Einkommen trotz Krankheit sichern – private Krankentagegeldabsicherung

Insbesondere Gutverdiener und Selbstständige sollten eine haben. Die private Krankentagegeldversicherung zahlt Ihnen im Krankheitsfall einen an Ihrem bisherigen Einkommen orientierten Tagessatz, damit Sie keine finanziellen Einbußen hinnehmen müssen. Denn: Auch wenn Sie krank sind – auch infolge eines Unfalls – und weniger oder gar keine Ersatzleistung wie Entgeltfortzahlung oder Krankengeld beziehen, müssen Fixkosten wie Miete, Strom, Kreditzahlungen oder alle Betriebsausgaben beglichen werden.

Wir zeigen auf, welche maximalen Leistungen Sie aus einer Krankentagegeldversicherung erhalten können, welche Bedingungen gelten und wie Angestellte und Selbstständige jeweils davon profitieren können.

Einkommen trotz Krankheit sichern – Krankentagegeldabsicherung

Die Krankentagegeldabsicherung gehört zu den freiwilligen privaten Zusatzversicherungen, die sowohl für Angestellte, Freiberufler oder Selbständige geeignet ist. Das Krankentagegeld kann entweder zusammen mit einer privaten Krankenvollversicherung oder als separate Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen werden. Ziel ist es, dass der Versicherte im Krankheitsfall seine Einkommenslücke ausgleichen oder zumindest minimieren kann.

Das private Krankentagegeld wird bei anhaltender Krankheit unbegrenzt beziehungsweise solange bezahlt, bis die Krankheit überwunden ist oder eine Berufsunfähigkeit respektive Pflegebedürftigkeit festgestellt wird. In beiden Fällen würde dann die private Berufsunfähigkeitsversicherung eintreten.

Zusätzlich gibt es folgende Bedingungen, die Sie vor Abschluss einer Krankentagegeldabsicherung kennen sollten:

Gesundheits- und Risikoprüfung

Wenn Sie die Krankentagegeldversicherung nicht kombiniert mit Ihrer Krankenvollversicherung abschließen, bei der eine Gesundheitsprüfung Standard ist, erfolgt diese spätestens hier. Kommen bei der Gesundheitsprüfung besondere Risiken zum Vorschein, wird der Versicherer Risikozuschläge erheben oder Sie sogar ablehnen. Gute Verträge erkennen Sie daran, dass Sie eine die Krankentagegeldabsicherung bei einer Gehaltserhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung kostenlos anpassen können.

Bereicherungsverbot

Gesetzlich ist es so geregelt, dass Sie grundsätzlich nie mehr Leistungen aus der Krankentagegeldabsicherung erhalten können, als Sie bisher durchschnittlich verdient haben.
Grundlage für den Höchstbetrag ist Ihr Nettoeinkommen aus den letzten zwölf Monaten vor Antragstellung / Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Auch werden andere mögliche Ersatzleistungen wie Krankengelder angerechnet und mindern den Tagessatz der Krankentagegeldabsicherung.
Sie müssen nicht unbedingt Ihr Nettoeinkommen in voller Höhe versichern, wenn Sie über genügend finanzielle Reserven verfügen können. Es empfiehlt sich hier eine Kostenaufstellung mit allen monatlichen Ausgaben zu erstellen, um die Höhe der notwendigen Absicherung herauszufinden.

Einmalige Wartezeiten

Bevor Sie die Krankentagegeld-Versicherung das erste Mal in Anspruch nehmen können, muss die leistungsfreie Zeit abgelaufen sein, die sich der Krankenversicherer vorbehält. Die allgemeine Wartezeit im Bereich Krankentagegeldabsicherung beträgt in der Regel 3 Monate. Für bestimmte Versicherungsfälle gibt es eine längere, besondere Wartezeit von 8 Monaten Dauer. Darunter fallen beispielsweise Psychotherapie und Entbindung. Die Wartezeiten werden vom Versicherer je nach Tarif festgelegt. So können sie unter bestimmten Voraussetzungen auch erlassen werden oder bei Unfällen typischerweise vollständig entfallen.
Übrigens werden Wartezeiten ganz allgemein deswegen festgesetzt, um zu vermeiden, dass die anderen Versicherten des Kollektivs Kosten tragen, die bei Vertragsabschluss schon feststehen.

Krankentagegeldabsicherung für gesetzlich versicherte Angestellte

Angestellte, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, profitieren in den ersten sechs Wochen ab der Krankschreibung von der Lohnfortzahlung ihres Arbeitgebers. Im Anschluss daran erhält der Versicherte Krankengeld von seiner GKV, es sei denn, er ist in einem Tarif ohne Krankengeld versichert. Da das Krankengeld etwa 20 Prozent unter dem Nettoeinkommen liegt, ist der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sinnvoll, die genau die Lücke zum vorherigen Nettogehalt schließt.

Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts beziehungsweise 90 Prozent des Nettogehalts. Zudem ist der Tagessatz auf die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. 2018 beträgt er 103,25 Euro.

Maximales monatliches Krankengeld (netto):
103,25 Euro x 30 Tage = 3.097,50 Euro

Hier entscheiden Sie, ob das Krankengeld vorübergehend ausreicht oder in welcher Höhe Sie eine Krankentagegeldversicherung abschließen müssen.

Krankentagegeldabsicherung für privat versicherte Selbstständige & Freiberufler

Insbesondere Selbstständige und Freiberufler trifft Krankheiten besonders hart. In aller Regel haben sie kein Backup, also niemanden, der ihre Aufgaben übernehmen kann. Empfindliche Verluste sind die Folge. Sie sind nicht durch Lohnfortzahlung oder Krankengeld über den Arbeitgeber automatisch abgesichert, sondern müssen unbedingt selbst vorsorgen. Für sie gibt es die Möglichkeit, eine private Krankentagegeldabsicherung abzuschließen, die bereits ab dem 4. Tag eintritt.

Sie überlegen, ob Sie sich eine Krankentagegeldabsicherung leisten können? Vielleicht ist Ihr Krankenversicherungstarif zu teuer? Die Versicherungsexperten von KVoptimal.de prüfen für Sie, ob ein interner Tarifwechsel, also ein Wechsel innerhalb Ihrer Versicherung sich für Sie rechnet. Die durchschnittliche Ersparnis unserer Kunden liegt bei über 40 Prozent. Damit können Sie genügend Ressourcen generieren, um sich, Ihre Familie und Ihr Unternehmen zusätzlich mit einer Krankentagegeldversicherung abzusichern.

Vorteile & Fazit

Vor allem für Gutverdiener und Selbstständige ist die Krankentagegeldabsicherung empfehlenswert, da sie bei Angestellten das gewohnt hohe Einkommen und den verbundenen hohen Lebensstandard absichert und bei Selbstständigen den Krankheitsfall und die berufliche Existenz schützt. Die Leistungsdauer ist im Grunde nicht begrenzt. Sie endet, wenn die Krankheit überstanden oder Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit festgestellt wurden.
Erfreulich ist, das Krankentagegeld steuerfrei ist und netto ausgezahlt wird. Auch die Beiträge können sofern noch nicht ausgeschöpft als Sonstige Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Allein durch eine private Krankentagegeldversicherung können Sie Leistungen bereits ab dem vierten Krankheitstag vereinbaren. Hier gilt: Je früher die Leistung gezahlt werden soll, je höher sind die Beiträge zu Ihrer Krankentagegeldversicherung.

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