PKV-Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung (PKV)

Auf dieser Seite stellen wir alle Informationen zum Thema Beitragserhöhung und Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung zur Verfügung. Dazu haben wir für Sie Hintergründe gesammelt und aktualisieren regelmäßig die Übersicht, welcher Versicherer eine Beitragserhöhung durchführt. Übrigens: das Wort Beitragsanpassung wird auch verwendet, wenn der Versicherer die Beiträge reduziert. Allerdings werden die Beiträge deutlich seltener verringert als erhöht. Alle Gründe, warum das so ist, finden Sie hier.

 

PKV Beitragsanpassung und PKV Beitragserhöhungen

Zum Ende des Jahres verschicken die privaten Krankenversicherer ihre Beitragsinformationen, meist PKV Beitragserhöhungen, für das kommende Jahr. Diese Schreiben werden auch als Nachtrag zum Versicherungsschein bezeichnet. Folgt man dem Trend der letzten zehn Jahre, kommen auf die meisten Privatversicherten ab dem 1. Januar durchschnittliche Beitragsanpassungen in Höhe von etwa 3,5 Prozent zu. Allerdings haben Beitragsanpassungen, besser Beitragserhöhungen, im zweistelligen Prozentbereich in den letzten Jahren die Statistik etwas verfälscht.  Es ist anzunehmen, dass die tatsächlichen Beitragserhöhungen der PKV Versicherer für viele privat Krankenversicherte deutlich höher ausfallen werden. PKV Beitragserhöhungen betreffen immer nahezu alle Versicherten eines Versicherers. Private Krankenversicherer unterteilen den Kundenbestand in Tarife und in Kollektive. Deshalb kann es möglich sein, dass zwei PKV-Kunden, die beim gleichen Versicherer versichert sind, unterschiedlich hohe Beitragserhöhungen erhalten. Bei KVoptimal.de erhalten Sie Informationen zur aktuellen Beitragsentwicklung bei Ihrem privaten Krankenversicherer. Wir erklären hier, wie es überhaupt zu PKV Beitragsanpassungen kommt und welche Optionen Sie haben, Ihre Beiträge stabil zu halten.

 

Wie kommt es zu PKV-Beitragserhöhungen? Die wichtigsten Ursachen im Überblick:

Wenn private Krankenversicherer eine notwendige Beitragserhöhung erklären, werden immer verschiedene Faktoren genannt. Übrigens: Versicherer dürfen nur die Beiträge erhöhen, wenn die Ausgaben deutlich von der geplanten Kalkulation abweichen. Deshalb muss auch immer ein unabhängiger Treuhänder die PKV Beitragserhöhung genehmigen.

 

Die Hauptgründe für Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung sind:

  • Inflation: Die Geldentwertung sorgt für steigende PKV-Beiträge. Die Inflation lag im Jahr 2017 bei 1,7%. Eine niedrige Inflation ist besser für Ihren PKV-Beitrag und kann Beitragserhöhungen abmindern. 
  • Niedrigzinsphase: Die Bildung von Alterungsrückstellungen in der PKV ist eine Kalkulationsmethode, um hohe Kosten für die medizinische Versorgung im Alter finanzierbar zu machen. Deshalb sind die PKV-Beiträge in jungen Jahren höher als eigentlich notwendig. Der zusätzliche Ertrag für den Versicherer wird als Altersrückstellungen bezeichnet und soll PKV Beitragserhöhungen aufgrund von Alterung verhindern. Es handelt sich um gesetzlich vorgeschriebene Rücklagen, die jeder private Krankenversicherer bildet und verzinst. Ein geringer Zinsertrag führt zu Beitragserhöhungen in Ihrem PKV-Tarif.
  • Steigende Kosten im Medizinwesen: Die Entwicklung von neuen Therapien und Medikamenten ist sehr teuer, aber notwendig. Eine bessere medizinische Versorgung führt deshalb zu Beitragserhöhungen.
  • Längere Lebenserwartung: Wenn statistisch festgestellt wird, dass wir länger leben, müssen PKV-Tarife nachkalkuliert werden. Daraus resultiert auch hier wieder eine PKV Beitragserhöhung.

 

Diese vier Punkte sind die Hauptgründe für fast alle Beitragserhöhungen in der PKV. Außerhalb der PKV sind diese Punkte aber vorteilig: Die Inflation reduziert das Kreditvolumen bei langfristigen Finanzierungen. Die Niedrigzinsphase ermöglicht höhere Kredite. Die bessere medizinische Versorgung verbessert das Leben. Ändern sich einer oder mehre dieser Punkte (z.B. die Lebenserwartung sinkt) könnten auch die PKV-Beiträge sinken.

 

Sind PKV-Beitragserhöhungen verhinderbar?

Nein. Die privaten Krankenversicherer dürfen die im PKV-Tarif festgelegten Leistungen nicht kürzen und würden ohne das Recht auf Beitragserhöhungen nicht überleben.

 

Kann der Versicherer nicht einfach die Leistungen reduzieren, anstatt die Beiträge zu erhöhen?

Nein. Dieser Umstand ist auch sehr wichtig. Sie haben eine gesetzliche Garantie, dass PKV-Leistungen nach Vertragsbeginn nicht gekürzt werden dürfen. Während die Leistungen in der privaten Krankenversicherung ein Leben lang garantiert werden, gilt dies nicht für den monatlichen PKV-Beitrag.
Beruhigend ist jedoch zu wissen, dass die PKV-Anbieter nicht willkürlich ihre Beiträge anheben dürfen. Im Gegenteil: Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) regelt genau, dass PKV Beitragserhöhungen nur dann zulässig sind, wenn die tatsächlichen Gesundheitsausgaben die kalkulierten um mindestens 10 Prozent übersteigen, beziehungsweise, wenn sich die angenommene Sterbewahrscheinlichkeit um mehr als 5 Prozent erhöht.

