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Die private Krankenversicherung für Angestellte verspricht viele Vorteile. So ist der Versicherungsschutz der PKV meist besser als der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkasse. Außerdem sind einmal vereinbarte Leistungen garantiert und können nicht gekürzt werden. Doch in die private Krankenversicherung kann nicht jeder wechseln. Um sich privat versichern zu können, muss ein angestellter Arbeitnehmer bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Außerdem sollte geprüft werden, ob ein Wechsel in die PKV aufgrund der aktuellen Lebenssituation und der Familienplanung wirklich sinnvoll ist.

Wann kann ich mich als Angestellter privat versichern?

Der Gesetzgeber regelt klar, wer sich privat krankenversichern darf. Je nach Berufsgruppe gelten unterschiedliche Voraussetzungen. Für Angestellte besteht ein Wahlrecht zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung erst dann, wenn ihr regelmäßiges Jahresbruttoeinkommen die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt, überschreitet.

Diese Grenze wird jährlich neu festgelegt. Erst wenn Ihr Einkommen dauerhaft oberhalb dieser Schwelle liegt, entfällt die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung und ein Wechsel in die PKV ist möglich. Eine Verpflichtung zum Wechsel besteht jedoch nicht. Sie können sich ebenso freiwillig weiterhin gesetzlich versichern.

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Personen stehen und sitzen auf Münzstapeln

Versicherungspflichtgrenze: Wie viel muss ich verdienen, um mich privat versichern zu können?

Um sich als Angestellter privat krankenversichern zu können, muss das Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen. Diese wird jedes Jahr neu angepasst und erhöht.

  • 2026 muss das Bruttoeinkommen mindestens 77.400 Euro im Jahr betragen, um von der GKV in die PKV wechseln zu können.

Erhöht sich die Jahresarbeitsentgeltgrenze im folgenden Jahr und das Bruttoeinkommen fällt darunter, kann der Angestellte wieder versicherungspflichtig werden und muss zum Ende des Kalenderjahres in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Es sei denn, der Arbeitnehmer stellt einen Antrag auf Befreiung nach § 6 SGB VI. Dann kann er weiterhin in der PKV versichert bleiben. Dies gilt auch, wenn sich das Bruttoeinkommen nur vorübergehend reduziert hat und dadurch unter die Versicherungspflichtgrenze fiel. Beispielsweise aufgrund von Kurzarbeit oder Krankentagegeld.

Welches Einkommen zählt zur Jahresarbeitsentgeltgrenze?

In erster Linie zählt das monatliche Bruttoeinkommen zur Jahresarbeitsentgeltgrenze. Darüber hinaus auch Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie vermögenswirksame Leistungen. Nicht zur Versicherungspflichtgrenze gehören Gewinnbeteiligungen und variierende Sonderzahlungen, die ausfallen können.

Weitere Informationen zur Privaten Krankenversicherung

Was kostet eine private Krankenversicherung für Angestellte?

Was eine private Krankenversicherung für Angestellte kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn der Beitrag der PKV ist von persönlichen Merkmalen und dem gewünschten Versicherungsumfang abhängig. Jedoch spielt es bei den Kosten für eine PKV keine Rolle, wie hoch das Einkommen des Angestellten ausfällt.

So berechnet sich der Beitrag zur privaten Krankenversicherung

Was eine private Krankenversicherung für Angestellte kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn der Beitrag ist von persönlichen Merkmalen und dem gewünschten Versicherungsumfang abhängig. Jedoch spielt es bei den Kosten für eine PKV keine Rolle, wie hoch das Einkommen des Angestellten ausfällt.

Vorteile der PKV gegenüber der GKV

Umfangreichere Leistungen in der PKV

Die PKV bietet erstklassige Leistungen wie Ein- oder Zweitbettzimmer im Krankenhaus, Chefarztbehandlung und freie Krankenhaus- sowie Arztwahl. Medikamente und Therapien, die von der GKV nicht abgedeckt werden, sind in der PKV erstattungsfähig.

