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PKV Tarifwechsel Ihr Versicherungspezialist für PKV Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung. Durch uns bleibt Ihr PKV Vertrag ein Leben lang bezahlbar.

GLOSSAR TARIFWECHSEL


Das Beraterteam der KVoptimal.de GmbH hat für Sie alle Schlagwörter rund um das Thema PKV-Tarifwechsel zusammengefasst und hier veröffentlicht. Diese Stichwortsammlung dient als schnelle Hilfestellung für Kunden, die eine Erklärung bestimmter Begrifflichkeiten suchen.


A-G

Ein Aktuar ist für die Berechnung der PKV Beiträge zuständig. Er errechnet anhand von Wahrscheinlichkeitstheorien, Versicherungs- und Finanzmathematik nach gesetzlichen Vorgaben (Kalkulationsverordnung) Beiträge und notwendige Beitragsanpassungen.

Die allgemeinen Versicherungsbedingungen regeln Ihren Leistungskatalog und umfassen im Rahmen der vertragsrelevanten Unterlagen die Musterbedingungen, Tarifbedingungen und Regelungen Ihres Tarifes. Bis zu 65 Seiten "Kleingedrucktes" dokumentieren so Ihren Versicherungsschutz. Hinweis: Lassen Sie Ihren Versicherungsschutz auch nachträglich analysieren. Eine genaue Abbildung aller rechtlich gegebenen Leistungen hilft häufig, um Erstattungsansprüche durchzusetzen oder Ihr Verhalten zu optimieren, um eine Erstattung zu erwirken.

Versicherte der privaten Krankenversicherung zahlen ab Beginn nicht nur einen Risikobeitrag (Transfer von Risiko an Versicherer in der Versichertengemeinschaft), sondern auch einen Sparbeitrag, der als Altersrückstellung verzinslich angesammelt wird. In jungen Jahren zahlen Versicherte mehr Beiträge, als Leistungen in Anspruch genommen werden, daher wird eine individuelle Altersrückstellung (zusätzlich zum gesetzlichen Zuschlag) angespart. Diese wird später bei höheren Leistungsausgaben als Beitragseinnahme verwendet. Altersrückstellungen wirken vom ersten Jahr der Versicherungsdauer an. Lesen Sie mehr dazu in unserem Blog - "Spezial".

Diese umfasst die ärztliche Behandlung zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Grundsätzlich können Sie unter den niedergelassenen Ärzten frei wählen. Hinweis: Prüfen Sie, ob ein Primärarztprinzip vereinbart ist. Dies ist meist kostengünstiger für Sie. Gehen Sie vor Überweisung zum Facharzt zu einem vereinbarten Primärarzt. Primärärzte in der privaten Krankenversicherung sind u. a. Allgemeinmediziner, Kinderärzte, Not- und Bereitschaftsärzte, Augenärzte, Gynäkologen und Zahnärzte.

Arbeitnehmer in der privaten Krankenversicherung erhalten zu Ihrer privaten Krankenversicherung (inkl. Krankentagegeld, Krankenhaustagegeld und Beitragsentlastung) einen Zuschuss. Dieser ist an den Zuschuss der Arbeitnehmer zur gesetzlichen Krankenversicherung gebunden und bemisst sich anhand der Beitragsbemessungsgrenze. Im Jahr 2014 beträgt dieser 50% der aufgewendeten Beiträge, max. 295,65€ in der privaten Krankenversicherung und max. 41,51€ in der Pflegepflichtversicherung. Hinweis: Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht an den Aufwendungen für den zu erbringenden Selbstbehalt. Die Beitragsrückerstattung erhalten Sie, soweit vereinbart, bei Leistungsfreiheit im Juni/Juli des Folgejahres, aber natürlich nur, wenn Ihr Versicherungsverhältnis fortbesteht. Diese Rückerstattung kommt Ihnen zugute und ist in der Steuererklärung entsprechend anzugeben.

Arzneimittel (auch Arznei oder Medikament genannt) sind Stoffzusammensetzungen bzw. Stoffe, die als Mittel zur Heilung oder Verhütung von Krankheiten eingesetzt werden. Hinweis: Arzneimittel müssen in der privaten Krankenversicherung häufig von niedergelassenen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und aus einer Apotheke bezogen werden.

