Tarifwechsel prüfen

Was sind die Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung in der privaten Krankenversicherung (PKV)?

Zuletzt bearbeitet am:

27. Juni 2025

Der Wechsel bei Auswanderung bezieht sich auf die Option für PKV-Versicherte, ihre private Krankenversicherung zu ändern oder zu kündigen, wenn sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen. Dies betrifft vor allem diejenigen, die nicht mehr in Deutschland ansässig sind und deren Versicherungsschutz entsprechend angepasst werden muss. Die Auswanderung kann verschiedene Formen annehmen, sei es der Umzug in ein anderes Land innerhalb der EU oder die Übersiedlung in ein Nicht-EU-Land. In solchen Fällen müssen die Versicherten entscheiden, wie sie ihren Krankenversicherungsschutz weiterhin gestalten möchten.

Es gibt unterschiedliche Wechselmöglichkeiten in der PKV, die von der jeweiligen Situation und dem Zielland abhängen. Versicherte können ihre PKV fortführen, sie in einen speziellen Tarif für Auslandskrankenversicherung umwandeln oder sich für eine neue Versicherung im Ausland entscheiden.

Wie funktioniert der Wechsel bei Auswanderung?

Bei einer Auswanderung stellen sich verschiedene Fragen bezüglich des Krankenversicherungsschutzes, je nachdem, ob der Versicherte in einem Land mit einem eigenen Sozialversicherungssystem (z. B. in der EU) oder in einem Land ohne ein solches System lebt.

  1. Wechsel der PKV in einen Auslandsversicherungsschutz: Viele PKV-Anbieter bieten die Möglichkeit, den bestehenden Versicherungsschutz auf eine Auslandskrankenversicherung umzustellen. Hierbei handelt es sich um einen Tarif, der speziell für Auslandaufenthalte konzipiert ist und meist Weltweit gültig ist. Diese Option kann sinnvoll sein, wenn der Versicherte plant, dauerhaft im Ausland zu leben, jedoch weiterhin die Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen möchte.
  2. Kündigung der PKV bei Auswanderung: Eine andere Möglichkeit besteht darin, die PKV zu kündigen, wenn der Versicherte in ein Land zieht, das keine Krankenversicherungspflicht für Ausländer hat. In diesem Fall ist es wichtig, sicherzustellen, dass ein alternativer Krankenversicherungsschutz im neuen Land abgeschlossen wird, um den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen.
  3. Wechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV): Wenn der Versicherte in ein EU-Land auswandert, könnte es unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, in die GKV zurückzukehren, insbesondere wenn er dort als Arbeitnehmer arbeitet oder in das deutsche Sozialsystem integriert wird. Diese Option besteht jedoch nur für bestimmte Länder und Personengruppen und ist an spezielle Voraussetzungen geknüpft.
  4. Erhalt der PKV im Ausland: In einigen Fällen ist es auch möglich, die private Krankenversicherung beizubehalten, selbst wenn man ins Ausland zieht. Allerdings muss sich der Versicherte darüber im Klaren sein, dass der Versicherungsschutz im Ausland unter Umständen nicht dieselben Leistungen umfasst oder teurer wird. Es ist ratsam, den Versicherer zu kontaktieren, um herauszufinden, wie der Versicherungsschutz angepasst werden kann und welche Leistungen weiterhin abgedeckt sind.

Wer kann von den Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung profitieren?

Die Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung sind vor allem für PKV-Versicherte von Interesse, die dauerhaft oder für längere Zeit ins Ausland ziehen. Zu den betroffenen Gruppen gehören:

  1. Arbeitnehmer: Wer in Deutschland beschäftigt ist und dann ins Ausland zieht, sei es aus beruflichen oder privaten Gründen, sollte sich mit den Wechselmöglichkeiten auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass er weiterhin ausreichend abgesichert ist.
  2. Selbstständige und Freiberufler: Selbstständige und Freiberufler, die in der PKV versichert sind, müssen sicherstellen, dass sie entweder den Versicherungsschutz im Ausland weiterführen oder eine geeignete Auslandskrankenversicherung abschließen.
  3. Rentner: Auch Rentner, die ins Ausland ziehen, müssen ihre Krankenversicherung an die Gegebenheiten im Zielland anpassen. Viele private Krankenversicherungen bieten spezielle Tarife für Rentner im Ausland an.
  4. Auswanderer ohne festen Arbeitsplatz: Wer ohne festen Arbeitsplatz ins Ausland geht oder die Arbeit im Ausland aufnimmt, muss ebenfalls sicherstellen, dass der Krankenversicherungsschutz weiterhin besteht, um nicht unversichert zu sein.

