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Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der privaten Krankenversicherung (PKV) 

Zuletzt bearbeitet am:

10. Juni 2025

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) regelt die Höhe der Vergütung, die Ärzte für ihre Leistungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) erhalten. Sie stellt sicher, dass Ärzte für ihre erbrachten medizinischen Leistungen in der PKV eine angemessene Bezahlung erhalten und definiert die Grundlage für die Abrechnung von Behandlungen, Untersuchungen und sonstigen medizinischen Dienstleistungen. In diesem Artikel wird erklärt, was die GOÄ ist, wie sie funktioniert und welche Bedeutung sie für Versicherte in der privaten Krankenversicherung hat. 

Was ist die GOÄ? 

Die GOÄ ist die Gebührenordnung für Ärzte, die die Vergütung für ärztliche Leistungen in der privaten Krankenversicherung regelt. Sie wurde 1982 vom Bundesgesundheitsministerium erlassen und stellt sicher, dass die Abrechnung von ärztlichen Leistungen transparent und einheitlich erfolgt. Die GOÄ wird regelmäßig angepasst, um den aktuellen medizinischen Standards und der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht zu werden. 

In der GOÄ sind die Honorare für sämtliche ärztliche Leistungen aufgelistet, von einfachen Untersuchungen über Operationen bis hin zu komplexen Spezialbehandlungen. Die GOÄ legt für jede ärztliche Leistung einen Punktwert fest, der mit einem Faktor multipliziert wird, um die Höhe der Vergütung zu bestimmen. Dieser Punktwert ist an den allgemeinen Lebenshaltungskosten und an die Entwicklung des medizinischen Sektors angepasst. 

Wie funktioniert die GOÄ? 

Die GOÄ funktioniert auf der Grundlage eines Punktesystems. Jede ärztliche Leistung, sei es eine Untersuchung, eine Behandlung oder eine Operation, wird mit einer bestimmten Anzahl von Punkten bewertet. Diese Punkte werden mit einem bestimmten Punktwert multipliziert, um den endgültigen Betrag zu berechnen, den der Versicherte oder die Versicherung für die Leistung zahlen muss. 

Der Punktwert wird jährlich angepasst und ist abhängig von den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen. Ärzte haben die Möglichkeit, den Punktwert je nach Schwierigkeit der Behandlung oder der Dringlichkeit mit einem Multiplikator zu erhöhen. So kann eine besonders komplexe oder langwierige Behandlung zu einem höheren Erstattungsbetrag führen. 

Warum ist die GOÄ wichtig für die PKV? 

Die GOÄ spielt eine zentrale Rolle in der privaten Krankenversicherung, da sie die Grundlage für die Kostenübernahme der ärztlichen Leistungen durch die Versicherung bildet. Die Höhe der Erstattung durch die PKV hängt oft davon ab, wie die medizinischen Leistungen nach der GOÄ abgerechnet werden. 

Für Versicherte bedeutet dies, dass sie durch die GOÄ genau wissen können, welche Leistungen in der PKV abgedeckt sind und mit welchem Betrag sie rechnen können. In vielen Fällen müssen Versicherte einen Eigenanteil zahlen, wenn die Kosten der Behandlung die durch die GOÄ festgelegte Erstattung überschreiten. 

Welche Vorteile bietet die GOÄ? 

  1. Transparente Abrechnung: Durch die GOÄ wird die Abrechnung von ärztlichen Leistungen für Versicherte nachvollziehbar und transparent. Patienten können nachvollziehen, wie sich die Behandlungskosten zusammensetzen. 
  1. Gleichbehandlung von Ärzten: Die GOÄ sorgt dafür, dass alle Ärzte für dieselbe Leistung denselben Preis berechnen, unabhängig von ihrem Standort oder ihrer Praxisgröße. 
  1. Anpassungen an die wirtschaftliche Entwicklung: Die GOÄ wird regelmäßig angepasst, um sicherzustellen, dass die Honorare der Ärzte den aktuellen Lebenshaltungskosten und der wirtschaftlichen Situation gerecht werden. 
  1. Berechnung von Zusatzleistungen: Ärzte können die GOÄ nutzen, um Zusatzleistungen wie spezielle Untersuchungen oder besondere Behandlungen korrekt zu berechnen und den Versicherten eine faire Abrechnung zu bieten. 

Welche Nachteile hat die GOÄ? 

  1. Eigenbeteiligung für den Versicherten: In der privaten Krankenversicherung sind Versicherte häufig verpflichtet, einen Eigenanteil zu leisten, wenn die Kosten für eine Behandlung die Erstattung durch die PKV und die GOÄ überschreiten. 
  1. Kostenüberschreitungen: In manchen Fällen kann die GOÄ zu einer höheren Eigenbeteiligung führen, wenn die berechneten Leistungen den festgelegten Erstattungssatz übersteigen. 
  1. Komplexität der Abrechnung: Die GOÄ und die darauf basierenden Abrechnungen können für Versicherte schwer verständlich sein. In einigen Fällen kann es zu Unklarheiten über die genauen Erstattungsbeträge kommen, was zusätzliche Rückfragen und Aufwand für die Klärung nach sich ziehen kann. 

GOÄ – Eine klare Grundlage für die Abrechnung ärztlicher Leistungen 

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) stellt eine wichtige Grundlage für die Abrechnung von ärztlichen Leistungen in der privaten Krankenversicherung dar. Sie sorgt für Transparenz und Klarheit in Bezug auf die Vergütung von medizinischen Behandlungen und schützt Versicherte vor unangemessen hohen Rechnungen. Allerdings müssen Versicherte auch die Möglichkeit einer Eigenbeteiligung im Auge behalten, wenn die Kosten die festgelegten Erstattungssätze überschreiten. Insgesamt bietet die GOÄ eine gerechte und nachvollziehbare Grundlage für die Abrechnung, stellt jedoch auch Anforderungen an die Versicherten, um ihre Eigenbeteiligung im Blick zu behalten. 

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