Der Basistarif der privaten Krankenversicherung wurde zum 01.01.2009 eingeführt. Er sichert ein Minimum an Leistung ab und kostet allenfalls den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (aktuell: 710,78€ inkl. Pflegepflichtversicherung). Der Versicherer darf im Basistarif keine Risikozuschläge erheben. Unter anderem können privat Versicherte, die nach dem 31.12.2008 abgeschlossen haben, eintreten, vor dem 01.01.2009 versichert waren, aber das 55. Lebensjahr vollendet haben, oder Anspruch auf eine bereits beantragte Rente der GRV haben oder hilfebedürftig nach SGB II oder SGB XII sind. Hinweis: Das Leistungsniveau liegt in den Abrechnungen unter dem gesetzlichen Niveau, daher haben Versicherte des Basistarifs häufig Schwierigkeiten. Häufig gibt es doch relevante Alternativen vor einem Wechsel in den Basistarif. Gerade langjährig Versicherte sollten erst einen PKV-Tarifwechsel prüfen, bevor Sie sich mit dem Basistarif zufrieden geben.

Personen, die durch Land oder Bund in den Beamten-Status berufen werden, erhalten 50%-80% der Krankheitskosten durch die zuständige Beihilfestelle erstattet. Kinder und Ehepartner sind unter bestimmten Voraussetzungen auch beihilfeberechtigt. Eine Restkostenabsicherung von 20%-50% ist in der privaten Krankenversicherung möglich. Die gesetzliche Krankenversicherung erhebt die Beiträge einkommensabhängig und ersetzt die Kosten, hohe Beiträge sind häufig die Folge. Hinweis: Bei der Systemwahl sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Die Öffnungsklausel ermöglicht auch Beamten mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Krebs, Bandscheibenvorfällen oder Diabetes eine private Krankenversicherung. Eine genaue Betrachtung der Verbeamtung, Alters- und Kinderplanung ist relevant. Sollte nach der Vollendung des 55. Lebensjahres der Anspruch entfallen, stellt sich die Prämiensituation möglicherweise unüberwindbar dar.

Beitragsanpassungen sind Beitragssteigerungen, die durch den Treuhänder freigegeben sind. Gründe für Beitragssteigerungen sind medizinischer Fortschritt, Reduzierung des Rechnungszinses, Sterbetafeln und Fehlkalkulation der Versicherung. (Beitragssenkung ist auch eine Form der Beitragsanpassung, kommt aber in weniger als 3% der Fälle vor). Hinweis: Beitragsanpassungen gehören sowohl zum System der gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherung. Alleine inflationsbedingt steigen die Kosten des Gesundheitswesens. Versicherte der PKV sollten 4,8% jährliche Beitragsanpassungen einplanen. Hinweis: Bei einer Beitragserhöhung können Versicherte der privaten Krankenversicherung handeln. Möglichkeiten sind eine Beitragsentlastung im Rentenalter, Anpassung des Selbstbehalts, Leistungskürzungen und Kündigung des Versicherers. Die logische Alternative stellt der PKV-Tarifwechsel dar. Nach einer Überprüfung sollte man jedoch langfristig einen Beitragsplan erstellen und über Tarife zur garantierten Beitragsentlastung nachdenken.

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung bemessen sich anhand des Einkommens. Dabei ist die Höchstgrenze des zugrunde gelegten Einkommens, welches zur Beitragsbemessung herangezogen wird, die Beitragsbemessungsgrenze. Kein Versicherter zahlt daher mehr Beitrag als 627,75€ für die Krankenversicherung (ohne Zusatzbeitrag). Die Grenze bemisst sich in 2014 auf 4.050,00€ monatlich für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung. Als Arbeitnehmer zahlt man auch in die Renten- und Arbeitslosenversicherung ein, hier liegt die Beitragsbemessungsgrenze aktuell bei 5.950,00€. Hinweis: Die Beitragsbemessungsgrenzen werden regelmäßig angepasst, dadurch entstehen für Versicherte neben der Anpassung des Beitragssatzes Beitragssteigerungen. Die Entwicklungen der letzten 10 Jahre und die Sätze für das kommende Jahr finden Sie hier.