Individuelle und garantierte Leistungen

In der PKV erhalten Sie maßgeschneiderte Tarife, die nicht gekürzt werden dürfen. Neue Tarife berücksichtigen medizinische Fortschritte und bieten oft einen erweiterten Leistungsumfang. Zusatzleistungen können nach einer Gesundheitsprüfung vereinbart werden.

Bevorzugte Behandlung und schnellere Termine

Privatpatienten genießen oft den Vorteil, bei Fachärzten schneller Termine zu bekommen. Dies bedeutet weniger Wartezeit und schnellere medizinische Versorgung, wenn es darauf ankommt.

Beitragsunabhängigkeit für finanzielle Freiheit

Die Beitragshöhe in der PKV hängt nicht vom Einkommen ab. Gut verdienende oder gesunde Versicherte profitieren von günstigeren Prämien. Klug investiert, ermöglichen diese Ersparnisse eine beitragsfreie Zeit im Alter.

Belohnung für Gesundheit: Beitragsrückerstattung

Viele private Krankenversicherungen bieten Beitragsrückerstattungen, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Rechnungen eingereicht werden. Ein kluger finanzieller Schachzug für gesundheitsbewusste Versicherte.

Systemunterschiede zur gesetzlichen KV

Anders als die gesetzliche Krankenversicherung bietet die PKV eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Absicherung. Beiträge basieren auf Risikofaktoren wie Vorerkrankungen, Eintrittsalter und Beruf. Das führt zu fair kalkulierten Beiträgen und optimaler Gesundheitsversorgung.

Wer zahlt die Beiträge zur privaten Krankenversicherung?

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung entrichtet in erster Linie der Versicherte selbst. Denn bei Privatversicherten wird die Prämie nicht vom Arbeitgeber überwiesen, sondern vom Arbeitnehmer. Doch gibt es für Angestellte eine Besonderheit: Sie können von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung erhalten.

Arbeitgeberzuschuss zur PKV

Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern wird der Beitrag für die GKV je zur Hälfte vom Angestellten und vom Betrieb bezahlt. Auch bei Privatversicherten beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten für ihre Krankenabsicherung. In diesem Fall allerdings in Form eines Zuschusses, den er direkt an seinen Mitarbeiter bezahlt. Der Zuschuss orientiert sich am allgemeinen Beitragssatz zur GKV sowie dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag.

2026 beträgt dieser 508,59 Euro im Monat. Allerdings ist der Zuschuss auf die Hälfte des tatsächlichen PKV-Beitrags gedeckelt.

Ein Beispiel:

  • Monatsbeitrag der PKV: 520 Euro

  • Maximaler Arbeitgeberzuschuss: 508,59 Euro

  • Tatsächlicher Arbeitgeberzuschuss: 260 Euro (1/2 von 520 Euro)

Zusätzlich beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten für die private Pflegepflichtversicherung. 2026 beläuft sich der maximale Zuschuss zur Pflegeversicherung auf 104,63 Euro im Monat. Zusammen mit dem maximalen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung von 508,59 Euro können privatversicherte Arbeitnehmer somit bis zu 613,22 Euro monatlich als Arbeitgeberzuschuss erhalten.

Der Arbeitgeberzuschuss ist steuerfrei. Das Unternehmen kann freiwillig einen höheren Beitrag leisten, um den Angestellten finanziell zu unterstützen. Der übersteigende Anteil ist jedoch steuerpflichtig.

Hinweis: Einen Zuschuss zur PKV erhalten nicht nur Angestellte, sondern auch Rentner. Die gesetzliche Rentenversicherung beteiligt sich ebenfalls an den Kosten der privaten Krankenversicherung. Rentner erhalten rund 8,7 bis 8,8 Prozent ihrer gesetzlichen Bruttorente als Zuschuss, maximal jedoch die Hälfte des tatsächlichen PKV Beitrags.

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Ist die private Krankenversicherung teurer als die gesetzliche Krankenkasse?

