Beitragserhöhung in der Privaten Krankenversicherung


Warum werden die PKV Beiträge immer wieder angepasst?

Wir könnten ja schon fast ein „permanent“ in die Überschrift einfügen und müssten sagen „warum erhöhen die privaten Krankenversicherer permanent" die Beiträge der Versicherten? Es gibt verschiedene Faktoren. Neben dem Demographischen Wandel und der anhaltenden Niedriegzinsphase, stellt die KVoptimal.de GmbH nicht zuletzt aufgrund unserer nachweislich sehr guten Arbeit, eine zunehmende Überalterung in geschlossen Tarifen der privaten Krankenkassen fest. Immer mehr Kunden wechseln den PKV Tarif innerhalb ihrer eigenen Gesellschaft und kommen so in jüngere Tarifkollektive und in den Genuss günstigerer PKV Beiträge zu gleichen oder gar besseren Leistungen. Die übrigen Versicherten in den geschlossenen PKV Tarifen werden dafür in Form von PKV Beitragserhöhungen zur Kasse gebeten, da sie die fehlenden Beiträge aus der Kalkulation auffangen müssen. Es Empfiehlt sich seinen Vertrag alle 5 Jahre unabhängig überprüfen zu lassen um etwaige Möglichkeiten des internen PKV Tarifwechsels feststellen zu können. Warum unabhängig? Versicherte zahlen in jüngeren Tarifkollektiven weniger Beitrag für gleiche Leistungen und Schaden somit den Einnahmen ihres Versicherers. Sie bekommen ausschließlich bei uns, innerhalb von 72 Stunden, ein für Sie zugeschnittenes PKV Gutachten mit einem Tarifvergleich Ihres Versicherers mit Tarifen die das gleiche oder ein besseres Leistungsniveau bieten als Ihr aktueller Tarif.

 

 

 

Ihr PKV-Tarif ist beitragsstabil – sagt der Makler

Das ist auch richtig. So lehren es zumindest die Versicherer in den Verkaufsschulungen. PKV-Tarife werden so kalkuliert, dass die Beiträge ein Leben lang stabil bleiben können. Theoretisch. Doch in der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die Beiträge für die private Krankenversicherung steigen. Woran liegt das?

Kalkulation der PKV Beiträge

Die Grundlage jeder Versicherung ist eine Kalkulation. Der private Versicherer stellt verschiedene Merkmale fest und kalkuliert daraus den Beitrag für Ihre private Krankenversicherung. Ihr Eintrittsalter ist relevant, Ihr Gesundheitszustand ebenfalls und natürlich die gewünschten Leistungen. Dabei gelten folgende Kriterien:

  • Je jünger bei Beginn, desto günstiger der Beitrag.
  • Je gesünder bei Beginn, desto weniger Zuschläge gibt es.
  • Je mehr Leistungen Sie wünschen, desto teurer der Beitrag.

Stehen diese Punkte fest, kalkuliert der Versicherer Ihre PKV Beiträge. Bei der Kalkulation werden weitere Parameter zu Grunde gelegt. Ihre statistische Lebenszeit ist eine Grundlage. Dazu noch die wahrscheinlichen Kosten, die Sie während der Vertragslaufzeit verursachen werden. Die Kosten des Versicherers spielen auch eine Rolle. Aus diesen Parametern und der Anpassung der Kalkulation an Niedrigzinsphasen, medizinischen Fortschritt, steigende Ärztehonorare und steigende Lebenserwartung der Versicherten, resultieren letztlich auch die unbeliebten PKV Beitragserhöhungen oder PKV Beitragserhöhungen.

Die größte Schwierigkeit in der Kalkulation stellt die Tatsache dar, dass wir Menschen permanent älter werden und medizinisch versorgt werden müssen. Durch unser Altern steigt das Risiko der privaten Krankenversicherer, dass wir erkranken und diese die Kosten tragen müssen. Aus diesem Grund beinhaltet jeder PKV-Vertrag sogenannte Altersrückstellungen.

Wie funktionieren Altersrückstellungen?

Versicherer versichern Risiken und verdienen damit Geld. Steigt ein Risiko, steigt auch die Prämie für die Absicherung. Beispiel KFZ-Versicherungen: Die Anbieter von KFZ-Policen fragen die jährliche Fahrleistung ab. Je mehr Fahrleistung Sie angeben, desto höher ist Ihre Prämie. 10.000 KM jährliche Fahrleistung sind günstiger als 20.000 KM. In der Privaten Krankenversicherung ist es genauso. Das Risiko sind wir Menschen, denn wir werden älter.

Wir werden jedes Jahr älter. Deshalb müssten private Versicherer jedes Jahr die Prämie anheben. Damit sie aber nicht jedes Jahr die Prämie anheben müssen, kalkulieren die privaten Versicherer zu den Kostenfaktoren die Alterungsrückstellungen hinzu. Im allgemein heißt es:

In jungen Jahren mehr bezahlen, und im Alter dafür nicht mehr so viel.

Dieser Satz wird häufig falsch interpretiert. Eine falsche Interpretation führt dazu, dass wir lesen, was wir hoffen. Wir hoffen nämlich, dass die PKV im Alter nicht so teuer ist. Und deswegen glauben Sie auch, dass Ihre PKV im Alter nicht so teuer sein wird, weil Sie ja Alterungsrückstellungen haben – gebildet haben.

Alterungsrückstellungen haben aber ziemlich wenig mit Ihrem Rentenalter oder Ihrem generellen Alter zu tun. Zumal jeder Mensch das „Alter“ anders definiert. Wann beginnt denn „dieses Alter“? Das Alter beginnt gar nicht, sondern das läuft bereits. Folglich brauchen Sie auch nicht auf einen finanziellen Vorteil zu Ihrem undefinierten Rentenbeginn hoffen. Sie genießen den Vorteil der PKV Alterungsrückstellungen permanent.