Bis zum 21.12.2012 waren in der Vertragsgestaltung der Versicherungswirtschaft Bisex-Tarife aktuell ( Bi = 2 = zweigeschlechtliche Tarife getrennt nach Geschlecht).

Risikozuschläge werden bei der Stellung des erstmaligen Antrages bei Ihrem aktuellen Versicherer erhoben. Diese beziehen sich bespielweise auf Allergien oder andere fortbestehende Erkrankungen. Durch die Optimierung der Versicherung kann dieser Risikozuschlag kalkulatorisch anders bemessen werden, da der Tarif einer neueren Welt angehört, kann ein geringer Tarifstrukturzuschlag vorvereinbart sein, sodass dies zu einem höheren Risikozuschlag führen kann. Dies ist individuell zu überprüfen und zu berechnen. Es besteht sowohl bei einem Erstantragsprüfungsrisikozuschlag als auch bei einem Risikozuschlag die Möglichkeit einer Überprüfung zum späteren Entfall. Dazu sollten die bewertete Vorerkrankungen immer zwei Jahre behandlungs- und beschwerdefrei ein.

Niedergelassene Ärzte und Zahnärzte behandeln auch Privatpatienten. Diese Leistung wird nach einer Ziffer und um ein Vielfaches (1,0fach bis zu 3,5fach) abgerechnet. Beispiel: Beratung auch mittels Fernsprecher (Terminvereinbarung z. B.) ist die Ziffer 1. Diese wird von 4,66€ (1,0fach) - 10,72€ (2,3fach) abgerechnet. Der Arzt darf bis zum Höchstsatz (3,5fach) der Gebührenordnung ohne schriftliche Zustimmung des Versicherten abrechnen. Ab dem Regelhöchstsatz (2,3fach) muss er eine Erklärung erbringen, warum das übliche Maß der Leistung überschritten wurde (z. B. die besonders komplizierte Lage eines Zahns). Über die Gebührenordnung (3,5fach) kann der Arzt nur mit gesonderter Vereinbarung abrechnen. Der Versicherte hat dies häufig nicht mitversichert. Hinweis: Überprüfen Sie den Inhalt Ihrer privaten Versicherung. Der Regelhöchstsatz (2,3fach) ist oft nicht ausreichend. Ärzte rechnen häufig den Höchstsatz (3,5fach) ab, dies erstattet Ihr privater Krankenversicherer dann nicht. Lassen Sie Ihre Rechnung vor Bezahlung überprüfen. Versicherer sind bedingungsseitig (bis auf Ausnahmen) zur Kürzung berechtigt, , wenn die abgerechnete Leistung das Maß der erbrachten Leistung übersteigt. Sollte dies vorkommen, sollten Sie mit dem Arzt sprechen.

Generika bzw. Nachnahmepräparate bezeichnen eine wirkstoffgleiche Kopie eines Arzneimittels, welches bereits von einer Marke (forschendes Pharmaunternehmen) auf dem Markt besteht. Dabei sollen die Generika dem Originalarzneimittel in Sicherheit und Wirksamkeit entsprechen. Generika sind durch das Nachahmen günstiger, da nur Herstellungskosten anfallen. Daher haben forschende Pharmaunternehmen neue Produkte patentiert, sodass ein Nachahmen in den ersten Jahren nicht möglich ist. Hinweis: Sollte ein privater Krankenversicherer eine Generika-Klausel vorsehen, ist häufig im Bedingungswerk ein Hinweis vermerkt. Dieser ermöglicht die Erstattung des Originalproduktes, soweit keine Generika vorhanden sind.