 

 

Gibt es private Krankenversicherer ohne PKV-Beitragserhöhungen?

Ja und Nein. Bei der Auswahl der eigenen privaten Krankenversicherung lohnt es sich, auf die Beitragsentwicklung der einzelnen Krankenversicherer zu schauen. Sind die PKV-Beiträge dauerhaft stabil, ist das ein Indiz dafür, dass der Versicherer bisher gut kalkuliert hat und effizient wirtschaftet. Manche PKV Versicherer vergeben sogar zeitgebundene Beitragsgarantien. Grundsätzlich muss aber jeder private Krankenversicherer irgendwann eine Beitragserhöhung machen, um z.B. gestiegene Gesundheitskosten zu kompensieren.
VORSICHT: Es gibt, wie so oft, schwarze Schafe unter den Versicherern. Manche Versicherer kalkulieren ihre PKV-Tarife zu günstig und wollen damit Kunden anlocken. Es ist wichtig, den PKV-Versicherer nicht nach der Beitragshöhe auszuwählen, sondern sich möglichst die PKV-Beitragserhöhungen des Versicherers im zeitlichen Verlauf anzusehen. Hier helfen wir Ihnen gern den passenden privaten Krankenversicherer zu finden.

 

Wir beraten Sie gern - Jetzt kostenfrei informieren.


Die Datenschutzrichtlinien und Erstinformation habe ich zur Kenntnis genommen.

 

Hilft bei einer Beitragserhöhung der PKV-Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft?

Ja. Der PKV-Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft ist die beste Möglichkeit, PKV-Beiträge nach einer Beitragserhöhung wieder zu reduzieren. Grundsätzlich empfehlen wir, den eigenen PKV-Vertrag alle fünf Jahre von unabhängigen Versicherungsexperten überprüfen zu lassen. Die wichtigste Option für Sie, wenn Sie mit einer PKV-Beitragserhöhung konfrontiert werden, ist der interne PKV-Tarifwechsel. Wir stellen für Sie fest, ob sich der Wechsel in einen jüngeren PKV-Tarif für Sie rechnet. Nicht selten profitieren Sie nicht nur von niedrigeren PKV-Beiträgen, sondern erhalten auch entweder gleichwertige oder sogar bessere Leistungen. Jüngere Tarife haben oft bessere Leistungen. Diese besseren Leistungen erkennen Laien nicht auf den ersten Blick. Professioneller Rat ist wichtig.
Mit einem PKV-Tarifwechsel innerhalb ihres privaten Krankenversicherers entgehen Sie der zunehmenden Überalterung in alten, geschlossenen Tarifen. Viele Privatversicherte wissen nicht, dass sie durch ihr Tarifwechselrecht laut §204 VVG jederzeit ohne Verlust der Altersrückstellungen oder sonstiger erworbenen Rechte in einen anderen PKV-Tarif bei ihrer privaten Krankenkasse wechseln können. Deshalb ist der PKV-Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft immer der erste Schritt bei einer PKV Beitragsanpassung.

 

Senkt die Erhöhung des Selbstbehalts den Beitrag?

Ja. Auch durch die Erhöhung des Selbstbehalts können Sie die Höhe Ihres PKV-Beitrags unter Umständen deutlich senken.
VORSICHT: Den Selbstbehalt können Sie nicht ohne weiteres wieder senken. Der Selbstbehalt ist ein Bestandteil des PKV-Beitrages und muss zu diesem hinzugerechnet werden. Manche Versicherer bieten ein Optionsrecht, um später den Selbstbehalt wieder senken zu können.

 

Beitragsrückerstattungen nutzen

Nicht so planbar, aber ein ähnliches Sparpotential bieten Beitragsrückerstattungen, hier haben die verschiedenen privaten Krankenversicherer unterschiedliche Modelle. Die private Krankenversicherung erstattet PKV-Beiträge, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Leistungen abgerechnet wurden, also zum Beispiel keine Arztrechnungen eingereicht wurden.

 

Durch Jahresbeitragszahlung beitragslast senken

Abhängig von Ihren Vertragsbedingungen kann sich für Sie die Umstellung auf Jahreszahlung des PKV-Beitrags mit entsprechend eingeräumtem Rabatt lohnen. Manche Versicherer bieten bis zu 4% Nachlass bei Jahreszahlung. Gerade bei einer PKV-Beitragserhöhungen kann die Erhöhung auch durch Zahlung des Jahresbeitrags abgefangen werden.

 

Wie hilft KVoptimal.de bei einer PKV-Beitragserhöhung?

Wir sind seit vielen Jahren auf dieses Thema spezialisiert. Am besten ist, Sie übermitteln uns das Schreiben zu Ihrer PKV-Beitragserhöhung und wir schätzen Ihre Lage ein. Die Ersteinschätzung ist immer kostenfrei, unabhängig von Versicherern und vor allem objektiv. Wir haben Ihnen den PKV-Vertrag nicht verkauft und können deshalb neutral bewerten. Zeitgleich untersuchen wir Ihren Leistungskatalog nach Schwachstellen und erstellen für Sie, unverbindlich, eine Schwachstellenanalyse.

Jetzt PKV-Tarifwechseloptionen überprüfen.