Durch die Kürzungen der Überschussbeteiligungen und der zu hohen versteckten Kosten der klassischen Lebensversicherungen, ist die ehemals beliebteste Anlageform ins Abseits geraten. Die Frage nach einer rentablen Alternative wird immer häufiger gestellt. Dabei gab es zwei wesentliche Punkte, weshalb die Lebensversicherung sich großer Beliebtheit erfreute: Rendite und Sicherheit. Von einer Rendite ist bei der Senkung des Garantiezinses auf 1,25% leider nicht mehr die Rede, wenn man sich die prognostizierte Inflation von ca. 2,1% im Jahr 2015 vor Augen hält.

Sachwertanlagen und Netto-Policen werfen Renditen von bis zu 4-6 Prozent p.a. ab und sind damit eine Alternative für Kapitalanleger.

Wer also nach einer alternative als Einmalanlage sucht, ist mit einer Sachwertanlage und einer Grundsicherung des Kapitals gut beraten. Hierbei sollten Sie sich zwingend, einen Rat von Spezialisten einholen und sich beraten lassen. Nicht jede Sachwertanlage hält auch was sie verspricht. Die Anlageform sollte für Sie immer transparent und nachvollziehbar sein, denn ob sich Holz im Tropenwald oder Wasserparks in Dubai als rentabel erweisen, gleicht dann doch eher dem Spiel an einem Roulettetisch. Geprüfte Sachwertanlagen erwirtschaften im Gegensatz zu den Risikoanlagen deutlich weniger Rendite, allerdings mit durchschnittlich 4,5 – 6,0 Prozent deutlich mehr als die klassischen Anlageformen. Wer sein Geld mittelfristig anlegen möchte, kann beim Abschluss einer sogenannten Netto-Police mit einer Gesamtverzinsung von bis zu 4 Prozent pro Jahr rechnen. Damit liegt diese Form der Geldanlage weit über den Zinssätzen für Tagesgeld, Festgeld oder Bausparverträge, die noch in Hochzinszeiten abgeschlossen wurden.

Ein Großteil der Gelder muss nach den Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in sichere Anleihen angelegt werden, in erster Linie in deutsche Bundesanleihen oder Wertpapiere mit vergleichbarer Sicherheit. Wer eine Netto-Police abschließt, partizipiert an hoch verzinslichen Bundesanleihen, die es heute nicht mehr direkt zu kaufen gibt. Diese befinden sich nach wie vor in Altbeständen von Lebensversicherern mit hoher Überschussbeteiligung. Die Versicherungspolice bietet Sparern damit die notwendige Sicherheit, die sie bei der Anlage ihrer Gelder auf dem freien Kapitalmarkt nicht haben. Außerdem gehören Lebensversicherer der Sicherungseinrichtung Protektor Lebensversicherungs-AG an, die das Vermögen der Sparer vor den Folgen der Insolvenz eines Lebensversicherers schützt. Formell garantiert ist nach staatlicher Vorgabe eine Verzinsung von 1,25 Prozent pro Jahr. Hinzu kommt die Überschussverzinsung, die je nach Versicherer variiert und ebenfalls für die Dauer von einem Jahr garantiert wird. Viele Sparer scheuen Produkte aus dem Bereich Lebensversicherung, weil sie ihnen intransparent erscheinen. Die Transparenz ist aber einer der größten Vorteile der Netto-Police. Hier sieht der Sparer genau, was er einzahlt und was er zum gewünschten Auszahlungszeitpunkt erwarten kann - ohne die sonst üblichen versteckten Kosten. Schon allein deshalb handelt es sich um ein, für konservative Anleger interessantes Anlageprodukt.

Für den Abschluss einer Netto-Police müssen sich Sparer an einen spezialisierten Honorarberater wenden. Ein eigenständiger Vertragsschluss ist nicht möglich. Allerdings erhalten die Honorarberater für die Vermittlung des Versicherungsvertrags keine Provision. Versicherte verpflichten sich vielmehr in einer separaten Honorarvereinbarung, ein Honorar direkt an den Vermittler zu zahlen. Mit diesem Honorar werden die Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten des Honorarberaters vergütet. Netto-Policen kommen hauptsächlich bei der Altersvorsorge und zunehmend auch für die Kapitalanlage zum Einsatz. Anbieter sind führende deutsche Lebensversicherer, aber auch Spezialanbieter.

 

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