Seit 2009 können Versicherte einen Teil ihrer Altersrückstellungen beim Wechsel zu einem anderen Versicherer übertragen.
Wichtig ist dabei:
- Die Übertragung gilt nur für Verträge, die ab 2009 abgeschlossen wurden
- Es wird nur ein Teil der Rückstellungen übertragen
- Der Übertrag erfolgt automatisch zwischen den Versicherern
Die übertragenen Rückstellungen werden beim neuen Versicherer angerechnet und führen dort zu einem geringeren Beitrag.
Was gilt für ältere PKV-Verträge vor 2009?
Für Verträge, die vor 2009 abgeschlossen wurden, besteht keine Möglichkeit zur Übertragung der Altersrückstellungen.
Das bedeutet:
Bei einem Wechsel des Versicherers gehen die angesparten Rückstellungen verloren. Sie verbleiben im Kollektiv des bisherigen Versicherers.
Genau deswegen ist ein Versichererwechsel bei älteren PKV‑Verträgen häufig kritisch zu bewerten und sollte sorgfältig geprüft werden.
Wie wirkt sich der Übertrag auf den Beitrag aus?
Die übertragenen Altersrückstellungen werden beim neuen Versicherer als Gutschrift berücksichtigt.
Diese Gutschrift:
- erfolgt in der Regel zwei bis drei Monate nach Versicherungsbeginn
- wird rückwirkend angerechnet
- reduziert den monatlichen Beitrag
Wie stark der Beitrag sinkt, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Dauer der bisherigen Versicherung
- Höhe der angesparten Rückstellungen
- gewählter Tarif
Grundsätzlich gilt: Je höher die angesparten Rückstellungen, desto stärker wirkt sich der Übertrag beitragsreduzierend aus.

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Jetzt kontakt aufnehmenWie hoch sind Altersrückstellungen in der Praxis?
Die Höhe der Altersrückstellungen ist individuell und hängt stark vom gewählten Tarif und der Versicherungsdauer ab.
Ein wichtiger Grundsatz lautet:
Je umfangreicher die Leistungen eines Tarifs, desto höher fallen in der Regel auch die Altersrückstellungen aus.
Das bedeutet, dass leistungsstarke Tarife langfristig nicht nur besseren Schutz bieten, sondern auch höhere Rückstellungen aufbauen.
Können Versicherte ihre Altersrückstellungen einsehen?
Versicherte haben das Recht, Informationen über ihre Altersrückstellungen beim Versicherer anzufordern.
Dazu ist in der Regel eine schriftliche Anfrage notwendig. Der Versicherer stellt dann den sogenannten Übertragungswert zur Verfügung.
Dieser Wert zeigt, welcher Teil der Rückstellungen bei einem Versichererwechsel übertragen werden kann.
Wichtiger Unterschied: Tarifwechsel vs. Versichererwechsel
Ein entscheidender Punkt wird häufig übersehen:
Beim internen Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherers bleiben die Altersrückstellungen vollständig erhalten.
Beim Wechsel zu einem anderen Versicherer wird hingegen nur ein Teil übertragen.
Deshalb ist ein interner Tarifwechsel oft die wirtschaftlich sinnvollere Lösung, wenn es darum geht, Beiträge zu reduzieren, ohne Verluste bei den Rückstellungen zu riskieren.
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Altersrückstellungen mitnehmen und PKV-Beitrag senken
Ungefähr zwei bis drei Monate nach Vertragsbeginn erfolgt eine Gutschrift beim neuen Versicherer. Diese Gutschrift stammt aus den angesparten Rückstellungen und wirkt sich von Beginn an beitragsreduzierend aus. Je nach Dauer und Tarif der Vorversicherung, wird ein unterschiedlicher Nachlass gewährt. Dabei gilt eine wichtige Formel:
“Je besser die Leistungen, desto höher die Rückstellungen.”
Tarife mit besseren Leistungen (Hauptmerkmal sind Wahlleistungen) sind nicht nur teurer, sondern sparen auch einen höheren Wert an Altersrückstellungen an. Die kluge Tarifauswahl zum Versicherungsbeginn wird sich langfristig auszahlen. Wird im Laufe der Zeit ein Wechsel des Versicherers gewünscht, wird der neue Anbieter durch die höheren Rückstellungen deutlich günstiger. Das gleiche gilt für einen PKV-Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft.

Altersrückstellungen sind ein zentraler Hebel für stabile PKV Beiträge
Die Möglichkeit, Altersrückstellungen teilweise zu übertragen, hat die Flexibilität in der privaten Krankenversicherung erhöht. Dennoch sollte ein Versichererwechsel immer gut durchdacht sein.
Während bei neueren Verträgen ein Teil der Rückstellungen mitgenommen werden kann, gehen diese bei älteren Verträgen vollständig verloren.
In vielen Fällen ist daher ein interner Tarifwechsel die bessere Alternative, um Beiträge zu senken und gleichzeitig die angesparten Rückstellungen vollständig zu erhalten.
Eine objektive Beratung hilft dabei, die optimale Strategie zu finden und langfristig eine bezahlbare und leistungsstarke private Krankenversicherung sicherzustellen.
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