in die GKV

Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kann für manche Menschen eine Möglichkeit sein, die monatlichen Kosten zu senken. In der GKV richten sich die Beiträge nach dem Einkommen und steigen nicht automatisch mit dem Alter, was finanzielle Sicherheit geben kann.  

Eine Beratung zum Wechsel (zurück) in die GKV lohnt, weil dieser nicht für jede Person jederzeit möglich und an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist. 

Fazit: PKV Kosten senken – So gehts!

Im Durchschnitt um 13 % höhere PKV-Beiträge für rund 60 % der Privatversicherten. 2026 hat für die Mehrheit tatsächlich mit einem Beitragsknall begonnen. Ebenso wie es gute Gründe für die Beitragssteigerungen gibt, können betroffene Versicherte mindestens sechs verschiedene Wege versuchen, um ihre PKV-Kosten zu senken.  

Ihr Ziel: Niedrigere PKV-Beiträge. Die ungebundenen Versicherungsprofis von KVoptimal.de beraten Sie ungebunden und unverbindlich zu Ihren Optionen. 

Jetzt unverbindlichen Termin vereinbaren!

Weitere interessante Beiträge

Weitere interessante Inhalte