In den letzten Tagen häufen sich Berichte von Kunden, welche uns zutragen, dass Ihr Vertreter Ihnen nahelegt, die Beitragszahlungen einzustellen, um den Beitragssteigerungen Herr zu werden und ihren PKV-Tarif zu optimieren. Es wird der Anschein erweckt, man könne den Versicherer durch Zurückhalten der Beiträge zur Einsicht bewegen und eine Optimierung erzwingen.

Der Notlagentarif ist KEINE Lösung gegen steigende Beiträge!

Gerade älteren Kunden wird immer wieder dazu geraten, die Beitragszahlungen einzustellen. So lässt sich der Versicherer angeblich dazu bewegen, die Beiträge zu minimieren. Diesen Tipp werden Sie nie schriftlich als Angebot bekommen, sondern stets von einem vermeintlich kompetenten Versicherungsvertreter, quasi als „Spezialtrick“ unter Freunden…

Wenn Sie die Zahlungen einstellen, geraten Sie in Zahlungsrückstand. Das bedeutet, dass Sie anfangen Schulden bei Ihrem Versicherer aufzubauen. Im zweiten Monat nach Beendigung der Beitragszahlungen wird Ihr Versicherer sie mahnen, damit Sie Ihre Beitragszahlungen wiederaufnehmen und die bereits entstandenen Schulden begleichen. Dazu wird schon zu diesem Zeitpunkt ein Säumniszuschlag erhoben. Schulden Sie Ihrem Versicherer zwei Monate nach der ersten Mahnung noch mindestens einen Monatsbeitrag, werden Sie zum zweiten Mal angemahnt. Ihr Versicherer weist Sie dann auch darauf hin, dass Sie innerhalb des nächsten Monats Ihre Schulden zu begleichen haben. Kommen Sie dieser Aufforderung nicht nach, wir Ihr Vertrag ruhend gestellt. Nun sind Sie bereits im Notlagentarif angekommen. Ihr Versicherer muss nun nur noch bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen, Schwangerschaft und Mutterschaft Leistungen erbringen. Auch Ihre Zusatzversicherungen ruhen. Darüber hinaus zehrt der Notlagentarif Ihre Alterungsrückstellungen auf. Aus diesem Tarif gibt es nur einen WegSie müssen sämtliche Schulden und Säumniszuschläge begleichen, um in Ihren Ursprungstarif zurückzukehren. Gerade älteren Kunden fällt dies oft schwer, da die Renten gering ausfallen und jeder Euro zweimal umgedreht werden muss. Und selbst wenn Sie es schaffen sollten – Sie stecken wieder im alten, zu teuren Tarif und mussten dazu noch Säumniszuschläge und Mahngebühren zahlen und Leistungsminderungen über sich ergehen lassen. Sie haben nichts gewonnen, aber zusätzliches Geld verloren.

Richtig ist, dass der Notlagentarif Menschen in vorübergehenden finanziellen Notsituationen einen grundlegenden Versicherungsschutz ermöglicht. Nicht richtig ist, dass der Notlagentarif die einzige Möglichkeit ist, den steigenden Beiträgen Ihres Versicherers zu begegnen. In den meisten Fällen gibt es auch bei Ihrem Versicherer Möglichkeiten, den monatlichen Beitrag zu senken und das Leistungsniveau dennoch beizubehalten. Bevor Sie also den Notlagentarif als letzte Lösung annehmen, lassen Sie uns kostenfrei und unverbindlich prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, Ihre wertvollen Leistungen zu einem angemessenen Beitrag weiter zu versichern.

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