Private Krankenversicherungen bemessen Ihre Beiträge nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Der Gesundheitszustand wird mit einer Gesundheitsprüfung ermittelt. Die Gesundheitsprüfung wird anhand eines Fragenkatalogs durchgeführt. Versicherte mit einem Heuschnupfen ohne asthmatische Beteiligung lassen sich vielleicht keine Arzneimittel ärztlich verordnen, haben aber Beschwerden, daher ist der anzeigepflichtige Umstand anzugeben und führt zu einem medizinischen Wagnisausgleich (Risikozuschlag). Hinweis: Lassen Sie sich von keinem Versicherungsvermittler erzählen, eine Diagnose oder Beschwerde sei nicht relevant, dieser kann versicherungsmedizinische Risiken nicht beurteilen. Im Falle einer Verletzung Ihrer Anzeigepflicht haben Sie später viel Ärger. Solche Dinge klärt man immer vorher.

H-M

Ein Heil- und Kostenplan erstellt der Zahnarzt oder Kieferorthopädie vor einer geplanten Behandlung. Dieser dient der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung zur vorherigen Zusage der Leistung. Hinweis: Der Heil- und Kostenplan ist häufig ein erstattungspflichtiger Umstand. Reichen Sie ihn vorab nicht ein, erhalten Sie prozentual weniger oder sogar keinerlei Erstattung.

Heilmittel sind ärztliche verordnete Maßnahmen (Behandlungen), die durch einen Therapeuten (Heilhilfsberufe) erbracht werden. Dazu gehören nach dem Heilmittelkatalog physikalische-, podologische, Stimm-, Sprech-, Ergo- und Sprachtherapien. Hinweis: Achten Sie darauf, ob Ihr Versicherungsschutz ein Heilmittelverzeichnis vorsieht, dies kann die Leistung in der Höhe einschränken. Achten Sie außerdem darauf, dass im Versicherungsschutz alle Bereiche der Heilmittel eingebunden sind und die Therapeuten unter der Bezeichnung Heilhilfsberufe aufgeführt sind.

Heilpraktiker mit Vollzulassung dürfen Behandlungen und Therapien durchführen. Häufig bezieht sich die Methodik auf Naturheilkunde und Alternativmedizin, abgerechnet wird nach Gebührenordnung für Heilpraktiker. Heilpraktiker verschreiben nicht-rezeptpflichtige Medikamente und können durch Zusatzbezeichnungen nach Fachgebiet auftreten. Hinweis: Prüfen Sie, ob Leistungen des Heilpraktikers erstattungsfähig sind. Sollte Ihr Versicherungsschutz dies nicht vorsehen, ist ein niedergelassener Arzt mit dem Zusatz Naturheilkunde eine Alternative.

Hilfsmittel dienen der Erfolgssicherung bei Krankenbehandlungen, um drohenden Behinderungen vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Zu den Hilfsmitteln gehören unter anderem Hörhilfen, Körperersatzstücke, Atemüberwachungsmonitore, Sauerstoffkonzentrationsgeräte, Krankenfahrstühle, Sprechgeräte, Blindenhunde, Lesegeräte, Gehhilfen und orthopädische Anfertigungen. Die private Krankenversicherung unterscheidet zwischen dem offenen, geschlossenen und eingeschränkt offenen Hilfsmittelkatalog. Der offene Hilfsmittelkatalog ist die bestmögliche Lösung, der Versicherer verzichtet auf Einschränkung in Leistungshöhe, Leistungsbezug und Auswahl der Leistung. Somit sind Neuentwicklungen von Hilfsmitteln und die bestmögliche, medizinisch notwendige Versorgung abgedeckt. Der geschlossene Hilfsmittelkatalog ist vom Versicherer abschließend aufgezählt und häufig zusätzlich im zeitlichen Bezug oder der Bezugsart (vorherige Zusage oder Bezug über den Versicherer) eingeschränkt. Dadurch können neu entwickelte Hilfsmittel nicht erstattet werden. Der eingeschränkt offene Hilfsmittelkatalog definiert zwar keine festen Hilfsmittel, beinhaltet aber Formulierungen wie "einfache Ausführung" oder "Krankenfahrstühle bis max. 50€". Hinweis: Hilfsmittel werden bei Leistungsabrechnung mit dem Versicherer, wenn dieser nicht zur Leistung verpflichtet ist, häufig sehr teuer, sodass Versicherte existenziell bedroht sind. Schützen Sie sich davor und informieren Sie sich über die Inhalte Ihres Versicherungsschutzes. Gehen Sie auch bei einem offenen Hilfsmittelkatalog auf Nummer sicher und lassen sich vorab die Kostenzusage erteilen, so ersparen Sie sich böse Überraschungen.