Pauschal lässt sich nicht sagen, ob die private Krankenversicherung für Angestellte teurer ist als die gesetzliche Krankenkasse. Denn die Kosten sind bei beiden Versicherungen immer von den persönlichen Umständen abhängig. Während Gutverdiener aufgrund ihres hohen Einkommens auch einen hohen Beitrag zur GKV leisten müssen, kann die private Krankenversicherung, die einkommensunabhängig ist, preiswerter sein. Vorausgesetzt, Sie haben ein junges Eintrittsalter und keinen kostspieligen Tarif. Wohingegen die PKV bei einem hohen Eintrittsalter und mit Vorerkrankungen durchaus teuer sein kann.

Private Krankenversicherung für Familien

Teurer ist die private Krankenversicherung meist für Familien. Denn in der PKV muss für jede versicherte Person ein separater Vertrag mit einem eigenen Beitrag abgeschlossen werden. Die gesetzliche Krankenkasse bietet hingegen die kostenlose Familienversicherung. Damit sind Kinder mindestens bis zum 18. Lebensjahr, bis zum 25. während Sie sich in der Ausbildung befinden, beitragsfrei mitversichert.

Und auch geringverdienende Ehepaare können kostenlos in der Familienversicherung der Krankenkasse abgesichert sein. Allerdings ist zu bedenken, dass der Leistungsumfang in der privaten Krankenversicherung für Angestellte und ihre Familie besser ist. Sie können je nach Tarif von ärztlichen Wahlleistungen bei Klinikaufenthalten, höherer Kostenbeteiligung beim Zahnarzt und Erstattungen bei Brillen, Heilpraktikerbehandlungen und einem Auslandskrankenschutz profitieren. Eine Alternative zu den Wahltarifen der PKV kann eine Zusatzversicherung sein.

Wann lohnt es sich, privat krankenversichert zu sein?

Die private Krankenversicherung für Angestellte bietet einige Vorteile. Nicht nur die besseren medizinischen Leistungen, wenn ein entsprechend guter Tarif gewählt wurde. Sie kann sogar preiswerter sein als die gesetzliche Krankenversicherung. Dennoch lohnt sich ein Wechsel von der GKV in die PKV meist nur dann, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

Sie sind jünger als 40 Jahre

Die Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung steigen mit den Jahren. Damit die PKV allerdings bezahlbar bleibt, bilden die Gesellschaften sogenannte Altersrückstellungen. Dabei wird ein Teil der Prämie angespart und im Alter dazu verwendet, um den Erhöhungen entgegenzuwirken. Damit dies funktioniert, müssen jedoch möglichst lange Altersrückstellungen gebildet werden. Und bei einem hohen Eintrittsalter entsteht die Problematik, dass die Ansparphase kurz ist. Dadurch wurden nicht genug Altersrückstellungen gebildet und der Beitrag steigt stark an. Aus diesem Grund sollte das Eintrittsalter aus unserer Sicht in der Regel 40 Jahre nicht übersteigen. Außerdem sollte noch ein Teil in einen zusätzliche Beitragsentlastung im Rentenalter investiert werden.

Sie sind gesund und haben keine Beschwerden/ Einschränkungen

Während in der gesetzlichen Krankenversicherung keine Ausschlüsse oder Ablehnungen aufgrund von Vorerkrankungen erlaubt sind, gilt dies nicht für die privaten Krankenversicherer. Sie können Anträge ablehnen oder einem erhöhten Risiko mit Zuschlägen entgegenwirken. Sollte es zu einer Ablehnung kommen, bleibt den Antragstellern nur der Basistarif, dessen Leistungsumfang etwa der gesetzlichen Krankenabsicherung entspricht.

Wer sich also zu guten Konditionen privat krankenversichern möchte, sollte weitestgehend gesund sein. Eine anonyme Risikovorabprüfung kann Aufschluss darüber geben, ob sich bestehende Krankheiten auf den Versicherungsschutz auswirken.