Die Versicherer kalkulieren die kosten für Ihr gesamtes Leben und teilen diesen Wert auf die Monate von Beginn bis Ende. So entsteht Ihr PKV Beitrag. Und dieser Beitrag steht ein ganzes Leben fest.  Deshalb ist die Aussage, dass der Beitrag in der privaten Krankenversicherung ein Leben lang gleich bleibt, richtig. Wobei eine lebenslange Kalkulation Abweichungen enthalten kann. Und diese Gründe sorgen dafür, dass Beiträge in der PKV durch Beitragserhöhungen steigen.

PKV Beitragserhöhung - Grund 1: Kalkulation der PKV Alterungsrückstellungen

Der Versicherer nimmt die kalkulierten Rückstellungen und spart diese an. Damit Ihre hohen, zukünftigen Kosten finanziert sind. Dazu muss der Versicherer die Rückstellungen verzinsen. Zinsen sind aktuell ein Problem.

PKV Verträge sind von der Versicherungsart her die Schwester der Lebensversicherung. Lebensversicherungen kennen Sie. Dass sind die Versicherungen, die aufgrund der geringen Zinsen keiner mehr haben möchte. Bei den Lebensversicherungen wurden in den letzten Jahren die Zinsen deutlich gesenkt. Das liegt an der aktuell herrschenden Niedrigzinsphase. PKV-Verträge steigen in den Beiträgen unter anderem, weil die privaten Versicherer am Kapitalmarkt keine Zinsen mehr erwirtschaften können.

PKV Beitragserhöhung - Grund 2: Kalkulation der medizinischen Kosten

Wenn wir krank sind, möchten wir gesund werden. Natürlich am liebsten anhand der neuesten medizinischen Entwicklungen. Können Sie sich vorstellen, wie schwer die Kalkulation von zukünftigen medizinischen Entwicklungen ist? Das grenzt an Hellsehen. Es existiert eine allgemeine Kostensteigerung in der Gesundheitswirtschaft die mit einer Art "medizinischen Inflation" gleichgesetzt werden kann. Die Gründe dafür sind verschieden. Neue Medikamente sind oft teurer, auch innovative oder im allgemeinen neue Behandlungsmethoden verursachen höhere Kosten. Steigende medizinische Kosten verursachen Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung.

PKV Beitragserhöhung - Grund 3: Demographischer Wandel und die steigende Lebenserwartung

Wir werden älter. Und das permanent. Bei Vertragsbeginn wurden Sie im Durchschnitt maximal 80 Jahre. Acht Jahre später liegt die Lebenserwartung Ihres Jahrgangs plötzlich bei 82 Jahren. Die höhere Lebenserwartung führt zu steigenden PKV Beiträgen. Als Grundlage dienen bei der Kalkulation die sogenannten Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes.

PKV Beitragserhöhung - Grund 4: Wettbewerb zwischen den Versicherern

Erinnern Sie sich noch, warum Sie sich privat versichert haben? Viele sagen jetzt, weil das System der privaten Versicherung günstiger als das gesetzliche System war. Dazu kommt noch, dass jeder Versicherer seine Tarife selber kalkuliert und möglichst viele neue, junge und gesunde Kunden gewinnen will. Je mehr Leistungen ein Tarif hat und je günstiger dieser ist, desto mehr Kunden versichern sich. Am Ende sind wir Opfer unseres eigenen Spardrangs.

Sind Ihre Beiträge zu günstig kalkuliert, müssen zwangsläufig die Beiträge steigen. Können Sie zu günstige Tarife erkennen? Ja. Private Krankenversicherungen sind Sparverträge mit medizinischen Leistungen im Krankheitsfall. Ist ein solcher Vertrag in Ihren Augen „preiswert“, ist der Tarif wahrscheinlich zu günstig.

Je günstiger ein Tarif kalkuliert ist, desto mehr Kunden versichern sich darin

Zusätzlich können Profis einfach darstellen, wie die Unterschiede finanziell aussehen. Leider verkaufen viele Berater über den Preis: günstig läuft einfach gut. Deshalb bieten viele Berater einfach nur günstige Tarife an. Beispiel der Beiträge, Jahrgang 1976 (40 Jahre), Zweibettzimmer, 500 - 600 Euro Selbstbehalt, offener Hilfsmittelkatalog:

  • Hanse-Merkur, TarifKVS1, PSV, PVN: 218,35 Euro.
  • ARAG, K600, PVN: 260,08 Euro
  • Barmenia, einsA expert2+, PVN: 282,78 Euro

Alle Tarife haben ähnliche Leistungen. In der Kalkulation sind aber deutliche Unterschiede sichtbar. Welcher Tarif sieht für Sie interessant aus? Der Tarif der Hanse-Merkur könnte zu günstig kalkuliert sein.

Viele Faktoren führen zu Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung. Gerade die Niedrigzinsphase führt zu starken „Korrekturen“ am Markt. Das ist aber auch gut so. Die Lage ist nun mal so, dass es kaum noch Zinsen gibt. Deshalb gehören alle PKV-Verträge korrigiert.

Grundsätzlich sollte Sie einplanen, dass sich der Beitrag jedes Jahr um drei bis fünf Prozent verändert. Planen Sie Ihre Krankenversicherung in Ihre Altersvorsorge ein. Langfristig betrachtet schlägt die private Krankenversicherung immer das gesetzliche Modell. Nur ohne Altersvorsorge ist die gesetzliche Kasse immer besser.