Welche Vorteile bieten die Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung?

Der Wechsel der PKV bei einer Auswanderung bietet einige Vorteile, die den Versicherten helfen können, den Versicherungsschutz auch im Ausland aufrechtzuerhalten:

  1. Beibehaltung eines umfassenden Versicherungsschutzes: Die Möglichkeit, die private Krankenversicherung in einen Auslandsschutztarif umzuwandeln, ermöglicht es den Versicherten, weiterhin von den Vorteilen einer privaten Krankenversicherung zu profitieren, die oft umfangreicher ist als die gesetzliche Krankenversicherung im Ausland.
  2. Flexible Anpassung des Versicherungsschutzes: Die meisten PKV-Anbieter bieten die Möglichkeit, den Versicherungsschutz an die Anforderungen des Ziellandes anzupassen. Hierzu gehören unter anderem weltweit gültige Tarife und die Möglichkeit, Zusatzversicherungen für den Auslandsschutz zu integrieren.
  3. Schnelle medizinische Versorgung im Ausland: Wer die private Krankenversicherung aufrechterhält, kann auch im Ausland auf schnellen und qualitativ hochwertigen Zugang zu medizinischen Dienstleistungen zugreifen, was vor allem in Ländern ohne staatliches Gesundheitssystem von Vorteil ist.

Welche Nachteile gibt es bei den Wechselmöglichkeiten?

Die Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung können auch mit Nachteilen verbunden sein, die es zu berücksichtigen gilt:

  1. Erhöhter Beitrag bei Auslandsschutz: Ein Auslandsschutz kann unter Umständen höhere Beiträge erfordern, insbesondere wenn der Versicherte in einem Land mit höheren medizinischen Kosten lebt. Manche Versicherer bieten daher Tarife an, die speziell für bestimmte Länder oder Regionen angepasst sind, was die Kosten jedoch erhöhen kann.
  2. Eingeschränkte Leistungen im Ausland: Der Versicherungsschutz der PKV im Ausland kann je nach Tarif und Anbieter eingeschränkt sein. In einigen Ländern sind bestimmte medizinische Leistungen oder Behandlungsmöglichkeiten möglicherweise nicht abgedeckt oder nur in begrenztem Umfang.
  3. Verlust des Versicherungsschutzes im neuen Land: Wenn der Versicherte seine PKV kündigt und in das neue Land wechselt, muss er sicherstellen, dass er einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz im neuen Land abschließt. In einigen Ländern, insbesondere in Nicht-EU-Staaten, gibt es möglicherweise keine ähnliche Krankenversicherung wie in Deutschland, was zu höheren Kosten führen kann.

Wie erfolgt der Wechsel bei Auswanderung?

Der Wechsel der PKV bei Auswanderung erfolgt in der Regel durch eine Kontaktaufnahme mit dem Versicherer. Der Versicherte muss den Wunsch äußern, entweder in einen Auslandstarif zu wechseln, die PKV zu kündigen oder eine andere Lösung zu finden. Es ist ratsam, sich rechtzeitig über die Möglichkeiten zu informieren, da der Wechsel je nach Versicherungsgesellschaft und Zielland unterschiedliche Bedingungen haben kann.

Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung – Versicherungsschutz im Ausland sichern

Die Wechselmöglichkeiten bei Auswanderung bieten eine flexible Lösung für Versicherte, die ins Ausland ziehen und ihren Krankenversicherungsschutz aufrechterhalten möchten. Es ist wichtig, die Optionen zu prüfen und sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz den Bedürfnissen im Zielland entspricht.

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