Implantate gehören im PKV-Bereich zu den Zahnersatzleistungen (ZE). Implantate kann man sich als künstliche Zahnwurzeln vorstellen, die man bildlich auch als "Dübel" umschreiben kann. Diese Dübel werden im zahnlosen Kieferbereich direkt im Kieferknochen verankert. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass implantologischer Zahnersatz äußerst langlebig ist. Allerdings auch sehr hochpreisig.

Ein Inlay (auch Einlagefüllung) ist eine zahntechnisch hergestellte Zahnfüllung die ausgehärtet in den Zahn eingeklebt wird. Je nach Fläche des defekten Zahns (häufig durch Karies) wird eine Füllung aus Gold, Keramik, galvanischer Keramik, Kunststoff oder Titan hergestellt. Gesetzlich Versicherte können dies als Privatleistung selbst zahlen. Hinweis: Recherchieren Sie in Ihrem Versicherungsschutz, ob Inlays erstattungsfähig sind und ob diese nach Zahnbehandlung oder Zahnersatz erstattet werden.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet die Einkommenshöhe als Arbeitnehmer, um die Privilegien des Privatpatienten nutzen zu können. Arbeitsnehmer sind grundsätzlich, versicherungspflichtig. Erst mit einem Übersteigen der Gehaltsgrenze ist eine private Krankenversicherung als Krankheitskostenversicherung möglich. Hinweis: Einige Entgeltbestandteile werden nicht auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze angerechnet. Dabei sind erfolgsabhängige, nicht verpflichtend gezahlte Bezüge wie z. B. Provisionen nicht hinzuzurechnen.

Eine Karenzzeit wird begrifflich häufig im Bereich des Krankentagegeldes verwendet und bezeichnet den Zeitraum einer Erkrankung bzw. Arbeitsunfähigkeit, bevor die vertragliche Leistung in Anwendung gebracht wird. Beispielsweise werden Krankentagegelder erst ab dem 43.Tag bei Arbeitnehmern versichert, da diese in den ersten sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben. Wartezeiten findet man in vielen Versicherungszweigen. Hier wird im bezeichneten Zeitraum keine Leistung erstattet, z. B. allgemeine Wartezeiten der privaten Krankenversicherung von drei Monaten ab Versicherungsbeginn. Hinweis: Oftmals kann man einen Wartezeiterlass erwirken. Möglich ist dies durch ärztliche Untersuchungen oder einen Vorversicherungsnachweis.

Krankenhaustagegeld wird vom Versicherer dann gezahlt, soweit der Versicherte stationär in einem Krankenhaus aufgenommen wird.

Krankentagegeld wird in Folge von Arbeitsunfähigkeit erstattet und als Tagessatz festgelegt. Bei der Höhe des Krankentagegeldes beachten Sie die Regelungen zur Erstattung. Die meisten Versicherer regeln die Höchstgrenze des versicherten Tagegeldes anhand der Nettoeinkünfte des Versicherten. In der Branche spricht man oftmals von einem Bereicherungsverbot. Hinweis: Karenzzeiten wirken sich beitragsmindernd aus.

Versicherte, die von Ihrem Recht zu einem PKV-Tarifwechsel nach §204 VVG (Paragraf 204 Versicherungsvertragsgesetz) Gebrauch machen, haben häufig bessere Leistungen im neuen Tarif. Daher ist der Versicherer für die Mehrleistungen berechtigt, den Gesundheitszustand zu prüfen. Möchte ein Kunde dies nicht bzw. erhält er ein Angebot für einen medizinischen Wagnisausgleich, kann er die relevanten Leistungsinhalte mit Mehrleistungen auf das Niveau des bisherigen Tarifes reduzieren. So hat jeder Kunde die Möglichkeit, bei gesundheitsrelevanten Diagnosen Prämien zu sparen. Hinweis: Lassen Sie sich nach dem PKV-Tarifwechsel konzeptionell betreuen. Leistungsabrechnungen sollten gerade in den nächsten zwei Jahren auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft werden. Sonst laufen Sie Gefahr, Ihre Erstattungsansprüche nicht vollständig durchsetzen zu können.