Sie verzichten auf die kostenlose Familieversicherung

Für große Familien bietet die Krankenkasse einen entscheidenden Vorteil. Denn Kinder und geringverdienende Ehepartner lassen sich kostenlos in der Familienversicherung absichern. Wohingegen in der privaten Krankenversicherung für jede versicherte Person ein Vertrag mit einem eigenen Beitrag abgeschlossen werden muss. Und gerade dann, wenn mehrere Kinder vorhanden oder geplant sind, kann die PKV sehr teuer werden. Wer sich als Arbeitnehmer also für eine private Krankenversicherung entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, auf die beitragsfreie Familienversicherung zu verzichten und für jedes Kind eine Prämie zu bezahlen.

Sie verdienen vorraussichtlich dauerhaft gut

Nicht immer lässt sich alles im Leben planen. Dennoch sollte eine private Krankenversicherung nur dann abgeschlossen werden, wenn das Einkommen voraussichtlich und unter normalen Umständen auch hoch bleibt. Denn eine Krankenversicherung ist eine langfristige Entscheidung, die auch in der Zukunft noch bezahlbar sein muss. Und vor allem wenn das 55. Lebensjahr erreicht wurde, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Daher empfiehlt sich die private Krankenversicherung nur für Angestellte, die voraussichtlich dauerhaft ein gutes Einkommen haben.

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Die private Krankenversicherung für Angestellte: Eine Entscheidung für die Zukunft

Der wohl größte Vorteil der privaten Krankenversicherung für Angestellte ist der bessere Zugang zu medizinischen Leistungen. Zumindest, wenn ein entsprechender Tarif gewählt wurde. Daher ist es besonders wichtig, vor Vertragsabschluss einen umfassenden Versicherer- und Tarifvergleich durchzuführen. Denn eine private Krankenversicherung sollte immer auf den individuellen Bedarf von jeder einzelnen Person zugeschnitten werden. Die Entscheidung für oder gegen eine PKV muss gut überlegt sein. Unsere Experten von KVoptimal.de GmbH beraten Sie jederzeit zu diesem Thema. Gerne prüfen wir, ob Sie für die private Krankenversicherung geeignet sind und wir finden mit Ihnen zusammen einen Tarif, der zu Ihren persönlichen Bedürfnissen passt.

Häufige Fragen zur PKV für Angestellte

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist möglich, wenn Ihr regelmäßiges Jahresbruttoeinkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Diese Grenze wird jährlich angepasst und liegt aktuell bei rund 69.000 Euro brutto pro Jahr. Liegen Sie dauerhaft darüber, können Sie von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln.

Das hängt stark von Ihrer Lebenssituation ab. Für junge, gesunde und gutverdienende Angestellte kann die PKV durch bessere Leistungen und stabile Beiträge attraktiv sein. Bei Familien mit mehreren Kindern kann die gesetzliche Krankenversicherung wegen der kostenfreien Familienversicherung Vorteile bieten.

Die Beiträge hängen vom Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewählten Tarif ab. Viele Angestellte zahlen zwischen 400 und 800 Euro monatlich für leistungsstarke Tarife. Durch den Arbeitgeberzuschuss reduziert sich die tatsächliche Eigenbelastung deutlich.

Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung. Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 50 Prozent des Beitrags, maximal jedoch bis zum gesetzlich festgelegten Höchstzuschuss. Den restlichen Beitrag tragen Sie selbst.

Sie kann sich lohnen, wenn Sie langfristig über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen und Wert auf individuelle Leistungen legen. Besonders attraktiv ist sie häufig für junge Berufseinsteiger mit gutem Einkommen. Eine langfristige Planung ist wichtig, da ein späterer Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nur eingeschränkt möglich ist.

Wenn Sie bereits privat versichert sind und in ein Angestelltenverhältnis wechseln, kommt es auf Ihr Einkommen an. Liegt Ihr Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze, können Sie in der PKV bleiben. Verdienen Sie weniger, tritt grundsätzlich Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein, es sei denn, Sie erfüllen besondere Ausnahmeregelungen.

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