Massive Beitragserhöhung der AXA zum 01.01.2017

 

Bisher wurde über das Informationsportal Gewa-Comp bereits erste Erhöhungen verkündet. Daraus wird ersichtlich, dass zum Beispiel der Unisex-Tarif Vital 750-U für Kinder erhöht wird. Die Unisex-Tarife sind die jüngste Tarifgeneration und sollten eigentlich stabiler kalkuliert worden sein. Scheinbar ist das aber nicht so.

Gewa-Comp Auszug

 

Zahnersatz geht durch die Decke

Aus den aktuellen Schreiben ist zu entnehmen, dass der AXA Zahntarif Dent-Premium teilweise um fast 50% erhöht wird. Gerade deshalb kann man wohl zu Recht fragen, ob die Versicherungsmathematiker überhaupt noch wissen was Sie tun. Die PKV-Versicherer sind selber für die Kalkulation der Beiträge zuständig. Es gibt grundsätzlich Regeln für die Kalkulation der Beiträge, aber am Ende des Tags entscheidet jeder Versicherer selber. Die Frage lautet, wurden die Tarife absichtlich zu günstig kalkuliert um starkes Kundeninteresse zu erzeugen? Günstige Tarife locken Kunden. Allerdings werden günstige Tarife schnell teuer und das schadet dem Ruf der Branche enorm.

Es ist dieses Jahr insbesondere in der Vital-Reihe mit fast dreistelligen Beitragserhöhungen zu rechnen. Dieser Schritt ist bemerkenswert, weil im letzten Jahr bereits die Vital-Kunden bereit zur Kasse gebeten wurde. Dennoch muss man hier unterscheiden. Vital ist eine Reihe von Tarifen und die Bezeichnung Vital gilt eher als Sammelbegriff dafür. Nur weil Sie einen Vitaltarif haben, heißt das nicht automatisch, dass Ihr Beitrag steigt.

Daraus folgt, dass eine hohe Zahl an Kunden Rat suchen werden. Der Andrang zum Jahresende wird wieder enorm werden und die ersten zynischen Stimmen werden laut: „die AXA hat es wohl nicht so mit der Kundenbindung“. Dabei muss man hier differenzieren. Im letzten Jahr wurde der Vital 250 Bisex stark herhört. Dieses Jahr liegt der Fokus wohl auf dem Vital 750 Unisex.

 

Große Anzahl an unterschiedlichen Vital-Tarifen

Sie sollten Ihren Vertrag von Profis überprüfen lassen. Die AXA wird stark überfordert sein und sicherlich im Bereich von bis zu 10.000 Kunden Abgänge verzeichnen. Deshalb wird Ihr Versicherer wohl eher weniger Interesse haben, schnell und kompetent Lösungen aufzuzeigen. Zumal alle echten Lösungen zu verringerten Einnahmen bei der AXA führen. Welches Unternehmen möchte schon weniger Einnehmen.

Wichtig ist, nicht voreilig zu Kündigen. Trotz der erneuten Anpassungswelle sollten Sie erst den Tarifbestand Ihrers Versicherers prüfen lassen. Der Verlust der Rückstellungen ist gerade bei langjährigen Kunden kaum abzufedern. Die AXA kalkuliert mit einer gewissen Anzahl an Kündigungn. Der Verbleib der Rückstellungen führt zu sogenannten Stornogewinnen. Bleiben Sie ruhig. Sprechen Sie uns an. Wir helfen.