Versicherte die Ihren Versicherungsschutz nach dem 01.01.2009 abgeschlossen haben, können Ihre Altersrückstellung in Höhe des Basistarifes auf den neuen Versicherer übertragen werden. Hierbei ist es wichtig zu berücksichtigen, ob ein Wechsel wirklich lohnt. Die Altersrückstellungen in Höhe des Basistarif entsprechen in der Regel nur einem Bruchteil der verzinslich angesammelten Altersrückstellung.

N-S

Der Notlagen-Tarif (§ 12h VAG) ist ein Tarif für Versicherte in vorübergehenden finanziellen Notlagen. Der Versicherer stellt Kunden mit mehr als sechs Monaten Beitragsrückstand automatisch in den Notlagentarif (NLT) um, wenn auch Mahnungen keine Zahlungen gebracht haben. Säumige Beitragszahler können, wenn sie dem nicht widersprochen haben, auch rückwirkend in diesen Tarif umgestellt werden.

Ein Ombudsmann (bei weiblicher Besetzung Ombudsfrau) erfüllt die Aufgabe einer unparteiischen Schiedspersonen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Die Person nimmt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Versicherten und ihren Versicherungsunternehmen neutral und unabhängig Stellung.

Die Pflegepflichtversicherung existiert seit 1995 und bildet neben der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung den jüngsten eigenständigen Zweig der Sozialversicherungen. Jede Gesetzliche Krankenkasse und jede Private Krankenversicherung ist verpflichtet, auch eine Pflegeversicherung anzubieten. Ebenso ist jeder Bürger verpflichtet, pflegeversichert zu sein.

Die Regelleistungen sind diejenigen Leistungen im Krankenhaus, welche dem vorgeschriebenen Versorgungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Dazu gehören die Unterbringung im Mehrbettzimmer und die Behandlung durch den diensthabenden Stations- oder auch Chefarzt.

In der privaten Krankenversicherung werden bei bereits vorhandenen Vorerkrankungen (je nach Schwere der Erkrankung), Zuschläge zur normalen Prämie erhoben. Diese Zuschläge sollen die zu erwartenden Kosten abfedern. Zuschläge sollten regelmäßig nach ihrer noch bestehenden Notwendigkeit überprüft werden.

Unter Selbstbeteiligung ist zu verstehen, welchen Anteil der Versicherte im Leistungsfall selber zu tragen hat. Im PKV-Bereich gibt es pauschale Selbstbehalte (eine feste Summe, welche im Versicherungsfall zu tragen ist) oder prozentuale Selbstbehalte (anteilige Schadensübernahme durch den Versicherten). Der Versicherer reguliert nur die Schäden, welche über den vereinbarten Selbstbehalt hinausgehen.

"Der Standardtarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der Privaten Krankenversicherung (PKV) und erfüllt seit seiner Einführung 1994 eine soziale Schutzfunktion. Er richtet sich vorrangig an ältere Versicherte, die aus finanziellen Gründen einen preiswerten Tarif benötigen. Der Standtarif kann, wenn die Vorrausetzungen erfüllt sind, nur beim aktuellen Versicherer gewählt werden. Der Leistungsumfang orientiert sich am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Beitragshöhe ist abhängig von der Vorversicherungszeit und dem Alter des Versicherten, darf aber für Einzelpersonen den Höchstbeitrag der GKV beziehungsweise für Ehepaare 150 Prozent des GKV-Höchstbeitrags nicht übersteigen. Der Standard-Tarif steht folgenden Personen offen, sofern sie ihren Vertrag vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen haben und folgende Bedingungen erfüllen: -Ab vollendetem 65. Lebensjahr mit mindestens 10-jähriger Zeit der Vollversicherung in der PKV -Ab vollendetem 55. Lebensjahr mit mindestens 10-jähriger Zeit der Vollversicherung in der PKV und einem Einkommen unter der aktuellen Versicherungspflichtgrenze -Personen, die aufgrund von Erwerbsunfähigkeit vorzeitig in Rente oder Pension gehen müssen. Ihr Einkommen muss unter der aktuellen Versicherungspflichtgrenze liegen und sie müssen bereits 10 Jahre in der PKV oder nach Beihilfetarifen versichert gewesen sein.

Die vollstationäre Behandlung ist die klassische Krankenhausbehandlung. Sie umfasst neben der erforderlichen medizinischen Behandlung (Ärztliche Behandlung, Krankenpflege, Arzneimittel etc.) auch Unterkunft und Verpflegung.

T-Z

Die teilstationäre Behandlung kann im regulären Krankenhaus, aber auch in speziellen Tages- und Nachtkliniken durchgeführt werden. Der Unterschied zur vollstationären Behandlungen liegt darin, dass der Patient das Krankenhaus nach täglicher bzw. nächtlicher Behandlung wieder verlassen kann.

Der Treuhänder ist von der privaten Krankenversicherung bestellt, um die Prämienkalkulation zu prüfen und Beitragsanpassungen zu bestätigen oder anzuordnen.

Ist eine durch die Europäische Union eingeführte Gesetzesänderung zur geschlechtsneutralen Kalkulation von Versicherungstarifen. Im PKV-Bereich gelten nach dem 21.12.2012 nur noch einheitliche Tarife, eben Unisex-Tarife (ein- od. gleichgeschlechtlich). Alle Kunden, die sich nach dem Stichtag neu PKV-versichern und ihren Vertrag kündigen, sind in der Unisexwelt versichert.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), auch Versicherungspflichtgrenze genannt, ist eine Sozialversicherungs-Rechengröße und bestimmt, ab welcher Höhe des jährlichen Brutto-Arbeitsentgelts ein Arbeitnehmer in Deutschland nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sein muss. Der Versicherte kann entscheiden, ob er in eine private Krankenversicherung wechselt.

Versicherte der privaten Krankenversicherung werden nach Ihrem Gesundheitszustand gefragt. Dieser wird zur Beurteilung des versicherungsmedizinischen Risikos herangezogen. Versicherer verlassen sich dabei auf die Auskunft des Versicherten. Die Zeiträume zur Abfrage reichen bis zu zehn Jahre zurück. Falschangaben können zu nachträglichen Prämienerhöhungen, Anfechtung des Vertrages oder gar Umstellung in einen Grundschutztarif für bis zu 700€ führen. Hinweis: Beim Abschluss der privaten Krankenversicherung sollten Sie Patientenakten Ihres Arztes anfordern, um auf Nummer sicher zu gehen. Gerade bei gesetzlich Vorversicherten ist nicht klar, was der Arzt Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung in Rechnung gestellt hat. Patientenakten oder Patientenauskünfte sichern Sie vor späteren Überraschungen ab.

Die vorvertragliche Anzeigepflicht (§19VVG) beschreibt die Auskunftspflicht der versicherten Personen. Jede versicherte Person ist bei Antragstellung zur Abgabe aller bekannten wie gefahrenerheblichen Umstände, nach denen im Antragsformular gefragt wurde, verpflichtet, diese wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben.

Wahlleistungen sind über die allgemeinen Krankenhausleistungen hinausgehende Sonderleistungen. Diese sind gesondert zu vereinbaren und vom Patienten selbst zu bezahlen. Die Selbstzahlung verhindert man, indem man eine stationäre Ergänzungsversicherung oder einen PKV-Vertrag mit Wahlleistungen abschließt. Achtung: Krankenhäuser prüfen nicht für den Patienten, ob sein Versicherungsschutz ausreicht.

Zahnersatz (Abkürzung im PKV Bereich: ZE) ist ein übergeordneter Sammelbegriff für jegliche Form des Ersatzes fehlender, natürlicher Zähne.

Eine durch die Europäische Union eingeführte Gesetzesänderung zur geschlechtsneutralen Kalkulation von Versicherungstarifen. Im PKV-Bereich gelten nach dem 21.12.2012 nur noch einheitliche Tarife, eben Unisex-Tarife (ein- od. gleichgeschlechtlich). Alle Kunden, die sich neu PKV-versicherern und ihren Vorvertrag kündigen, sind seit dem Stichtag in der Unisexwelt versichert.